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Start Reisen Pilion Pilion Oktober 2010 - Milies

Pilion Oktober 2010 - Milies

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Samstag, 17.10.2010

Der Wecker klingelt, um 11 Uhr fährt die alte Pilionbahn, eine Schmalspurbahn mit einer Spurbreite von 600 mm, von Ano Lehonia nach Milies - und wir sind mit dabei. Wir waren davon ausgegangen, dass die Bahn nur bis Ende September fährt - und freuen uns, dass sie bis Ende Oktober wenigstens am Wochenende noch fährt. Der Fahrplan ist gut im Internet zu finden. Wir sind gespannt, was uns erwartet.. denn günstig ist das Vergnügen nicht: Hin- und Rückfahrt pP 18,- EUR, für Kinder 10,- EUR - für uns drei sind wir also 46,- EUR los. Ein alter Zug mit unbequemen Holzbänken, quer, nicht in Fahrtrichtung - und alte Fenster. Aber was für ein Erlebnis! Höher und höher schlängelt sich der Zug durch unwegsames Gelände und die Berge. Wer kam auf die Idee, in dieses unwegsame Gelände eine Schmalspurbahn zu bauen? Männer werden zu kleinen Jungs, möp, möp tönt es, leuchtende Augen, überall.

Die Aussicht und das Panorama sind atemberaubend. Wir wären natürlich nicht in Griechenland, wenn es unterwegs nicht auch nach ca. 1 Stunde Fahrt einen kleinen Zwischenstop in Ano Gatzea geben würde. Die alten Dampfloks mussten hier früher Wasser nach fassen - jetzt wird die Lok mit Diesel betrieben, aber eine kurze Pause gibt es trotzdem. Die Griechen erobern das kleine Stationscafé, trinken Kaffee, Wasser und schwatzen. Wir nutzen derweil die Gelegenheit als Fotostop. So gestärkt geht es weiter nach Milies, was übersetzt "Apfelbäume" bedeutet. Wir haben eine nette griechische Familie im Abteil, der Herr spricht gut Englisch. Er ist das letzte Mal 1956 mit der Pilionbahn gefahren, erklärt uns etwas über die alten Häuser. In Milies angekommen wird die Lok abgekoppelt und fährt zu einer Drehscheibe, wo sie von Hand gedreht und am anderen Ende wieder angekoppelt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der kleine Bahnhof liegt am unteren Beginn des Ortes, der eigentliche Ortskern liegt oben auf dem Berg. Dorthin führt ein kleiner, steiler Fußweg - und ich habe schlauerweise offene Schuhe ohne Profil und mit Absatz an... Hoch geht das ganz gut, aber mir graut jetzt schon vor dem Abstieg... Zwichendurch geniessen wir immer wieder das Panorama. Und ich denke an meine Freunde Ute und Michael - und dass der Pilion für sie eigentlich perfekt wäre. Eine Mischung aus Wander-, Kultur- und Strandurlaub. Besser geht es kaum. Dirk denkt an seinen Kollegen Ralph und genau das Gleiche. Der Pilion hat wirklich auch für Wanderer viel zu bieten - man kann z. B. von Καλά Νερά aus nach Milies wandern, immerhin 450 Höhenmeter - und noch weiter, wem das nicht ausreicht. Unsere Vermieter wandern auch gerne und kennen sich ganz gut aus, geben anderen Gästen einige Tips für Wanderstrecken - und überlegen, ob sie künftig nicht auch geführte Wanderungen anbieten sollen. Wer weiss - vielleicht ist das für die/ den ein oder andere/n eine Anregung... Fast überall kommt man immer bei einem kleinen Dorf aus, wo man nett rasten und etwas zu sich nehmen kann. Die Landschaft hier ist wunderschön, grün und von der Natur her sehr abwechslungsreich.

Oben angekommen sind wir erstmal fix und fertig - nix mehr gewohnt. Wir erkunden den Ort, Milies ist wohl eines der schönsten und traditionellsten großen Dörfer des Pilion. Alte Herrenhäuser, gewundene Gassen... es gibt eine historische Bibliothek mit ca. 4.000 seltenen Büchern mit Stichen, Dokumenten und anderen Schriftstücken aus der Zeit des griechischen Freiheitskampfes. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Volkskundliche Museum sowie die Kirche Pammegiston Taxiarchon, eine dreischiffige Basilika von 1741. Auch hier ein dunkles Kapitel des 2. Weltkriegs - am 4.10.43 zerstören deutsche Truppen das Dorf in einer Vergeltungsaktion, inzwischen wurde alles wieder restauriert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich haben wir auch Hunger und probieren einen weiteren Tip unserer Vermieter aus: das Lokal Salkimi. Wir sind mehr als begeistert - selten haben wir in Griechenland so ein gemütliches Lokal gesehen und so gut gegessen. Die Qualität spricht für sich, das Lokal füllt sich immer mehr, fast nur Griechen. Die Küche ist ein wenig fleischlastig, aber sehr empfehlenswert, der Rotwein gut - das Lokal wird in der kommenden Woche unser Stammlokal für das Abendessen. Wir essen wieder einmal viel zu viel, die Sonne scheint - und das Leben ist einfach nur schön. Zurück zur Station ist nicht ohne mit meinen Schühchen, aber dank Dirks Hilfe schaffe ich es ohne Blessuren. Also, kleiner Tip für andere Reisende: feste Schuhe sind auf jeden Fall zu empfehlen... Unten noch einen Kaffee und pünktlich um 16 Uhr geht es wieder zurück. Wahnsinn - dieses Panorama... die Fahrt wird für uns unvergesslich bleiben, der Fahrpeis hat sich aus unserer Sicht auf jeden Fall gelohnt. Wer das im Pilion auslässt - ist selbst schuld...

 

 

 

 

 

Zurück in Kala Nera trinken wir noch etwas an der Strandpromenade - am Wochenende sind mehr Lokale geöffnet, viele nutzenden Ort als Auflugsziel, ähnlich wie die Kölner z. B. Zons. Wir schauen "unseren" Hunden beim herumtollen zu und sehen einen phantastischen Sonnenuntergang mit dramatischen Farben. Was für ein perfekter Tag!

 

 

 

 

 

Sonntag, 18.10.2010

Heute faulenzen wir nur. Liegen am Strand, schwimmen, sonnen uns, essen mächtigen Schokoladenkuchen bzw. Eis - und sind fertig vom nichts tun. Schwerwiegendste Entscheidung heute wird sein: wo gehen wir essen? Tja... DAS sind doch echte Probleme...

Wir hoffen, das bleibt unser einziges Problem: Claudia hat angerufen, weil unser Kaninchen Lucy nicht frisst und völlig apathisch ist. Ich gebe ihr ein paar Tips und hoffe, es bringt etwas... Meine kleine süsse Maus... ich hoffe, sie hält durch, die kleine alte Dame... Abends dann der erlösende Anruf: mit Lucy alles ok, noch nicht perfekt, aber sie frisst und bewegt sich wenigstens ein bisschen. Somit können wir beruhigt in Milies, wieder im Salkimi, essen gehen.