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Pilion Oktober 2010 - Thessaloniki

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Freitag, 22.10.2010

Es heisst Abschied nehmen... Griechenland macht es uns leicht, verabschiedet uns so, wie es uns empfangen hat: regnerisch und kühl...

Wir packen unsere Koffer, verabschieden uns und fahren gegen 11 Uhr los. Da das Wetter nicht zum Baden einlädt, wollen wir Thessaloniki erkunden. Die Leute im Salkimi meinten, wir sollten uns an den Weissen Turm/ Lefkos Pirgos, dem Wahrzeichen von Thessaloniki halten und von dort aus in die Stadt gehen. Ok... also, schauen wir mal...

Die Fahrt nach Thessaloniki ist unspektakulär, in Saloniki selbst fängt das Chaos an. Chania ist nichts dagegen - ich würde hier nicht Auto fahren wollen. Keiner hält sich an Fahrspuren, es wird einfach eine zusätzliche aufgemacht, die Motorräder und Roller fahren so dicht an einem vorbei, dass man meint, sie fahren den Seitenspiegel ab, fahren kreuz und quer... die Fahrrad- und Rollerfahrer in Köln finde ich schon unmöglich, ich frage mich immer, wie man so wenig am Leben hängen kann - und auch noch Autofahrer beschimpfen, obwohl sie sich an keine Verkehrsregeln halten. Doch das ist nichts, absolut nichts gegen Thessaloniki... Dirk bewahrt die Ruhe, fährt gut und sicher wie immer. Endlich finden wir ein Parkhaus, Central Parking ΧΑΝΘ, direkt in der Nähe vom Weissen Turm, die Kosten sind uns egal. Wir landen im Central Parking ΧΑΝΘ - und sind verwirrt. Stimmen aus dem Lautsprecher sagen uns auf griechisch, wo wir hinfahren sollen, wir kapieren nichts, es gibt Einweiser. Man fährt durch eine Schranke auf eine Art Drehscheibe, eine Verladestation wie bei Schiffen. Kapieren nicht, was wir machen sollen - irgendwann verstehen wir, dass wir unsere Sachen, die wir brauchen, aus dem Auto nehmen, aussteigen und das Auto abschliessen sollen. Wir sind verwirrt, packen natürlich nicht nur Portemonnaie etc. ein sondern auch die Fotorucksäcke - wer weiss, was hier noch passiert... Und dann... öffnet sich eine Aufzugtür, ein Hebearm kommt herausgefahren, hebt den Wagen hoch, schiebt ihn in den Aufzug hinein - und wech ist der Wagen... Leider habe ich keine website zu diesem Parkhaus gefunden, damit man sich das anschauen kann... ein echtes Erlebnis ist das.

Wir laufen los, gehen die Strandpromenade entlang. Diese ist unglaublich breit, mit großen Fahrradwegen - wir sind wieder einmal überrascht. Das Wetter ist leider nicht besonders, es ist kühl, zumindest regnet es nicht. Wir hoffen, dass wir an der Strandpromenade ein nettes Lokal für einen Kaffee finden - und werden enttäuscht. Entweder man geht Richtung Hafen und setzt sich direkt an einer der Hauptverkehrsadern in ein Straßencafé - oder man geht wie wir in die andere Richtung und stellt fest, dass um diese Jahreszeit fast alles geschlossen ist... Zurück am Weissen Turm versuchen wir, unsere Fotorucksäcke zurück ins Auto zu bringen, da diese bei jedem Schritt schwerer und schwerer werden. Doch das ist der Nachteil bei so einem High Tech Parkhaus: man kommt nicht mehr an den Wagen heran - es sei denn, man zahlt und fährt 'raus aus dem Parkhaus. Also - weiter schleppen...

Wir kommen zur Fußgängerzone, sehen im Hintergrund "The Rotunda of St. George". Gehen die Fußgängerpassage in diese Richtung, sehen eine große Ausgrabung - auch hier waren die Römer. Annika spendiert uns ein richtig leckeres, italienisches Eis, wir gehen weiter. Besichtigen das alte Gemäuer, Eintritt kostenlos. Direkt dort, an der Rotunda of St. George, sind einige nette Cafés - zumindest sehen sie nett aus. Die Zustände der sanitären Anlagen... nun denn... darüber lasse ich mich hier besser nicht aus... Die Geschäfte öffnen um 17 Uhr wieder, wir müssen die Zeit bis 21 Uhr, Mietwagenrückgabe, irgendwie überbrücken. Ich finde einen Buchladen, wenigstens etwas zu stöbern. Alles in allem fühlen wir uns in Thessaloniki nicht wohl, die Stadt gefällt uns gar nicht - laut, hektisch, nach Abgasen stinkend. Ich erinnere mich, dass ich einmal einen griechischen Kollegen gefragt habe, wo er eigentlich herkommt. Er: Thessaloniki. Ich, nichtsahnend, da ein Griechisch-Lehrer an der VHS so von Thessaloniki schwärmte: Ach, wie schön... Der Kollege schaute mich völlig verständnislos an, schüttelte den Kopf und fragte nur: Und was bitte, soll an Thessaloniki schön sein? Jetzt kann ich das verstehen... Mögen die Mitleser, die Saloniki gerne mögen, mir verzeihen... Insbesondere, da ich zwischenzeitlich auch einiges an positiven Dingen über die Stadt erzählt bekommen habe. Man muss eben anscheinend die richtigen Ecken und Lokale kennen...? Versprochen - bei Gelegenheit bekommt die Stadt ihre zweite Chance.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was uns besonders auffällt ist die Mode, mit welcher wir so gar nichts anfangen können... einige, wenige laufen so herum wie wir: Jeans, Bluse/ Hemd/ Pullover, leichte Jacke. Aber viele, sehr viele, bieten uns Anlass zum Staunen: insbesondere etwas korpulentere Damen wie Herren gefallen sich sehr darin, wie Wurst in Pelle - also mit Miniröckchen bzw. sehr engen Klamotten - herumzulaufen. Viele sind sehr bunt/ grell gekleidet. Besonders gerne werden diverse Muster und Farben miteinander vermischt. Ausserdem sind Lackstiefel sehr in. Auch Trainingsanzüge werden gerne getragen. Gegen Abend verändert sich dann das Bild.

Wir haben keine Lust mehr, uns ist allen kalt. Wir sehen eine Ouzerie und kehren dort ein, um diese Uhrzeit na klar als einzige Gäste. Aber das ist uns egal. Die Bedienung freut sich, dass sie mit mir griechisch sprechen kann - und wir essen wirklich hervorragend. Wir probieren einen Fisch aus, welchen wir nicht kennen, ein Raubfisch, sieht gut aus: Μπακαλιάρος Νοπος/ φρέσκο. Ich finde verschiedene Übersetzungen: Kabeljau, Stockfisch... in Englisch steht der Fisch als Haddock, was eigentlich Schellfisch bedeutet... was auch immer das für ein Fisch war: er war fantastisch, super lecker. Wir sind begeistert. Das Lokal versöhnt uns ein wenig mit Thessaloniki. Wir gehen zurück zum Auto, zahlen 16,60 EUR Parkgebühr und fahren Richtung BP Tankstelle, zur Fahrzeugübergabe. Alles klappt reibungslos, wir würden jederzeit wieder über Chalkidiki Cars buchen. Wir werden zum Flughafen gebracht - und sind nicht sehr begeistert: 1,5 Stunden Verspätung sind angesagt... Wir sind alle müde, Annika will nach Hause, zur Mama und in ihr eigenes Bett. Doch wir bekommen die Zeit herum, letzten Endes beträgt die Verspätung nur 1 Stunde, davon wird etwas Zeit herausgeholt, wir landen mit nur 30 min Verspätung in Köln.