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Start Reisen Segeln und andere Ziele Ijsselmeer 2008

Ijsselmeer 2008

 

 Hier ein kleinerer Bericht von unserem 1. gemeinsamen Segelurlaub - Mai 2008. Für mich das erste Mal in meinem Leben: Segeln… auf dem Ijsselmeer. Dirk segelt schon von Kind an und wollte 2008 unbedingt segeln gehen. Hmmm dachte ich mir – noch nie gemacht… Ob das was für mich ist? Bin nicht der Camping-Urlauber und HASSE Gemeinschaftswaschräume und –toiletten... Aber ok. Was macht man nicht alles…

Also eine Yacht für uns Beide gechartert, eine Bavaria 30. Und im Mai ging es los, nach Naarden, Schiffsübernahme. Ich noch nie auf so einem Ding gewesen – wie komm’ ich bloss an Bord… Und noch schlimmer – wie wieder 'runter... Ich glaube, das sah nicht gerade elegant aus... Aber geht natürlich alles. Erstmal Einweisung bekommen, was bei Ab- und Anlegen eines Schiffes zu tun ist. Der größte Horror für mich war: Blamier’ ich mich und fall' dabei irgendwann mal ins Wasser…. Ein Alptraum wär’ das für mich gewesen. Vor allen Dingen bei den Temperaturen… Aber vor allen Dingen die Vorstellung, dass alle zuschauen – wie peinlich!

Der erste Tag war regnerisch und kühl, aber es ging. Abends in Volendam haben wir Dirk’s Vater und einen Freund von ihm getroffen. Waren dort verabredet und wollten ein paar Tage gemeinsam segeln. Jeder auf seinem Boot. Gott – war ich vielleicht froh, dass die vor uns da waren!!!! Brauchte nämlich dadurch nur die Taue an Land werfen – und Papa hat alles gemacht...

Am nächsten Tag Sturm, Regen – die beiden älteren Männer schauten von mir zu Dirk und meinten: wir sollten heute besser hier bleiben… Aber nein, es musste weitergehen. Das war einer der schlimmsten Tage meines Lebens!!!! Wellen ohne Ende, Sturm, Regen – und ich voller Panik. Ist was anderes, ob man sieht, dass ein Segelboot schräg im Wasser liegt – oder ob man selbst darauf ist. Zum ersten Mal. War zu nix zu gebrauchen. Was für ein Glück, dass Dirk erfahrener Segler ist - und die Yacht so modern war, dass er alleine zurechtkommen konnte. Hört sich blöde an – aber ich habe Todesangst ausgestanden. Aber geholfen hat ja alles nix – man kann nicht auf dem Wasser bleiben sondern muss irgendwie wieder an Land kommen, wir verkürzten die geplante Tour und segelten nach Hoorn. Abends die erste große Krise – ich hab’ nur gesagt: noch so ein Tag – und ich fahr' heim! Wobei man ganz klar sagen muss: die Wettervorhersage war eine andere und so wild sah es bei der Abfahrt gar nicht aus. Sonst hätten wir das nie und nimmer gemacht. Zumindest eines war nach diesem Tag klar: ich werde nicht so schnell seekrank... Nichtsdestotrotz haben wir uns dann noch Hoorn angesehen – ein wirklich schöner kleiner Ort.

   

Am nächsten Tag aber tapfer wieder los – bei strahlendem Sonnenschein. Da sieht die Welt schon wieder anders aus. Direkt schleusen gelernt und richtig auf’s Ijsselmeer. Und was soll ich sagen: Segeln kann sogar Spaß machen Für mich in dem Moment unfassbar – aber das war richtig schön. Mir zwar noch etwas zu windig und wild auf dem Wasser, und kalt war mir – aber es war schön. Sind bis Lemmer gesegelt – da gab’s dann die ersten Probleme. Das Boot von den anderen Beiden hatte einen Ruderschaden. Der musste erstmal notdürftig gerichtet werden. Legt mal irgendwo an, ohne richtig steuern zu können… Zum Glück gibt es dort einige Werften. Dirk und ich haben uns Lemmer angeschaut - superschöner Ort! Und die beiden anderen haben sich um ihr Boot gekümmert. Nachmittags konnten wir dann nach Not-Reparatur wieder aufbrechen, durch die Kanäle nach Warns, in deren Heimathafen.

   

Und so langsam - kaum zu glauben, aber wahr - fühlte ich mich sogar wohl auf dem Boot:

  Dirk freute das natürlich sehr:

Und am nächsten Tag alleine weiter. Was soll ich sagen – es war relativ windstill. Ich hab’ es so genossen, ganz ruhig und gemächlich über das Wasser zu gleiten. Ach - wat wor dat schön...

Und irgendwann – wurde mir langweilig!!!! Es ging mir nicht schnell genug, hab’ mir mehr Wind gewünscht... Schließlich mussten wir sogar den Motor anlassen - sonst wären wir niemals vor Einbruch der Dunkelheit in Enkhuizen angekommen.

   

Wir verlebte noch einige wunderschöne Tage. Einen Tag waren wir in Edam. So ein malerischer Ort. Sind bei strahlendem Sonnenschein und relativ wenig Wind in den Ort – und als wir zurück zum Hafen gingen, war es richtig stürmisch. Windstärke 7 oder 8. Und ein paar – aus meiner Sicht – arme Irre kamen von See zurück und hatten richtig Spaß! War’ eine Regatta von den Vereinsmitgliedern dort im Hafen. Dirk – glänzende Augen…. Aber DAS wär’ nix für mich… Oder vielmehr: noch nicht... man weiß ja nie.

Aber das Wichtigste: mag auf jeden Fall noch mal segeln gehen. Sogar die Gemeinschafts-Sanitäranlagen waren ok für mich. Und dadurch, dass die ersten Beiden Tage so unruhig waren konnte mich danach nix mehr richtig erschüttern. Als ich nach Hause kam – das kam mir vor, als sei ich in die Zivilisation zurückgekehrt. Und wollte wieder zurück….

   

Wer mehr Fotos sehen möchte, schaut einfach in die Galerie... Segeln/ Ijsselmeer 2008