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Start Reisen Florida Florida 2009

Florida 2009

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Florida 2009
Miami Beach
Fort Pierce und Orlando
Clearwater Beach + Tarpon Springs
New Port Richey
diverse Highlights
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Hier geht's zu unserer Florida-Rundreise auf eigene Faust mit Besuch bei Freunden von Dirk an der Golfküste im Norden von Florida. Flug nach Miami, geplant war am Beginn Erkundung der Ost- bzw. Atlantikküste, mehrtägiger Aufenthalt bei seinen Freunden und dann Rücktour an der West- bzw. Golfküste nach Miami.

Anfangen muss ich eigentlich nicht mit dem Beginn der Reise – sondern der Vorbereitung. Mein erster Langstreckenflug – und ich bekomm’ doch schon auf dem Kreta-Flug die Krise, weil der Flug sooooo lange dauert… und werde ganz kribbelig nach 2-3 Stunden…

Die Erzählungen von Langstrecken-erfahrenen Kolleginnen und Kollegen waren auch nicht gerade aufbauend – eingeschlafene Füße, dicke und geschwollene Füße und Beine, Thrombose-Gefahr, zu enge Sitze im Flieger, usw.... Und: jeder, aber auch wirklich jeder sagt ich solle bloß nix zum Anziehen mitnehmen sondern alles dort kaufen. Ich kann das gar nicht glauben. Also - was um Himmels willen nehme ich überhaupt mit? Das war der leichtestes Urlaubskoffer, den ich je hatte... keine 13 kg.

06./07.05.09

Und dann geht's los – mit entsprechenden Vorbereitungen wie speziellen Strümpfen und Rücksprache / Vorsorgemaßnahmen mit meiner Hausärztin. Und was soll ich sagen – der Hinflug ist halb so wild. 10 Stunden Flugzeit – aber wir haben Glück mit der Bestuhlung und selbst Dirk mit seinen 1,91 m hat ausreichend Platz. Außerdem ist es ein Tagflug und dadurch bewegt man sich automatisch und die Zeit vergeht irgendwie quasi wie im Flug. Puh – Glück gehabt, Urlaubsbeginn gerettet…. Unterwegs sind wir insges. allerdings ca. 17 Stunden… und erstmal ganz schön fertig bei der Ankunft. Zu allem Überfluss steht man dann noch fast 1 Stunde am Airport vor der Imigration-Behörde und wartet darauf, dass man endlich in die USA einreisen darf… Unglaublich. Und das wird zukünftig sicherlich noch schlimmer... Vor dem Flug im Internet registrieren, im Flieger noch mal Dokumente ausfüllen – das gleiche wie im Internet sowohl für die Einreisebehörde als auch noch ein separates Dokument für den Zoll. Unglaublich. Ansonsten ist alles recht harmlos. Frage: was möchten Sie in den USA? Antwort: Urlaub machen. OK – viel Spaß – und das war’s. Hab’ ich mir schlimmer vorgestellt.

Das Gepäck steht natürlich schon herrenlos herum, wird eingesammelt und dann erstmal nach draußen – ca. 30 Grad, Sonne, schwüle Luft. Und Dirk kann endlich seine erste Zigarette seit vielen Stunden rauchen…  In Miami ist es so, dass man dort von den Autovermietungen mit dem Bus abgeholt und zur Autovermietung gebracht wird, da diese ca. 10 - 15 min. Fahrzeit entfernt sind. Auch witzig: man checkt dort ein, bezahlt – und geht nach draußen auf den Parkplatz, zu den Reihen der gebuchten Kategorie – und sucht sich dann das Auto aus, welches einem gefällt. Einsteigen, Barcode scannen lassen, und los geht’s…

Hier mache ich die erste Erfahrung mit klimatisierten Räumlichkeiten in den USA: man kommt von draußen mit ca. 30 Grad – und drinnen wird auf ca. 18 Grad herabgekühlt. Ein absoluter Kälteschock….

 


 

 

 

 

 

Ab nach Miami Beach, wo wir die 1. Nacht verbringen wollen. Dort finden wir ein super schönes, knuffiges Hotel im alten Stil zwischen den ganzen Hochhaus-Bunkern. Und bekommen doch tatsächlich für die 1 Nacht eine Suite für den Preis eines Doppelzimmers. Wow. Wir laufen zwar noch etwas durch Miami Beach, aber eigentlich will ich nur noch schlafen, schlafen, schlafen.

Am nächsten Morgen bestätigt sich mein erster Eindruck von letzter Nacht – es mögen alle Miami Beach toll oder was auch immer finden. MEIN Urlaubsort ist DAS nicht. Zu viele Hochhaus-Bunker. Aber wem’s gefällt… Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. In diesem Hotel würde ich allerdings gerne nochmal absteigen... Vielleicht nehm' ich das nochmal in Kauf.

Natürlich können wir das so nicht stehen lassen und machen noch einen Rundgang. Die Strandpromenade ist wirklich sehr schön. Witzig finde ich, dass es mit den Strandkörben fast ein wenig wie an Ost- oder Nordsee aussieht. Ebenso die Türme für die life guard. Das viel gerühmte Art-Deco-Viertel ist wohl eher bei Nacht interessant. Was auf jeden Fall einen Blick wert ist, ist das Versace-Haus. Wow – das würde ich glatt nehmen, wenn man es mir schenken würde… Irre. Auch das spanische Viertel gefällt mir gut – irgendwie ganz urig. Hier möchte ich abends einmal gerne bummeln und essen gehen. Schade nur, dass meine Füße laufen in Sandalen ohne Strümpfe noch nicht gewohnt sind – unter jedem Fuß eine dicke, fette Blase, kann kaum noch laufen, muss in die Apotheke. Dabei war ich doch gar nicht in der Samaria-Schlucht auf Kreta mit Flip Flops…

Und mein erster Eindruck von USA/ Florida ist: unglaublich sauber und gepflegt, unglaublich kalt in den Räumen, egal ob Supermarkt, Hotel, Restaurant oder was auch immer…

      

     

 

 


 

  

 

 

Wir fahren über die Küstenstraße (welche Küste – sieht man nix von) Richtung Fort Lauderdale. Und hier wieder: Hochhäuser in den Badeorten, ansonsten sieht man vom Wasser nicht viel, da die Küstenstraße eher an den Orten vorbeigeht. Man muss wirklich gezielt in einen Ort fahren, um Wasser oder Strand zu sehen. Mag zwar blauäugig sein, aber irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt…. Außerdem: man fährt von einem Gewerbegebiet ins nächste, es sieht alles gleich aus. Shoppingmall, Supermarkt, Baumarkt, Restaurantketten, unglaublich viel Chiropraktiker und Dentisten – und wenig Atmosphäre. Mein nächster Eindruck: nicht meine Gegend hier. Natürlich gibt es auch nette, gepflegte Orte wie Baton Rouge etc, wo sich die Reichen dieser Welt niedergelassen haben. Aber… naja.

Dirk kannte bisher auch nur die Golfküste, Atlantikküste ist für ihn ebenfalls das erste Mal. Und wir fragen uns: wo ist das Meer, wo die Natur? Da es uns hier beiden nicht gefällt beschließen wir, das gemütliche Fahren zu beenden und fahren auf die Autobahn, schnellstmöglich nach Fort Pierce zum Übernachten. Soll ein netter kleiner Ort direkt am Meer sein. Hmmmm…. Mag sein, aber irgendwie waren das einfach nur ganz viele Straßen mit ein paar Häuser-Ansammlungen. Oder wir haben eventuell etwas verpasst?

Zum Abendessen geht’s nach Applebee’s, das ist in den USA eine sehr bekannte und beliebte Restaurantkette. Essen und Service waren super. Aber: es ist sooooooooo kalt hier drinnen!!! Ich friere total und beschließe: wenn ich irgendwo noch mal reingehe, dann nur mit Strickjacke und meinem Pashima-Schal, jawoll. Bei mir kommt die erste Enttäuschung auf. Wo ist das Florida, das ich mir vorgestellt habe? Wo die tollen Strände? Wo kann man am Meer entlang fahren? Warum verstehe ich kein Wort? Ich kann doch Englisch. Und: warum gehen die Amerikaner hauptsächlich zum Essen in geschlossene Räume, quasi in einen Kühlschrank? Ich bin wohl doch zu sehr Südeuropa-orientiert…

08.05.09

Da uns die Atlantikküste absolut nicht überzeugt, geschweige denn gefällt, brechen wir hier ab und fahren einen Tag früher als geplant Richtung Orlando. Nicht in die Vergnügungsparks wie Disneyland oder so – sondern zum: shoppen im Outlet-Center…. 4,5 Stunden schaffen wir (trotz meiner Füße...) – und gehen mit relativ wenig Ausbeute zurück zum Wagen. Tolle Schnäppchen gemacht, aber: wo bitte schön kann man sich günstiger als hier in Deutschland einkleiden, wenn man sich klassisch-sportlich kleidet? Schnäppchen: ja. Aber komplett neu einkleiden? Hmmm... Egal – war einfach nett. Und das Beste: keine Kühlschrank-Temperaturen, weil dorfmässig aufgebaut, nur die Läden waren kühl, man konnte sich draußen immer wieder aufwärmen… Nur: meine Füße bringen mich fast um. Witzig am Rande: in einem Laden höre ich endlich, endlich einen Menschen, dessen Englisch ich super verstehe. Ohne nachfragen oder so. Ich freue mich – ein Erfolgserlebnis, erst recht nach gestern Abend. Da hab ich von der Bedienung so gut wie nichts verstanden. Doch was ist – der gut verständliche Mensch ist... Engländer...

Da uns Orlando und die ganzen Freizeitparks nicht interessieren beschließen wir, heute noch an die Golfküste weiterzufahren. Nochmal fast 2,5 Stunden Fahrt bis New Port Richey. Das 1. Hotel, welches wir uns ausgeguckt haben, ist super. Ach ja, zur Info: in den USA gibt es bei einigen Ketten 'Roomsaver'-Broschüren, da sind Hotel-Coupons 'drin und man kann in den aufgeführten Hotels günstiger übernachten. Aber: ich bin wieder erstmal enttäuscht. Der Name Port bezieht sich auf einen Fluss, kein Strand, in den USA muss man wirklich ALLES mit dem Wagen machen. Selbst abends essen oder etwas trinken gehen. Danach gemütlich noch was bummeln, im nächsten Lokal noch was trinken - Fehlanzeige. Wir finden aber (natürlich mit dem Auto) ein nettes Lokal direkt am Fluss. Und: ich bin versöhnt – wir können draußen auf der Terrasse mit Blick auf den Fluss sitzen. Und nicht drinnen, wo – wer errät es? – Kühlschrank-Temperaturen herrschen. Der erste richtig schöne Abend.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

09.05.09

Jetzt kommt's zum schönen Teil der Reise....

Wir beschließen, einen Strandtag einzulegen – damit ich auch zu meinem Recht komme. Es geht nach Clearwater Beach. Und was soll ich sagen: zwar auch Hochhäuser, aber der Strand – ist einfach nur traumhaft, wunderschön und weitläufig. Im Golf von Mexiko schwimmen gehen, im Sand liegen, die Sonne auf der Haut spüren – einfach nur schön. Und: es gibt sogar eine Strandbar. Nur meine Füße…. Die Apotheke wird mein Stamm-„Lokal“. Unglaublich – dort bekommt man wirklich alles, wofür man hier zum Arzt latschen muss. Antibiotika, Kortison-Creme, höher dosierte Schmerzmittel, Aspirin im 500er-Pack, etc…. Außerdem gibt es für alle Fälle einen Arzt - man stellt sich an einem Schalter an, spricht mit ihm - und bekommt ein Rezept ausgestellt. Aber ich brauche nur was für die Füße.

 

Auf dem Rückweg nach New Port Richey halten wir in Tarpon Springs, bekannt für seine Naturschwämme. Und haut's mich wirklich aus den Schuhen: eine riesige griechische Gemeinde mit einer riesengroßen eigenen Kirche – und alles auf griechisch gemacht. So schön das auf den ersten Blick ist, fast wie nach Hause kommen – aber in Wirklichkeit finde ich es nicht wirklich schön. Wie Griechenland in Miniaturform á la Disneyland, die Griechen haben sich hier ein kleines Duplikat geschaffen. Zumindest kann ich hier ein wenig Griechisch sprechen. Aber das muss man sich mal überlegen: ich reise um die halbe Welt – und kann in den USA Griechisch üben… Griechisches essen dort ersparen wir uns und sind gehen lieber wieder in New Port Richey essen. Diesmal in einer anderen Kneipe am Fluss, sehr urig gemacht. War einfach nur schön.

Aber nichtsdestotrotz bleibt mein erster Eindruck: Florida ist ein riesiges Gewerbegebiet, es ist überall relativ laut, ich frage mich ernsthaft, wie so viele Läden überhaupt überleben können. Gemütlich essen gehen: der Amerikaner bekommt direkt nach dem Hauptgericht seine Rechnung und geht dann auch wohl üblicherweise. Natürlich kann man noch etwas bestellen und sitzen bleiben – aber irgendwie ist das hier und überhaupt in Europa doch etwas anders. Mir fehlt ein wenig die Gemütlichkeit. Aber etwas sehr Positives muss ich auch feststellen: wir können uns hier eine riesengroße Scheibe von der Freundlichkeit der Amerikaner abschneiden – ebenso wie von der Servicebereitschaft!

     

  


 

 

 

 

10.05.

Bevor wir zu Dirks Freunden fahren, schauen wir uns den eigentlichen Ortskern von New Port Richey an. Und was soll ich sagen.... Ein absolut schnuckeliger, kleiner Ort. So, wie man ihn sich vorstellt. Der erste Ort, der meinen Vorstellungen entspricht. Es ist Sonntag und es gibt einen Trödelmarkt, ist aufgebaut wie ein Turnierplatz bei Ritterspielen. Mit wirklich schönen, hochwertigen Sachen. Und die Leute sind so nett und freundlich - und alle, mit denen wir sprechen, fragen, wo wir herkommen - weil mein Akzent so 'cute' sei... Was meinen die bloß? Nur weil ich kein th-kann? So geht es mir noch häufig im Urlaub. Hinterher weiß ich auch wieso... hab' einen Film in O-Fassung gesehen. IQ mit Meg Ryan und Walter Matthau, wo er Albert Einstein spielt - und mit deutschem Akzent spricht. Hab' sehr geschmunzelt, weil es sich wirklich so was von absolut DEUTSCH anhört... Aber egal, Hauptsache man versteht mich. Für eine Bootstour auf dem Fluss haben wir p.P. $ 5,- bezahlt, umgerechnet keine € 4,-. Dafür würde man hier in Köln p.P. locker € 10,- nehmen.


Fazit: es gibt sie, die netten kleinen Orte. Und nicht nur Gewerbegebiete. Fange ernsthaft an, mich für die Häuserpreise zu interessieren...

Dirk's Freund Todd und seine Frau Sunny sind sehr, sehr nett - ich bin soooo froh, dass die Chemie zwischen uns und den beiden passt. Schließlich kannten sie mich nicht und ich die beiden nicht. Und wir hatten ja geplant, ein paar Tage dort verbringen. Ein schnuckeliges kleines Häuschen in einem dieser Wohnparks in Weeki Wachee. Am Anfang zwar etwas anstrengend für mich, nur noch Englisch zu hören und zu sprechen - aber auf einmal geht das alles ganz einfach. Und welch ein Erfolgserlebnis: ich verstehe Dinge auf Anhieb!

   

 


 

 

 

 

11.05.
Eigentlich wollten wir heute nochmal zum Strand nach Clearwater. Aufgrund des nicht idealen Wetters fahren wir aber in den Wildlife Park nach Homossassa Springs. Ich sehe zum ersten Mal in meinem Leben Manatis, das sind Rundschwanzseekühe. Leider sind die Fotos nicht wirklich erkennbar, deswegen nur ein paar andere Eindrücke. Ein wirklich toller Park, sowohl von der Vegetation als auch von den Tieren her. Das MUSS man gesehen haben.

   

   

 

Weitere Highlights 12.05. - 19.05.09

- wir fahren noch einmal nach Clearwater Beach. Und ich sehe zum 1. Mal in meinem Leben Delfine in freier Wildbahn! Wir schwimmen im Meer schwimmen - und auf einmal springen ca. 40-50 m vor uns Delfine im Wasser. Irre - absolutes Gänsehaut-Feeling!!!! Schade, dass dann Motorboote die Idylle stören.

- ein ebenfalls netter, kleiner Ort ist Brooksville. Für die USA gar ein historischer Ort, wurde 1845 gegründet. Ein Ort mit Cafés, Restaurants, schönen Straßen und Häusern. Nette Atmosphäre

   

- Sunny und ich gehen alleine shoppen und machen einen Frauenabend. Witzig - eine Chinesin und eine Deutsche, die sich auf Englisch unterhalten. Und sie hat meinen 1. Eindruck von Florida bestätigt - auch sie empfand es anfangs so, dass alles gleich aussieht und ein Gewerbegebiet nach dem nächsten kommt. Inzwischen gefällt es ihr aber in Florida sehr gut.

- wir machen eine Bootstour und gehen im offenen Meer vom Boot aus schwimmen. Sunny und Todd angeln, Dirk und ich sonnen uns, gehen schwimmen und genießen einfach das Meer. Das Leben ist einfach und schön.

 - wir fahren zusammen nach St. Petersburg. Absolut sehenswert! Der Strand soll auch sehr schön sein, aber wir bummeln im Hafen herum. Und mal wieder typisch für dort: wir gehen aufs Pier, fahren mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform - und zahlen keinen Cent. Oben ist ein Restaurant - mit ganz normalen, zivilen Preisen. Auch das wäre hier mit Sicherheit anders... Um in Köln auf den LVR-Turm mit Aussicht zu kommen, berappt man schon p.P. € 3,-. Überhaupt - hier ein Boot liegen haben... DAS wär' was. Aus meiner Sicht ein Ort, den man bei der Reiseplanung mit berücksichtigen sollte.

    

- leider haben wir dann Pech mit dem Wetter. Nach 4 Monaten Trockenheit und Dürre (kleine Seen sind schon ausgetrocknet) fängt es an, in Strömen zu regnen. Temperatursturz von ca. 33 Grad auf schlappe 16 Grad. Die Außentemperaturen passen sich den Innentemperaturen von Shopping-Malls an... Wir haben 48 Stunden Dauerregen, kommen uns vor, wie an der Nordsee. Die ganze Nachbarschaft von Todd fragt an, ob wir nicht nächstes Jahr zur gleichen Zeit wieder nach Florida kommen möchten - wir sind 'rainman'... normalerweise regnet es dort zu dieser Jahreszeit mal für 2-3 Stunden, dann kommt die Sonne wieder heraus. Nicht dieses Mal... Bleiben deswegen länger als geplant bei den Beiden. Lohnt sich nicht, bei Regen zu den Everglades oder Keys zu fahren. So ein Pech. Tja - da kann man machen nix. Also ist Kultur angesagt.

 


 

 

 

 

20.-22.05
Wetter hin oder her - die letzten 2 Tage brechen an, wir müssen uns auf die Socken machen. Von Weeki Wachee im Norden bis Miami im Süden fährt man locker einen ganzen Tag, das muss ja nicht sein.

Wir verabschieden uns schweren Herzens und fahren nach Naples, wo wir die letzen 2 Tage verbringen. Naples, eine der reichsten Städte Floridas. Stadt der Millionäre - und der älteren Generation. Aber: ein total schöner, süßer Ort. Man kann vom Hotel aus zu Fuß essen gehen, etwas trinken gehen - so, wie ich das gerne mag. Ich empfand das Publikum allerdings nicht überaltert, es waren auch viele Familien dort. Und: ein Strand, wie ich ihn mir in der Karibik vorstelle. Palmen, bis zum Strand herunter. Einfach nur ein Traum. Und wir haben Glück, können noch 2 Tage zumindest bis zum frühen Nachmittag den Strand genießen.

Fazit: nach der ersten Enttäuschung möchte ich auf jeden Fall nochmal nach Florida, die Dinge sehen, welche aufgrund des ungünstigen Wetters nicht möglich waren. Aber: auf gar keinen Fall über Miami und die Atlantikküste, sondern diesmal direkt über Fort Meyers an die Golfküste. Die Golfküste ist von der Vegetation sowie vom ganzen Gefühl her einfach schöner und auf jeden Fall eine Reise wert. Und dass Florida nicht nur aus Strand besteht, weil gerade im Norden auch Mangroven-Gebiet ist - das weiß ich jetzt und kann mich darauf einstellen. Wissen muss man, dass man wirklich fast alles, wirklich ALLES mit dem Auto machen muss. Brot kaufen, essen gehen, etwas trinken gehen. Selbst in einer Mall fährt man irgendwann das Stück von der Apotheke zum Supermarkt mit dem Auto. Und ganz wichtig: man muss wirklich wissen, wo man hingehen kann, wenn man nicht drinnen essen möchte. Auf jeden Fall wird beim nächsten Mal nicht mehr direkt losgefahren sondern erstmal 2-3 Tage am Strand relaxt. Dann herumfahren, erkunden, Freunde besuchen - und die restlichen Tage wieder noch ein bisschen herunterkommen. Mal sehen, wann es nochmal dorthin geht... Hätten wir gerade Geld übrig, würde ich glatt überlegen, dort ein Haus zu erwerben. Die Gelegenheit wäre gerade günstig. Aber was soll's - wer weiss, was wir noch alles sehen werden.

     

   

Was allerdings einen Teil der Urlaubsfreude trübte, ist definitiv der Rückflug! Meine schlimmsten Alpträume werden wahr... das Flugzeug hatte eine andere Bestuhlung als auf dem Hinflug, selbst ich konnte meinen Kopf kaum anlehnen und passte gerade so in den Sitz. Keine Bewegung möglich, dazu natürlich ein Nachtflug. Diese Maschine war für einen Langstreckenflug eine Zumutung und absolut ungeeignet. Danach wollte ich nie, nie, nie wieder fliegen!

Nichtsdestotrotz - Florida, wir kommen auf jeden Fall wieder! Ich möchte schließlich unsere Freunde wiedersehen - und natürlich das sehen, was auch aufgrund des schlechten Wetters versäumt habe... Und wer mehr Bilder von diesem Urlaub sehen möchte: schaut einfach in die Galerie... USA/ Florida 2009

 


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