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Start Reisen Kreta Kreta 2009 - 10 Tage Süden und Nordosten

Kreta 2009 - 10 Tage Süden und Nordosten

Beitragsseiten
Kreta 2009 - 10 Tage Süden und Nordosten
Festos + Spili
Chania
Sivas, Kouses + Lentas
Fahrt nach Mochlos über Iearapetra
über Sitia nach Vai
Agios Nikolaos
Elounda
Heimkehr
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Auch in 2009 steht noch einmal Kreta auf dem Programm. Ich möchte gerne 2 Wochen fliegen - Dirk nur 1 Woche. Tja - was nun? Wir haben uns auf einen Kompromiss geeinigt: 10 Tage.... davon 6 Tage wieder Kalamaki, 4 Tage Nordosten, neues Terrain erkunden - insgesamt könnt Ihr uns über 1.200 km begleiten...

 

 

Fr, 28.8.09 + SA, 29.08.09

Morgens um 5.25 h geht unser Flieger – endlich. Sind total gestresst und sind einfach nur reif für die Insel. Aber wer kennt das nicht… Müde, sehr müde, aber glücklich, wieder da zu sein – nach nur 3 Stunden Flug sind wir schon da. Raus aus dem Flieger, rein in die Halle –und unglaublich aber wahr: das Band mit den Koffern läuft schon, unser Koffer ist direkt am Anfang dabei . Irre – so schnell hatte ich die Koffer noch nie!

Ab zum Mietwagenverleih, Auto übernehmen, noch schnell einen bereits vorhandenen Schaden protokollieren lassen – und auf geht’s nach Kalamaki. Ein paar Kamikaze-Fahrer unterwegs – tja, wir schütteln den Kopf, ich bin froh, dass nicht ich fahren muss – wir sind wieder auf Kreta.

Erstmal zum Apartment. Da wir letztes Jahr zum ersten Mal dort waren habe ich nicht erwartet, sofort so herzlich begrüßt und in Empfang genommen zu werden. Erstmal gibt’s Frappé und eine Kleinigkeit zu essen, es wird erzählt – und dann ist unser Zimmer fertig. Wir haben nur eines im Sinn: schlafen, schlafen, schlafen… Erfrischt wachen wir auf, packen die Badesachen und gehen zum Strand. Francesco sieht uns schon von weitem, da muss erstmal was getrunken und erzählt werden. Relaxen am Strand, das erste Bad im Meer - da sieht die Welt schon etwas anders aus. Das Leben ist schön :-) Abends lecker essen, Rundgang durch den Ort – und auch hier sind wir überrascht, dass wir von dem ein oder anderen sofort wiedererkannt werden. Schön ist das, ein wenig wie nach Hause kommen.

Noi, unsere Vermieterin, schlägt uns am nächsten Tag direkt einiges an Programm vor. Markt in Mires, eine ca. 45min-Wanderung, etc. Aber wir sind so urlaubsreif und müde, dass wir noch einen Strandtag einlegen. Keine Sorge – es kommen schon noch andere Orte, wir sind in den 10 Tagen ja wieder 1.200 km gefahren…

Nachmittags haben wir genug von Strand und Meer und fahren noch nach Agia Galini. Wir waren diesmal sehr begeistert, der Ort hat nachmittags eine richtig schöne, entspannende Atmosphäre. Einige Fischerboote laufen ein, die wir von unserem Platz im Café bei einem φραπέ παγωτό gut beobachten können. Ein Rundgang durch den Ort. Dirk ist total fasziniert von einer alten Dame, aber sie spricht nur griechisch. Und somit komme ich zum Einsatz – sie war sehr überrascht und wohl auch ziemlich geschmeichelt, dass er ein Foto von ihr machen wollte. Wir haben noch ein wenig geschwatzt und sind dann wieder zurückgefahren. Natürlich nicht ohne zu versprechen, im nächsten Jahr , auf jeden Fall aber beim nächsten Mal einen Abzug mitzubringen. Sehr fotogen, die Dame. Schade, ich habe nicht gefragt, ob ich das Foto veröffentlichen darf. Aber ein paar andere Fotos von Ag. Galini sollten kein Problem darstellen…

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So, 30.08.09

Sonntag ist es so heiß, es ist kaum auszuhalten. Unglaublich. Trotzdem – ein weiterer kompletter Strandtag – das geht nicht, keine Lust. Also auf zum geplanten Programm: Besichtigung von Festos.

Wir fahren von Kalamaki nach Kamilari – und ich bin wieder einmal froh, dass Dirk fährt und nicht nicht. Wir biegen in den engen Gassen falsch ab und landen in einer superengen Gasse, alles voller Menschen, Tische, Stühle, die Leute trinken Kaffee oder sonstiges und bestaunen uns Touristen mindestens genauso, wie wir die Szenerie. Dirk muss sich aufs Fahren konzentrieren – wenn hier ein Auto entgegen kommen sollte…. Aber er ist ein souveräner Fahrer und wir haben Glück, es kommt kein Auto entgegen. Beschilderung ist Glückssache, wir fahren nach Gefühl, finden aber wieder die Straße nach Festos. Der Parkplatz ist noch ziemlich leer, noch keine Reisebusse da. Gut, dass wir es nicht weit hatten, wieder einmal Glück gehabt. Festos gehört uns fast alleine.

Wir schlendern zum Eingang hoch, die Steine sind in der Hitze verdammt glatt. In die Kakteen sind Namen eingeritzt, Feigenbäume – und ein fantastischer Blick. Ich bin nicht sicher: bin ich wirklich auf Kreta – oder in der Toskana?

Ich persönliche mache mir nicht allzu viel aus ‚toten Steinen‘ – Geschichte hin oder her. Aber der Besuch in Festos lohnt sich allemal. Wir sind einige Zeit dort, perfekte Motive, um die Kameras auszuprobieren. Wir sind gerade fertig, können auch nicht mehr aufgrund der Hitze – da kommen die ersten anderen Touristen… und noch ganz viele. Die Reisebusse sind da, wir sind schon durch. Hurra. Erstmal eine kleine Erfrischung im Schatten und etwas trinken.

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Obwohl es so heiß ist haben wir immer noch keine Lust auf Strand. Also, was tun? Ok – Spili haben wir letztes Jahr so oft durchfahren, wir konnten den Ort nicht mehr sehen. Wollten schon gar nicht mehr etwas unternehmen, wo wir schon wieder durch Spili müssen. Aber – angesehen, nein angesehen hatten wir uns Spili nicht. Also – nichts wie hin...

Wir bummeln durch den Ort, schauen uns den Löwenbrunnen an und trinken selbstverständlich das Wasser. Lecker. Die Kirche hätten wir uns auch gerne von innen angesehen – aber da wir nicht angemessen gekleidet waren, haben wir darauf verzichtet. Inzwischen ist es Mittag – Zeit für einen Imbiss. Wir setzen uns oben in ein Café mit Blick auf den Brunnen und den Platz. Und staunen: eine Männerrunde trifft sich – und die Herren trinken in der absoluten Hitze…. Raki (quasi wie Grappa). Ok – ist wohl üblich. Aber wenn ich mittags einen Raki trinken würde – oh je… da mag ich gar nicht dran denken. Ein Raki nach dem nächsten macht drüben die Runde….Großes Palaver, es kommen immer mehr hinzu, manche gehen wieder - und immer mehr Raki. Nun gut. Jeder, wie er mag. Wir bleiben bei unserem Wasser bzw. Cola und schauen uns die Szene an. Danach geht’s zurück nach Kalamaki und es zieht uns dann doch noch für 2 Stündchen an den Strand.

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Am nächsten Tag steht Chania fest auf dem Programm – meine Lieblingsstadt. Wir fahren fast 2 Stunden, es zieht und zieht sich. Unterwegs in Spili wird erstmal gefrühstückt, nach dem gestrigen Besuch wissen wir, wo der Bäcker ist.

Chania ist wie üblich Verkehrschaos pur – und wieder einmal: wie gut, dass Dirk sooooo gerne Auto fährt…. Wir bekommen natürlich den Weg abgeschnitten, landen dadurch in einer ganz anderen Straße als geplant – und somit auch auf einem anderen Parkplatz. Ok – nichtsdestotrotz auf zur Markthalle, das ist fester Programmbestandteil. Empfindlich darf man da allerdings nicht sein –es gab ziemlich eklig aussehende Fische dort. Und das von mir – ich esse sehr, sehr gerne Fisch! Aber diese Fische…. Nicht aufgrund des Geruchs, nein, war alles frisch. Aber das Aussehen… naja – auch hier wieder: zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden. Ich mag die Atmosphäre in der Markthalle - dieses Gewusel, die ganzen Waren schauen...

Trotz des festen Vorsatzes, dieses Jahr KEINE Tasche zu kaufen, lande ich in meinem Stammladen –und erstehe natürlich doch eine Tasche. Das war es mit den guten Vorsätzen…. Wir bummeln weiter Richtung Hafen und trinken und essen erstmal was im Φεα. Ein Bekannter, der Verwandte in Chania hat, meinte, wir müssten dort unbedingt hin, da man dort von oben einen wunderbaren Blick auf das Geschehen hat, ohne selbst mittendrin zu sein. Und es stimmt – ist wirklich nett dort und relativ ruhig.

Nach der kleinen Stärkung bummeln wir wieder ziellos durch die schönen Gassen dort und beschließen: irgendwann werden wir in einem Urlaub mal ein paar Tage in Chania bleiben – ich möchte zumindest mal einen Abend dort verbringen, die Atmosphäre stelle ich mir fantastisch vor. Erst recht wenn ich nach den Nachtaufnahmen gehe, von denen ich einige Fotos gesehen habe. Bei einem Hotel konnte man auch in die Zimmer schauen... nett. Aber man kann nicht alles haben – es gibt ja auch noch ein nächstes Mal. Und wie immer lassen wir den Chania-Besuch im Café neben dem nautischen Museum ausklingen. Ist und bleibt mein Lieblingsplatz für einen Frappé dort. Mehr Worte kann ich zu Chania nicht finden, ohne dass es in Schwärmerei ausartet.

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Dienstag:

Heute wollen wir einen Strandtag einlegen . Aber: Wind, Wind, Wind… und wer Kalamaki kennt weiß, dass ein Strandtag dann nicht wirklich Freude bereitet. Also – was tun? Uns fällt ein, dass wir letztes Jahr so begeistert von Lentas waren. Ok – Badesachen gepackt und los geht’s. Natürlich nicht ohne einen Umweg...

Erstmal nach Sivas, in den Töpferladen dort und einen Auftrag für eine Bekannte ausführen. Wobei das nicht ganz uneigennützig war – ich musste natürlich auch noch etwas erstehen. Danach wollten wir unbedingt nach Kouses, ins Botano. Der Bericht darüber auf Arte hatte uns so angesprochen – das mussten wir uns persönlich ansehen. Ok – den Weg von den Herren im Kafenion von Sivas erklären lassen (wie – die Touristen versteht Griechisch... kann doch gar nicht sein... also am besten alle drauflos reden, damit sie auch ja nur die Hälfte versteht... lach) und weiter geht’s Kleine, enge Seitenstraße, aber kaum befahren. Allerdings - ob dort wirklich immer 2 Autos nebeneinander her passen... Doch wen interessiert's. Es geht immer.

Von dem Kräuterladen waren wir total begeistert, so eine nette Atmosphäre und unglaublich liebevoll eingerichtet. Er selbst ist leider nicht da, hat Geschäfte in Mires zu erledigen. Aber seine Frau. Auf meine griechische Einleitung/ Vorstellung antwortet sie in fehlerfreiem Deutsch. Sie ist in Deutschland zur Schule gegangen und hat es nicht verlernt. Bei einem kleinen Tee lassen wir die Atmosphäre auf uns wirken. Der Ausblick vom kleinen Balkon/ Terrasse über das Tal ist fantastisch. Ich bin ehrlich: für mich persönlich wäre so ein Bergdorf zu klein, zu eng – aber die Beiden haben sich dort sicherlich ein kleines Paradies geschaffen. Nach Beratung entscheiden wir uns als Mitbringsel für unsere Vermieterin für ein Kräutersalz – und vergessen ganz, uns selbst was mitzunehmen. Aber zum Glück gibt es ja das Forum mit guten Geistern... :-) Fazit: ein Besuch in diesem Laden lohnt sich allemal, wenn man gerne kocht oder sich für Kräuter interessiert!

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Wir fahren dann weiter Richtung Lentas. Diesmal allerdings nicht die Küsten- sondern die ‚normale‘ Straße. Zwischen dem letzten größeren Ort und Lentas fährt man lediglich durch ein kleines Bergdorf. Ansonsten: eine halbe Ewigkeit nichts, einfach gar nichts – nur die Berge, die Natur, der Wind. Absolute Einsamkeit, so kommt mir das vor. Und ich entdecke für mich, was mir bei meinem Florida-Urlaub im Mai gefehlt hat. Es war gar nicht das ‚mediterrane Feeling‘, das Bummeln abends über eine Strandpromenade oder durch einen Hafen, oder….. nein, das war es nicht. Wir machen auf dem Weg nach Lentas zwischendurch, sobald man das Meer wieder sehen kann, eine kleine Pause. Und hören nichts als den Wind. Nur Natur drum herum. Es ist dieses Gefühl, das man dort bekommt, wenn man sich darauf einlassen kann – ein anderes Gefühl für Dimensionen, Raum und Zeit. Etwas, das uns hier im hektischen Alltag leider viel zu oft verloren geht. Das muss und soll nicht jeder nachvollziehen für sich – aber vielleicht geht es dem ein oder anderen ähnlich?

Lentas hat uns wieder sehr gut gefallen. Wir nehmen erst einen Imbiss zu uns und legen uns dann an den Strand. Man kann auf dem Meer sehen, wie windig es ist – aber die Bucht liegt so geschützt – wir bekommen nichts davon mit. Als Urlaubsort würde ich persönlich mich nicht für Lentas entscheiden, da es mir zu ‚weitab vom Schuss‘ wäre – man fährt gut 1,5 Stunden zurück in die ‚Zivilisation‘. Aber für einen Tagesausflug oder ein paar Tage zum Abspannen ist der Ort wirklich perfekt.

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Mittwoch:
Es ist wieder sehr windig – zu unserem Leidwesen, denn heute haben wir ein kleines Treffen mit Bekannten. Und Kalamaki zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite… Aber es ist nicht zu ändern. Wir gehen also Richtung Strand und harren der Dinge, die da kommen werden.
Kurz vor Mittag sehe ich drei Personen oben auf der Straße suchend stehen und denke mir, das könnten sie sein – und so war es. Wir haben erstmal was getrunken und ein wenig erzählt. Zum Essen war es uns allen noch zu früh, also haben wir uns noch ein wenig an den Strand gelegt. Aber irgendwann ging es gar nicht mehr – es sei denn, man mag es, wenn der Sand einen um den Körper peitscht. Tja – und was macht man da? Richtig… essen. Wir haben eine nette Zeit zusammen verbracht. Abends sind wir noch bei unserer Vermieterin zum Abendessen eingeladen – sie hat sich ganz schön viel Mühe gegeben. Wir haben einen sehr netten, kurzweiligen Abend verbracht. Und ihren Mann kennengelernt – er könnte hier glatt als Mario Adorf durchgehen...

Am nächsten Tag heißt es packen und Abschied nehmen – wir versprechen, wiederzukommen. Was uns fehlt ist dieses Jahr ein Foto von den Sonnenuntergängen - wenn das kein Grund ist, wiederzukommen...

Wir fahren los nach Ostkreta – wo wir die restlichen 4 Tage verbringen werden.


 

 

 

 

Donnerstag:
Wir sind noch nicht wirklich fit, war etwas... hmm... spät abends, fahren aber wie geplant Richtung Ostkreta. Unser Ziel: ein kleines Fischerdorf namens Mochlos. Wir kennen den Ort nicht, gemäß Google earth sieht der Ort aber auf jeden Fall sehr klein aus. Übers Internet an Unterkunft zu kommen war auch gar nicht so einfach. Es gibt zwar eine Homepage von Mochlos, auf welcher auch die Vermittlung von Unterkünften angeboten wird. Schade nur, dass die Betreiberin der Homepage so gar nicht reagiert auf Anfragen per mail. Auch telefonisch war die Dame nicht zu erreichen. Nun gut, dann eben nicht… Wir haben die Unterkunftsfrage dann anders gelöst und sind gespannt, was uns erwarten wird.

Wir fahren durch die Messara erstmal Richtung Ierapetra. Was uns auf der Fahrt erwartet ist eine atemberaubende Landschaft. Alles grün, sehr wechselhaft. Wir beschließen: das schauen wir uns irgendwann einmal genauer an. Unterwegs wird auf einmal die Straße immer breiter, wir stoßen auf einen ausgebauten, riesigen Kreisverkehr. Ich bin nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, es war bei Pirgos. Wir fragen uns, was dieser Kreisverkehr dort soll – und denken uns ‚ok – hier fließen also die EU-Gelder hin…‘ Nun denn.

Weiter geht’s bis Ano Viános, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Der Name kommt mir bekannt vor, ich will es genauer wissen und schaue im altbewährten Fohrer nach. Und lese von dem Massaker, welches die Deutschen im Zweiten Weltkrieg dort angerichtet haben. Danach kann ich nicht mehr ganz unbefangen durch den Ort gehen. Auch wenn ich nichts dafür kann, was damals geschehen ist – ich habe ein komisches Gefühl. Nichtsdestotrotz schauen wir uns die Kirche an und schlendern durch den Ort. Als wir weiterfahren wollen landen wir mitten in einem Verkehrs-Chaos - zwei Lieferwagen können nicht aneinander vorbei auf der engen Straße. Tja - und zurücksetzen, damit jemand vorbei kann... nein... das geht ja gar nicht...

Danach wollten wir eigentlich weiter Richtung Keratókambos - aber wir sind heute nicht so entdeckungsfreudig wie sonst und haben keine Lust auf Schotterpiste. Unser eigentlicher Plan war, dass wir nach Arfi und weiter über Schotter-, Beton- und Asphaltstrasse mitten durch die Anbaugebiete von Bananen, Orangen usw. bis nach Mirtos fahren. Doch wir sind später als geplant losgekommen und heben uns diesen Abschnitt für einen künftigen Kreta-Besuch auf. Wir bleiben auf der Hauptstraße und fahren weiter nach Ierapetra. In Ierapetra finden wir sofort den Weg zu einem Parkplatz, stellen den Wagen ab und gehen am Fischerhafen vorbei Richtung Kastell, welches selbstverständlich sofort besichtigt wird. Es ist Mittagszeit – Zeit, etwas zu essen. Wir schlendern die Strandpromenade entlang und setzen uns spontan in ein Lokal, direkt am Sandstrand. Nach einem Blick rundherum stellen wir fest, dass wir die einzigen Touristen sind – ein gutes Zeichen, wie wir hoffen. Und wir werden nicht enttäuscht. Es gibt Meze, welche wir bisher nicht auf vielen Speisekarten gesehen haben. Unter anderem meine geliebten mit Käse gefüllten Auberginen in Tomatensoße, sehr leckere gefüllte Wein- und Kohlblätter, etc. Wir lassen es uns gut gehen, eine gewisse Trägheit kommt auf – kurz gesagt: Suppenkoma… Da hilft nur ein kleiner Spaziergang. Leider haben um die Mittagszeit alle Geschäfte geschlossen. Ierapetra vermittelt jedoch den Eindruck einer netten Kleinstadt. Aber so richtig – nein, so richtig packt uns die Gegend nicht. Wir sind gespannt, was uns auf der anderen Seite der Insel im Nordosten erwartet und fahren weiter, nach Mochlos, unserem Ziel für die restlichen Tage.

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Reine Fahrtzeit sind nur ca. 35 min. Wir biegen von der Hauptstraße nach Mochlos ab – und überlegen mehrfach, ob wir hier wirklich richtig sind… Man hat manchmal das Gefühl, die Straße hört plötzlich auf und man stürzt jeden Moment ins Meer… Der Steinbruch dort ist auch nicht wirklich schön anzusehen. Aber wenn man erstmal unten ist, hat sich die Mühe gelohnt. Mochlos ist ein kleiner Ort und hat zum Glück keinen richtigen Strand.

Warum zum Glück? Weil sich ansonsten sicherlich der Charme dieses kleinen Ortes nicht bewahrt hätte und jede Menge Pauschal-Hotels dort angesiedelt wären. Doch so ist dies wirklich ein Ort der Ruhe und zum Abschalten. Wir finden unsere Unterkunft – und sind erstmal begeistert: die Terrasse hat direkten Blick auf das Meer, den Ort und die vorgelagerte Insel Mochlos. Wunderschöne Bougainville umranken das Haus. Auf den zweiten Blick sind wir nicht mehr ganz so begeistert – das Bett ist 1,80 m, maximal jedoch 1,90 m lang, hat ein hohes Fußende –und Dirk ist 1,91 m groß. Nun denn – da muss er jetzt durch. Ansonsten ist das Studio vollkommen in Ordnung – eben griechischer Standard.

Abends schlendern wir in den Ort, welchen man fußläufig in ca. 5 min erreicht und gehen erstmal in die wärmstens empfohlene Taverne ganz am Ende des Hafens. Dort lernen wir auch unseren Vermieter kennen. Wir sind einfach nur müde und beschließen nach dem Essen, den Abend oben auf unserer Terrasse bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen. Abends beim Einschlafen hören wir das Meeresrauschen… dabei schläft man doch gerne ein. Am nächsten Morgen bin ich unglaublich früh wach und kann nicht mehr schlafen. Ich stehe auf und setze mich auf die Terrasse –und sehe einen unglaublich schönen Sonnenaufgang.

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Freitag….

Nach dem wunderschönen Sonnenaufgang sitze ich irgendwann auch nicht mehr allein auf der Terrasse. Es gibt Joghurt mit Honig (hmmm – lecker) und den üblichen Nescafé. Danach Tasche gepackt und auf, Richtung Sitia. Es stehen Sitia, das Kloster Toplou und Vai auf dem Programm.

In Sitia war ich in der Vergangenheit erst einmal und von da habe ich es nicht in positiver Erinnerung. Nun denn, wir werden sehen… Die Landschaft gefällt uns sehr gut, wir sind überrascht, wie wenig befahren die Hauptstraße ist. Dirk hat sich nämlich inzwischen so gesteigert, dass er selbst Einheimische ohne mit der Wimper zu zucken überholt. Zwischendurch wieder eine Verbreiterung, alles ist zum Teil sehr gut ausgebaut – wir vermuten, die EU lässt grüßen…

In Sitia angekommen beschließen wir, erstmal eine kleine Pause zu machen. Der Parkplatz ist wegen Überfüllung geschlossen, aber wir können in einer kleinen Seitenstraße parken. Wir sind überrascht – der erste Hafen hier, in welchem einige Segelyachten liegen. Ein Grieche war sehr erfinderisch und hat sich einen Sonnenschutz für sein Boot gebastelt. Auch der Strand ist – für Stadt-Verhältnisse – schön. Wir bummeln die Strandpromenade entlang Richtung Festung und laufen nach oben. Ganz schön anstrengend in der Hitze. Aber es lohnt sich – die Festung ist offen, man hat einen schönen Blick von dort aus. Durch die kleinen Gassen bummeln wir weiter, kommen an einem kleinen Hotel vorbei, welches uns direkt anspricht. Später haben wir nachgelesen, dass es auch in einigen Reiseführern steht. Nachteil ist: es gibt nur 1 Zimmer mit Bad und WC, ansonsten gibt es ein Etagen-Bad bzw. –WC. Leider nix für uns. Zurück an der Strandpromenade trinken wir etwas, beobachten einen Kinder-Segelkurs mit Optimisten und schauen noch mal nach den Öffnungszeiten für das Kloster Toplou. Wie könnte es anders sein – wir würden genau zur Mittagsruhe dort ankommen… Ok – also erst eine Kleinigkeit essen, Sitia noch etwas auf uns wirken lassen und erst dann weiterfahren. Der damalige Eindruck von Sitia ist revidiert, das kleine Städtchen gefällt uns gut. Auch hier wird es ein Wiedersehen geben - allein weil die Strecke dorthin so schön ist.

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Wir fahren weiter Richtung Kloster. Die Straße selbst ist eine Katastrophe, denn…. es ist gar keine Straße sondern Baustelle, über viele Kilometer hinweg. Wir fahren mehr schlecht als recht über Schotterpiste und weichen den Schlaglöchern aus. Sind wir hier wirklich richtig? Da kommt uns ein Reisebus entgegen – und wir sind sicher, keine Abfahrt verpasst zu haben.

Das Kloster Toplou liegt ziemlich einsam. Wir sind gespannt, da es immer als eines der Highlights auf Kreta beschrieben wird. Tatsächlich sind wir jedoch enttäuscht. Die Anlage ist klein, was man zu sehen bekommt ist lediglich ein – zugegebenermaßen sehr schöner, aber kleiner – Innenhof sowie ein kleines Museum. Da finde ich Preveli oder Agia Triada wesentlich interessanter. Aber gut – zumindest haben wir das jetzt auch einmal gesehen. Und ich erstehe ein Kochbuch - eine weitere Leidenschaft von mir. Ist ja nicht so, als ob ich keine Kochbücher hätte... Es wird in der kleinen angeschlossenen Gastronomie noch etwas getrunken – ein netter älterer Mann bedient und freut sich sehr, dass wir auf griechisch bestellen. Lustig wird es beim Bezahlen – er denkt, ich hätte ihn nicht verstanden und fängt an, mit den Händen zu zählen. Wir wechseln noch ein paar Worte und weiter geht's.

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Auf dem Weg nach Vai fahren wir ziemlich allein durch die Landschaft und sehen plötzlich auf der rechten Straßenseite Ziegen. Mitten im nichts. Eine Ziege hat sich richtig schön in Pose gestellt – das perfekte Modell. Kurz danach sehen wir einen kleinen, künstlich angelegten Tümpel und steigen noch mal aus, um die Ziegen zu beobachten/ zu fotografieren. Wir gehen ein Schritt auf den Tümpel zu – und auf einmal springen Hunderte von kleinen Fröschen aus dem Gras hoch und ins Wasser. Bei jedem Schritt geht das Gequake los – und man sieht Hunderte von kleinen Fröschen… Unglaublich. Wie sind die bloß dahin gekommen? Denn irgendwann muss ja mal jemand dort Frösche ausgesetzt haben. Oder?

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In Vai hat sich der große Parkplatz schon ein wenig geleert. Wir nehmen die Badesachen und gehen an den Strand. Nachmittags ist er nicht ganz so überfüllt und ich muss sagen – die Bucht ist wirklich wunderschön. Wir genießen die Sonne und das Meer. Die meisten Badetouristen sind weg, auch in der Taverne sitzen nur noch ein paar Griechen und trinken wie wir einen Frappé. Wir haben gar keine Lust, dieses schöne Fleckchen Erde zu verlassen. Aber natürlich muss es irgendwann sein und wir fahren über Palekastro zurück. Wir kommen erst spät in Mochlos an und machen uns noch einen schönen, entspannten Abend. Der Vollmond leuchtet über uns und erhellt die ganze Bucht.

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Samstag

Heute abend sind wir mit Bekannten verabredet – wir müssen also sehen, dass wir nicht zu spät wieder zurück sind. Heute stehen Agios Nikolaos und Kritsa auf dem Programm – natürlich nicht ohne unser Notfall-Pack, die unvermeidliche Badetasche… Auf der Fahrt nach Agios Nikolaos sehen wir wieder Polizeikontrolle, wir kommen jedoch vorbei ohne angehalten zu werden. Und staunen. Alles ist wahr – es stehen jede Menge Radarkontrollen auf der New Road – und alle sind entweder zerschossen, mit einer Haube abgedeckt oder gar aus der Verankerung gerissen und liegen auf dem Boden… Tja – das war wohl eine Fehlinvestition...

Wir fahren nach Agios Nikolaos rein und direkt auf den Parkplatz am Yachthafen. Dirk’s Herz geht auf – endlich ein Yachthafen mit vielen Segelbooten. Wir überlegen, ob wir nicht irgendwo anheuern und alles andere hinter uns lassen sollen. Er als Skipper und ich als… Gastgeberin? Wer weiß – vielleicht in einem anderen Leben… Und wir fragen uns: warum eigentlich gibt es auf Kreta so wenig Infrastruktur für Segler? Vielleicht kann mich ja jemand, der das hier liest, aufklären…

Wir gehen durch die Gassen, bummeln durch Geschäfte, ein Kräuterladen hat es mir besonders angetan. Aber natürlich kein Vergleich mit dem Laden in Kouses. Nichtsdestotrotz werden hier Produkte geführt von der Firma Bioaroma – noch jemand, der sich seinen Lebenstraum verwirklichen möchte. Ist auch sehr sympathisch im Fohrer beschrieben (S. 413). Das muss ich natürlich unterstützen und ein wenig einkaufen…

Wir schlendern weiter, Richtung See. Die Geschäfte von Agios Nikolaos haben sich voll auf die russischen Touristen eingestellt - in etlichen Läden hängen Schilder auf russisch. Der See gibt Anlass für eine ausgiebige Foto-Session. Was uns jedoch massiv stört sind die Werber, welche versuchen, jeden in das jeweilige Lokal zu ziehen. Genauso schlimm wie am Hafen in Rethymnon. Nun denn – uns kann das nicht beeindrucken. Wir wollen natürlich mit Blick auf den See kurz etwas trinken und landen in einem Eiscafé mit sehr sympathischen Betreibern. Jungs springen von den hohen Felsen in den See – wir kommen uns vor, als ob wir beim Dreh‘ eines Werbespots zusehen. Leider läuft gerade jemand durchs Bild, als wir die Szene fotografieren wollen.

Wir möchten jedoch auch noch etwas essen – und zwar kein Eis - und beschließen, dies in einem der Lokale beim Yachthafen zu tun. Also zurück schlendern, diesmal außen herum, an einem der Stadtstrände vorbei. Was für ein Luxus, mitten in der Stadt einen kleinen Strand zu haben. Am Yachthafen essen wir sehr gute Spaghetti (ja – wir wollten mal was anderes als griechisch essen) und beobachten eine Clique junger Mädchen – somit ist auch beim Essen für den Unterhaltungswert gesorgt.

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Ich möchte dann noch nach Kritsa fahren, da ich unbedingt die Kirche Panagia i Kera sehen möchte. Wir fahren erst daran vorbei, finden sie aber beim zweiten Vorbeifahren. Die Kirche ist über 600 Jahre alt und liegt in einer traumhaften Kulisse unter hohen Zypressen. Innen ist sie voller byzantinischer Fresken – ein Stop ist wirklich sehr empfehlenswert!

Hier haben wir auch die Begegnung mit Eleftheria, einer alten Dame aus Kritsa – mit einem ausdrucksstarken Gesicht – und einem unglaublichen Damenbart. Sie sitzt unter den Zypressen und häkelt. Wir kommen ins Gespräch und essen Trauben, welche sie uns anbietet. Nun denn – bei dem, was sie mir alles prophezeit hat, komme ich die nächste Zeit wohl nicht mehr nach da ich mich erstmal meiner wachsenden Familie widmen muss… Wir haben uns relativ lange unterhalten, die Begegnung beeindruckt uns sehr. Ich denke, sie hat schon viel gesehen in ihrem Leben. Dirk hört fasziniert zu und ich beschließe endgültig: ok, so ganz schlecht klappt das mit der Unterhaltung auf Griechisch nicht, das muss weiter ausgebaut werden. Fehlt nur noch der passende Lehrer...

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Wir haben noch etwas Zeit bis abends und sind ein wenig müde vom Mittagessen (ich sage nur: Suppenkoma…) und der Sonne. Da kommt uns doch ein Badestop und faulenzen am Strand gerade recht. Wir halten kurz hinter Ag. N. – ich glaube, es war Almiros – und steigen aus. Der Strand liegt zwar direkt an der Hauptstraße, aber aufgrund des Bambusschilfs hört man absolut nicht von der Straße und liegt geschützt.

Dann wird es höchste Zeit für die Rückkehr nach Mochlos – und unser Treffen mit unsere Bekannten. Wir sehen die Beiden sofort, da sie die einzigen Gäste im Lokal sind. Für abends haben wir uns wohl etwas zu früh verabredet. Aber das war auch gut so – es wurde ein sehr kurzweiliger Abend bei dem die Zeit nur so verflogen ist.

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Sonntag

Wir wollen einen reinen Badetag einlegen und überlegen, wohin es gehen soll. Noch mal nach Vai? Nein. Noch mal der Strand bei Ag. Nikolaos? Nein. Der Strand in der Nähe von Mochlos? Hmmm… vielleicht. Ach nee… lieber beim nächsten Mal. Wir schauen uns die Kreta-Karte an und beschließen, uns einmal Elounda anzusehen. Ist noch mal eine schöne Tour die Küste entlang und die Bilder von Elounda machen uns neugierig. Gesagt – getan. Von Agios Nikolaos aus biegen wir nach Elounda ab, kommen dort an – und sind enttäuscht. Für uns ein Touristen-Ort, wie er im Buche steht. Wir fragen uns, was hieran so toll ist – vor allen Dingen, weil die Unterkünfte (zumindest lt. Reiseprospekte) nicht gerade günstig sind. Nun gut, möge jeder ‚sein‘ Stück Kreta finden – zum Glück sind die Geschmäcker verschieden und die Insel ist groß. Der Strand ist ganz nett, wir haben keine Lust mehr, woanders hinzufahren. Zugegebenermaßen ist die Bucht sehr malerisch, also konnte es gar nicht ausbleiben, dass sich hier so viele Hotels und Tourismus ansiedeln. Mittags essen wir in einem Mini-Lokal eine Kleinigkeit – so schlecht haben wir im ganzen Urlaub noch nicht gegessen… Aber was sollen wir sagen – obwohl es uns dort nicht gefallen hat, waren wir froh, es einmal gesehen und ausprobiert zu haben. Wir wissen jetzt andere Dinge wieder wesentlich mehr zu schätzen.

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Spätnachmittags geht es zurück nach Mochlos, zu unserem letzten Abend dort. Wir gehen diesmal in eine andere Taverne – und ärgern uns, dass wir nicht von Anfang dorthin gegangen sind. Eine sehr warmherzige Atmosphäre dort, gutes Essen. Unsere Zimmervermittler kommen auch vorbei, sie möchten gerne unseren letzten Abend mit uns verbringen, wenn wir mögen. Na klar mögen wir – die Beiden sind sehr sympathisch. Wir möchten noch mal Fisch essen und bekommen von den Beiden Goldmakrele empfohlen. Der Fisch ist wirklich frisch gefangen, da die Goldmakrele im September/ Oktober dort in den Gewässern ist. Ein absolut fantastischer Fisch! Wir verbringen einen sehr netten, kurzweiligen Abend und steigen nach dem Essen mit den Beiden auf Raki um. Mehr brauch‘ ich dazu nicht zu schreiben, denke ich…. Die Beiden leben schon sehr lange auf Kreta, sie sind zur rechten Zeit damals ausgewandert. Was die Zwei jedoch auf Kreta vermissen ist das Gleiche, was wir vermissen würden: Eine Bäckerei mit der für uns selbstverständlichen Vielseitigkeit, Käse, bestimmte Gewürze, wenn man auch mal asiatisch kocht, u.a. Tauschen möchten sie jedoch nicht, sie haben dort ihren Weg gefunden und sind zufrieden.


 

 

 

 

Montag

Unser Flieger zurück geht erst abends. Wir gönnen uns als Abschluss des Urlaubs ein Frühstück in der netten Taverne und schlendern noch ein wenig durch den Ort. Das schlechte Wetter kündigt sich bereits an, in den Bergen hängen die Wolken, das Meer ist sehr unruhig. Wir packen unsere Koffer, verabschieden uns und fahren los, Richtung Heraklion. Wir hatten ursprünglich vor, unsere ‚Henkersmahlzeit‘ in Archanes zu uns zu nehmen und uns noch diesen Ort ein wenig anzusehen. Doch wir sind diesmal alle Beide etwas melancholisch, dass dieser Urlaub schon wieder vorbei ist. Wir beschließen, den Rest des Tages am Meer ausklingen zu lassen, in der von einigen empfohlenen Taverne am Strand von Karteros. Wir fahren gemäß Wegbeschreibung bei Chersonissos auf die Old Road. Dirk sieht das erste Mal Malia und Chersonissos – einziger Kommentar: das ist aber hardcore, was Du mir hier zumutest… In Karteros fahren wir erst an der Taverne vorbei – wir fahren hin und her… und denken, so blind kann man doch gar nicht sein… Ich frage an der Tankstelle mit einem Foto der Taverne in der Hand. Das Mädel schaut mich verständnislos an und meint, sie kenne die Taverne nicht, sie sei nicht von hier. Ein Kunde nimmt mir das Blatt aus der Hand, schaut darauf und macht erstmal die Bedienung an, warum sie die Taverne nicht kennt. Er fährt vor uns her und siehe da – kein Problem, wir kamen nur von der falschen Seite…

Wir verbringen dort den späten Nachmittag, sind die einzigen Touris und werden von der Bedienung beäugt. Komisch – überall auf Kreta hat man mich bisher bei der Bestellung verstanden, nur hier nicht… Egal. Am frühen Abend fahren wir schweren Herzens zum Flughafen. Ich weiß nicht wieso – aber der Abschied fällt mir jedes Mal verdammt schwer. Im Gegensatz zu anderen Berichten haben wir Glück und eine absolut unproblematische Abfertigung am Flughafen.


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Angekommen in unserer Wohnung muss ich sagen: schön, wieder im eigenen Bett zu liegen. Und schön, wieder ein schönes, komfortables Badezimmer zu haben. Wir wohnen eigentlich relativ ruhig hier in Köln, trotz der Stadtnähe. Aber die nächsten Tage kommt es uns noch unglaublich laut und hektisch vor. Nach den USA kam mir hier alles so klein vor, wie Miniaturformat. Und beschaulich. Nach Kreta merke ich wieder, dass ich in einer Großstadt lebe. Die natürlich auch ihre guten Seiten hat. Allein die Käsetheke im Supermarkt oder die Auswahl in der Bäckerei – das reinste Paradies... Ich frage mich die nächsten Tage immer wieder, warum eigentlich der Berufsalltag so hektisch geworden ist, man immer mehr unter Druck arbeiten muss. Und atme zwischendurch tief ein, erinnere mich an die Fahrt nach Lentas – und sehe alles wieder ein wenig ‚siga, siga‘….

1.200 km Kreta, viele Erlebnisse, nette Menschen kennen gelernt - schön war es. Danke schön an Euch für’s Mit-Lesen und Mit-Reisen. Und wie heisst es so schön: ta leme…. Und: nach dem Urlaub - ist vor dem Urlaub...

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