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Start Reisen Kreta Kreta 2009 - 10 Tage Süden und Nordosten - Fahrt nach Mochlos über Iearapetra

Kreta 2009 - 10 Tage Süden und Nordosten - Fahrt nach Mochlos über Iearapetra

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Donnerstag:
Wir sind noch nicht wirklich fit, war etwas... hmm... spät abends, fahren aber wie geplant Richtung Ostkreta. Unser Ziel: ein kleines Fischerdorf namens Mochlos. Wir kennen den Ort nicht, gemäß Google earth sieht der Ort aber auf jeden Fall sehr klein aus. Übers Internet an Unterkunft zu kommen war auch gar nicht so einfach. Es gibt zwar eine Homepage von Mochlos, auf welcher auch die Vermittlung von Unterkünften angeboten wird. Schade nur, dass die Betreiberin der Homepage so gar nicht reagiert auf Anfragen per mail. Auch telefonisch war die Dame nicht zu erreichen. Nun gut, dann eben nicht… Wir haben die Unterkunftsfrage dann anders gelöst und sind gespannt, was uns erwarten wird.

Wir fahren durch die Messara erstmal Richtung Ierapetra. Was uns auf der Fahrt erwartet ist eine atemberaubende Landschaft. Alles grün, sehr wechselhaft. Wir beschließen: das schauen wir uns irgendwann einmal genauer an. Unterwegs wird auf einmal die Straße immer breiter, wir stoßen auf einen ausgebauten, riesigen Kreisverkehr. Ich bin nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, es war bei Pirgos. Wir fragen uns, was dieser Kreisverkehr dort soll – und denken uns ‚ok – hier fließen also die EU-Gelder hin…‘ Nun denn.

Weiter geht’s bis Ano Viános, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Der Name kommt mir bekannt vor, ich will es genauer wissen und schaue im altbewährten Fohrer nach. Und lese von dem Massaker, welches die Deutschen im Zweiten Weltkrieg dort angerichtet haben. Danach kann ich nicht mehr ganz unbefangen durch den Ort gehen. Auch wenn ich nichts dafür kann, was damals geschehen ist – ich habe ein komisches Gefühl. Nichtsdestotrotz schauen wir uns die Kirche an und schlendern durch den Ort. Als wir weiterfahren wollen landen wir mitten in einem Verkehrs-Chaos - zwei Lieferwagen können nicht aneinander vorbei auf der engen Straße. Tja - und zurücksetzen, damit jemand vorbei kann... nein... das geht ja gar nicht...

Danach wollten wir eigentlich weiter Richtung Keratókambos - aber wir sind heute nicht so entdeckungsfreudig wie sonst und haben keine Lust auf Schotterpiste. Unser eigentlicher Plan war, dass wir nach Arfi und weiter über Schotter-, Beton- und Asphaltstrasse mitten durch die Anbaugebiete von Bananen, Orangen usw. bis nach Mirtos fahren. Doch wir sind später als geplant losgekommen und heben uns diesen Abschnitt für einen künftigen Kreta-Besuch auf. Wir bleiben auf der Hauptstraße und fahren weiter nach Ierapetra. In Ierapetra finden wir sofort den Weg zu einem Parkplatz, stellen den Wagen ab und gehen am Fischerhafen vorbei Richtung Kastell, welches selbstverständlich sofort besichtigt wird. Es ist Mittagszeit – Zeit, etwas zu essen. Wir schlendern die Strandpromenade entlang und setzen uns spontan in ein Lokal, direkt am Sandstrand. Nach einem Blick rundherum stellen wir fest, dass wir die einzigen Touristen sind – ein gutes Zeichen, wie wir hoffen. Und wir werden nicht enttäuscht. Es gibt Meze, welche wir bisher nicht auf vielen Speisekarten gesehen haben. Unter anderem meine geliebten mit Käse gefüllten Auberginen in Tomatensoße, sehr leckere gefüllte Wein- und Kohlblätter, etc. Wir lassen es uns gut gehen, eine gewisse Trägheit kommt auf – kurz gesagt: Suppenkoma… Da hilft nur ein kleiner Spaziergang. Leider haben um die Mittagszeit alle Geschäfte geschlossen. Ierapetra vermittelt jedoch den Eindruck einer netten Kleinstadt. Aber so richtig – nein, so richtig packt uns die Gegend nicht. Wir sind gespannt, was uns auf der anderen Seite der Insel im Nordosten erwartet und fahren weiter, nach Mochlos, unserem Ziel für die restlichen Tage.

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Reine Fahrtzeit sind nur ca. 35 min. Wir biegen von der Hauptstraße nach Mochlos ab – und überlegen mehrfach, ob wir hier wirklich richtig sind… Man hat manchmal das Gefühl, die Straße hört plötzlich auf und man stürzt jeden Moment ins Meer… Der Steinbruch dort ist auch nicht wirklich schön anzusehen. Aber wenn man erstmal unten ist, hat sich die Mühe gelohnt. Mochlos ist ein kleiner Ort und hat zum Glück keinen richtigen Strand.

Warum zum Glück? Weil sich ansonsten sicherlich der Charme dieses kleinen Ortes nicht bewahrt hätte und jede Menge Pauschal-Hotels dort angesiedelt wären. Doch so ist dies wirklich ein Ort der Ruhe und zum Abschalten. Wir finden unsere Unterkunft – und sind erstmal begeistert: die Terrasse hat direkten Blick auf das Meer, den Ort und die vorgelagerte Insel Mochlos. Wunderschöne Bougainville umranken das Haus. Auf den zweiten Blick sind wir nicht mehr ganz so begeistert – das Bett ist 1,80 m, maximal jedoch 1,90 m lang, hat ein hohes Fußende –und Dirk ist 1,91 m groß. Nun denn – da muss er jetzt durch. Ansonsten ist das Studio vollkommen in Ordnung – eben griechischer Standard.

Abends schlendern wir in den Ort, welchen man fußläufig in ca. 5 min erreicht und gehen erstmal in die wärmstens empfohlene Taverne ganz am Ende des Hafens. Dort lernen wir auch unseren Vermieter kennen. Wir sind einfach nur müde und beschließen nach dem Essen, den Abend oben auf unserer Terrasse bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen. Abends beim Einschlafen hören wir das Meeresrauschen… dabei schläft man doch gerne ein. Am nächsten Morgen bin ich unglaublich früh wach und kann nicht mehr schlafen. Ich stehe auf und setze mich auf die Terrasse –und sehe einen unglaublich schönen Sonnenaufgang.

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