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Toskana September 2015 - Montepluciano und Pienza

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Dienstag, 08.09.2015

 

Die letzte größere Tour: Montepulciano und Pienza wollen wir uns ansehen. Erstmal aber heisst es tanken. Und kommen natürlich an keiner einzigen Tankstelle vorbei. Also bemühen wir das Navi – welches uns zur nächstgelegenen Tankstelle lotst, über Umwege. Die teuerste Tankstelle im ganzen Umfeld: 1,68 EUR der Liter. Wucher. Wir tanken nur wenig, das sehen wir gar nicht ein. Unterwegs, kurz nach Siena, fahren wir bei einer Esso-Tankstelle auf der Schnellstraße heraus. Und tanken dort für 1,46 EUR der Liter. Das nennen wir einen Unterschied!

 

In Montepulciano sind alle Parkplätze voll, wir versuchen es dann bei P6. Die Anfahrt ist sehr steil und abenteuerlich – aber wir bekommen einen Parkplatz im überdachten Parkhaus. Großartig. Auch hier wundern wir uns, wie ruhig der Ort ist trotz der vielen Menschen.

 

Die Aussicht auf den Lago Trasimeno ist atemberaubend, der Ort zauberhaft wie immer. Natürlich ist der Ort sehr touristisch, das ist nicht jedermanns Geschmack. Aber wir mögen den Ort. Essen wieder im La dolce vita wie vor zwei Jahren und sind erneut sehr zufrieden. Ein zwar gehobenes Lokal mit nicht gerade günstigen Weinen, aber empfehlenswert.

 

Danach fahren wir weiter nach Pienza. Den Ort hatten wir vor 2 Jahren zugunsten von Montalcino links liegen lassen. Ein Kollege von uns meinte zwar, der Ort sei nicht so schön – aber Geschmäcker können bekanntermaßen unterschiedlich sein. Uns hat es total gut dort gefallen. Im Dom von Pienza zünden wir eine Kerze an für Sina, meine Nichte – und ich poste meiner Schwester auf Facebook, dass damit ja wohl klar sei, dass Sina irgendwann in ihrem Leben einmal selbst dorthin müsse... ja, mit der Tante, meint meine Schwester... schauen wir mal.

 

Auf jeden Fall können Dirk und ich uns gut vorstellen, in Pienza mal zu übernachten und nächtliche Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Abends gibt es zu Hause nur eine Kleinigkeit – wir sind genug gefahren für heute, das waren wieder ca. 200 km. Aber 200 km, die sich auf jeden Fall gelohnt haben.

 

Mittwoch – Freitag

 

Die beiden letzten Tage verbringen wir ruhig und entspannt – Mittwoch faulenzen wir den ganzen Tag und gehen abends zum Abendessen in San Gimignano, haben extra im Il Mangiatoia einen Tisch reserviert. Wie beim letzten Besuch angeboten, haben wir extra die Crespelle Tartufe bestellt, welche es tatsächlich Mittwochabend als Spezialität es Tages gibt. Wir sind gespannt – und werden nicht enttäuscht: sie könnten zwar etwas heisser sein, aber ... die Crespelle mit den Trüffeln sind wieder der absolute Hit. Nicht günstig mit 13,- EUR pro Portion, aber jeden Cent wert. Dirk entscheidet sich für Rehmedaillons in Vin Santo, ich für Rinderfilet, nochmals mit Trüffeln und Steinpilzen, als Beilage Spinat und gedünstete Schalotten. Wir sind danach so gut gesättigt, dass wir den Nachtisch ausfallen lassen – insbesondere, da wir uns vorher noch ein Eis in unserem Lieblingseiscafegegönnt haben. Noch ein Absacker draussen... wir werden auf jeden Fall beim nächsten Toskana-Besuch wieder hierher kommen.

 

Donnerstag fahren wir nochmal nach Radincondoli – auch beim zweiten Besuch in diesem verschlafenen kleinen Ort gefällt es uns sehr gut. Vielleicht wird dieser Ort mal unser nächster Hauptsitz für den Urlaub? Mal schauen. Leider sind donnerstags alle Restaurants geschlossen bis auf das artefacte – hier haben wir zwar sehr gerne einen Kaffee getrunken, aber zum Essen ist uns die Musik zu laut und ausserdem gibt es mittags keinen Schatten. Was also tun? Obwohl wir das eigentlich nicht vorhatten, fahren wir doch nochmal nach Monteriggioni und essen dort eine Kleinigkeit zu Mittag. Die Gnocchi mit Tomaten und Mozzarella sind ebenfalls gut, für einen Touristenort kann man nichts gegen die Qualität sagen. Noch einen kleine Runde durch den Ort, in der Kirche eine Kerze für Sina, unser Patenkind, anzünden – wir haben schon aus Scherz gesagt, dass sie nun auf jeden Fall irgendwann einmal hierher kommen und selbst in dieser Kirche eine Kerze anzünden muss. Nun geht es ein letztes Mal zurück zu unserem Apartment, Koffer packen, ganz in Ruhe.

 

Heute Abend geht es zum Abschiedsessen in ‚unser Stammlokal’, ein letztes Mal. Morgen früh geht der Wecker – und wir hoffen, dass wir eine angenehmere Rückreise als Hinreise haben werden.

 

Wir hatten auf jeden Fall einen wunderbaren Urlaub. Und obwohl uns das Meer gefehlt hat, wir ein wenig Griechenland vermisst haben – werden wir auf jeden Fall nochmal in die Toskana fahren. Die Landschaft, Essen und Wein, das hat etwas. Wir haben viel gesehen, viel Hüftgold angesammelt, Geld ausgegeben, dafür Wein und andere Naturalien eingekauft. Für uns ist klar, dass wir auch beim nächsten Toskana-Urlaub wieder eine Ferienwohnung und kein Doppelzimmer nehmen werden. Ob hier... das wissen wir noch nicht. Vielleicht lieber ein Agriturismo ohne Tierhaltung, vielleicht gibt es da weniger Fliegen und lästige Bremsen? Und vielleicht wieder eher Richtung San Gimignano? Das ist schon irgendwie unser Ort - mal schauen...

 

Wie immer heisst es nun: nach dem Urlaub... ist vor dem Urlaub... auch wenn der nächste Urlaub erst im nächsten Jahr kommen wird, voraussichtlich geht es irgendwo ans Meer...