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Toskana September 2015 - Volterra

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Dienstag, 01.09.2015

 

Volterra... erreichen wir nach einer Fahrt, die sicherlich die kürzeste, aber nicht die schnellste Strecke war. Unser Navi fährt manchmal seltsame Wege. Aber wir kommen an der Fabrikation von Pinzani vorbei, welche auch Direktverkauf haben. Dort wird Peccorino verkauft. Vielleicht nochmal eine Fahrt wert.

 

Natürlich sind wir so spät dran, dass das Parkhaus schon besetzt ist. Wir haben Glück und finden an der anderen Seite des Ortes am Stadttor noch einen Parkplatz. Hier muss man sich vorher entscheiden, für wie lange man einen Parkschein ziehen möchte. Die Stunde kostet 2 EUR.

 

Wir gehen zuerst zu Fabula Etruska, einem Schmuckgeschäft. Hier habe ich vor über 20 Jahren ein Medaillon gekauft mit passenden Ohrsteckern dazu. Diese sind leider Gottes unauffindbar – sehr ärgerlich. Aber nicht zu ändern. Und so kaufe ich schweren Herzens einen Ersatz- der Preis ist um ein Vielfaches gestiegen. Aber ich hatte es so eingeplant und nun „fühle ich mich wieder komplett“. Verwunderlich: den Laden gibt es schon so lange, sicherlich gehen auch viele Touristen hierher – und der Inhaber spricht nicht ein einziges Wort englisch. Wir verständigen uns irgendwie und bei der Erklärung, dass ich vor über 20 Jahren hier war... winkt er mich in sein Büro, macht den PC und google translater an, damit er versteht, was ich eigentlich sage. Und weil das so nett war, bekomme ich zumindest einen kleinen Discount und noch ein Lederband für meinen Anhänger dazu.

 

Wir lassen uns durch Volterra treiben – der Ort hat etwas. Ganz anders als San Gimignano, was ja trotz aller Liebe auch etwas von Disneyland hat. Volterra ist gefühlt ursprünglicher, man sieht auch mehr Italiener, die ihren Geschäften hier nachgehen.

 

Mittags wollen wir nochmal in der Pizzeria essen, wo wir vor 2 Jahren sehr zufrieden waren – und sind enttäuscht. Es ist inzwischen ein Schnellimbiss mit Selbstbedienung geworden. Also gehen wir zu einem anderen uns bekannten Lokal, dem Diogenes. Wir hatten nur noch in Erinnerung, dass wir dort sehr ruhig und nett mittags gesessen haben – und das Essen ebenfalls in Ordnung war. Es ist ein vegetarisches Restaurant, eine Seltenheit in der Toskana.

 

Erst wollen wir Gnocchi bestellen, aber wir haben Lust auf Pizza. Ich bestelle mir eine Pizza mit Ruccola, Dirk eine Pizza mit Gemüse. Dirk’s Pizza ist eine vegane Pizza, also ohne Käse. Wäre an sich auch nicht weiter tragisch – wenn es denn schmecken würde. Der Teig ist knochenhart, man bekommt ihn nicht geschnitten, die Tomatensoße ungewürzt. Und so sehr wir auch den Eigengeschmack von Gemüse schätzen – ein wenig Kräuter oder Gewürze wären auch am Gemüse nicht verkehrt gewesen. Kurzum: die Pizza schmeckt grauenhaft, auch wenn man das Prädikat Pizza und was man damit verbindet einmal weglässt. Auf meiner Pizza kann man den Belag von Ruccola und Parmesan suchen. Und besonders schmackhaft ist auch diese Pizza nicht. Das Restaurant ist in Tripadvisor hochgelobt. Vielleicht bezieht es sich nur auf anderes Essen. Einige Leute sehen durchaus angetan aus. Allerdings auch einige genauso irritiert wie wir. Zumindest für uns also ein absoluter Reinfall.

 

Als Trost gibt es in einer Bar einen schnellen Espresso an der Theke. Wir bummeln langsam Richtung Auto zurück. Abends kochen wir Spaghetti Bolognese und lassen den Abend auf unserer Terrasse ausklingen.