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Florida April 2014

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Florida April 2014
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Miami Beach und Abschied
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Miami Beach

 

Dieses Jahr wissen wir nicht so wirklich wohin... es gibt viele Optionen: Asien, Afrika... und eben auch nochmal Florida. Wir waren noch nicht gemeinsam in Key West, die Everglades haben uns wirklich fasziniert und überhaupt... Und Dirk's Freunde besuchen hätte auch was. Also: nochmal auf, nach Florida.

 

 

 

Sonntag, 20.04.14

 

Das Taxi ist pünktlich um 5 h da und bringt uns in Rekordgeschwindigkeit zum Düsseldorfer Flughafen. Wir brauchen sage und schreibe nur 30 min, sind die ersten beim Check-in und bekommen noch einen Platz ziemlich vorne im Flieger. Wir haben ein neueres Modell bei Air Berlin erwischt und sitzen trotz economy class recht bequem. Die Kopfstützen sind nach oben verschiebbar, somit gehen die Sitze auch für größere Personen. Außerdem gibt es inzwischen ein Display mit einem USB-Anschluss sowie einer großen Auswahl an Filmen. Nur der Sitzabstand könnte ein wenig größer sein. Das Essen ist überraschend gut. Aber wir sind froh, als wir nach einem unspektakulären Flug nach 10 Stunden in Miami ankommen.

 

Bei der Immigration haben wir Glück, anscheinend ist unsere Maschine die einzige, die gerade gelandet ist. Es ist leer und wir kommen recht schnell durch die Einreisekontrolle. Fingerabdrücke abgeben, Verbrecherfoto machen lassen - und geschafft. Unsere Koffer gehören zu den ersten und somit können wir so schnell wie noch nie den Sicherheitsbereich verlassen.

 

Mit dem Miami Mover geht's zu Alamo, auch hier stehen wir ganz vorn in der Schlange, nach uns wird es voll. In unserer Kategorie gibt es nur einen amerikanischen Wagen, einen Chevy. Damit ist die Wahl schnell gefällt. Und dann der Schock: Navigon versagt, braucht Updates, die man nicht unterdrücken kann. Und wir... sind orientierungslos. Erstmal losfahren, die nächste mögliche Ausfahrt und zu Starbucks. Das WLAN ist so langsam - wir müssten mind. 1 Stunde hier verbringen, um die ganzen erforderlichen Updates zu laden. Aber zumindest wissen wir nun, wo wir sind und in welche Richtung wir fahren müssen. Unser Hotel in Miami Downtown finden wir dann zum Glück schnell und sind faul: Wir nutzen den parking service oder vielmehr das sogenannte valet parking. Kostet 30 $ pro Nacht und ist somit gar nicht wesentlich teurer als das öffentliche parken. Hat aber den Vorteil, dass man jederzeit sagen kann, ich möchte den Wagen haben - und ihn gebracht bekommt.

 

Das Zimmer ist ok. Man hört von der Straße her zwar alles, aber das haben wir schon erwartet. Wir haben eine fantastische Aussicht über die Bucht. Die im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffe sind gigantisch groß. Unser Zimmer liegt im 7. Stock und wir haben das Gefühl, die Schiffe sind genauso hoch.

 

Erstmal umziehen und bevor die Müdigkeit aufkommen kann, gehen wir gegenüber zum bayfront market. Und sind sprachlos. Ein buntes Treiben, wir kommen uns vor wie auf dem Oistins Fish Festival in Barbados - oder wie in Disney Land. Voll, laut, live music und unglaublich viele Menschen. Wie schon am Flughafen hört man mehr spanisch als englisch. Wir sitzen nett am Wasser und essen erstmal etwas. Das Bier... gibt es nicht im Glas sondern aus Plastikbechern. Esskultur? Was ist das?

 

Wir schlendern weiter und sind erschlagen vom Lärm und der Menschenmasse. Beim Hardrock Café steht man Schlange, kommt also nicht in Frage. Wir landen bei Bubba Gump für ein Absacker- Bier - und beobachten. Wahnsinn. Man sieht alles. Dick und dünn, gut gekleidet bis... naja, sagen wir mal: ohne Worte... Unglaublich, besser als Kino. Wir müssen oft laut lachen, jedes Klischee wird hier bedient.

 

Um 21 h sinken wir müde ins Bett, länger halten wir nicht durch, sind seit fast 24 Stunden auf den Beinen. Ich bin froh über meine Ohropax - je nach Auto hört man die Motoren trotzdem. Aber die Lage des Hotels ist genial. Schauen wir mal, was der morgige Tag uns bringt....

 

 

Miami Downtown  Miami Downtown

 


 

 

Montag, 21.04.13

 

Wider Erwarten schlafen wir ganz gut die Nacht. Frühstück gibt’s auch im Hotel. Das Buffet kostet 14,95 $ pP, inkl. dem üblichen Kaffee, Saft und Wasser. Buffet.... Hört sich toll an, für amerikanische Verhältnisse ist es das mit Sicherheit auch: Rührei, geschmorte Kartoffeln, French Toast, Bacon, Würstchen (Schwein und Truthahn), Joghurt, frisches Obst (Ananas, Honigmelone, Galia-Melone, frische Beeren), Butter, Marmelade, Cerrealien, Muffins und Croissant. Gut - uns fehlen Käse, Honig und frisches Brot. Aber zumindest Toast mit Butter gibt es auf Anfrage schon.

 

Irgendwie wissen wir nicht so recht, was wir mit dem Tag anfangen sollen - und entscheiden uns für eines der größten Outletcenter, die es angeblich weltweit geben soll: die sungrass mall in Fort Lauderdale. Das erste Outlet, was wie ein Einkaufszentrum ist. Fast alles drinnen und klimatisiert. Die Geräuschkulisse gibt das wieder. Wir werden natürlich wieder bei Columbia fündig. Irre - ein Laufshirt, was 65 $ kosten soll auf 30 $ reduziert. Und aufgrund eines Sonderrabatts dann für 18 $ erstanden. Und wenn wir uns so die Preise von Ralph Lauren, Tommy Hilfiger oder Nautic anschauen... Das, was in Deutschland ab 90 € aufwärts kostet hier regulär 49 $, der Outlet Preis natürlich unschlagbar mit 19 $. Da fragt man sich, wie die Preise in Deutschland zustande kommen. Selbst wenn man die regulären Preise miteinander vergleicht.

 

Eigentlich wollten wir mittags nicht viel essen. Aber wer kann schon nein sagen, wenn es eine Cheesecake Factory hier gibt? Der Kuchen lacht uns an - die Pasta aber ebenso. Lecker, gewohnt gut. Zum Glück sind mir noch die Portionen im Gedächtnis geblieben... Wir schaffen selbst die 'kleine' Lunch-Portion nicht. Toll in USA finde ich wieder das System der Getränkebestellung: einen Softdrink wie Cola, Eistee bestellen - und es wird kostenlos wieder aufgefüllt. Und einfaches, stilles Wasser mit Eis bekommt man auf Nachfrage in der Regel sogar kostenlos. Ein toller Service. Gerade was das Wasser angeht, da könnten sich deutsche Lokale eine Scheibe von abschneiden. Leitungswasser kostet nun wirklich kein Geld.

 

Noch ein wenig durch die Geschäfte bummeln und dann bei Starbucks noch etwas trinken - und Leute gucken. Unglaublich. Hier sieht man wirklich alles. Und man sieht, wer Geld hat - und wer nicht.

 

Wieder zurück in Miami testen wir den Miami Mover aus. Kostenlos kann man damit eine Runde durch downtown fahren oder eben auch ein Stückchen mehr. Sitzplätze gibt es genau zwei... Ansonsten steht man, ist eben ein reines Transportmittel. Die kleine Runde reicht uns aber. Wir schlendern noch durch die Seitenstraßen, die haben ein ganz eigenes Flair. Allerdings sehen wir auch wirklich viele Obdachlose.  Eine Frau kommt uns entgegen mit Koffer, sieht auf den ersten Blick aus wie eine Touristin. Sie geht etwas unsicher und geht zielstrebig zum Liquor Store. Später sehen wir sie auf der Straße sitzen mit der erstandenen Flasche. Traurig.

 

Abends laufen wir nochmal durch den Bayside Market Place. Es ist nicht so voll wie gestern, es spielt wieder eine Live Band. Irgendwie kommt es uns wieder eher vor wie ein Vergnügungspark als wie ein Shopping Center. Bei Bubba Gump bekommen wir wieder den gleichen tollen Tisch wie gestern. Der Blick - ist einfach unbezahlbar. Trash TV, Reality Show... man kann es nennen, wie man will. Das Thema Achtsamkeit ist hier so eine Sache: beobachten, ohne zu bewerten... Das ist quasi unmöglich. Wir sehen ein junges Mädchen, das zwar eine Hose anhat - aber diese besteht quasi aus einen Slip mit angenähten Hosenbeinen aus durchsichtiger Spitze... Und über das Selbstbewusstsein vieler fülliger Frauen (mit füllig meine ich wirklich füllig, geschätzte 100 kg und mehr) mit Leggins, hautengen Klamotten und bauchfrei herumzulaufen, können wir nur staunen. Die Herren der Schöpfung können manchmal vor lauter Kraft kaum laufen bzw. entsprechen jeglichen Klischees, die man so kennt. Aber es gibt auch gut gekleidete Menschen. Allerdings die Minderheit. Wir stellen auf jeden Fall fest, dass ich nicht up to date bin: keine Stilettos oder extrem hohen Platteau-Schuhe, auf denen ich nicht laufen kann. Und ich kleide mich mit über 40 auch nicht wie eine 18jährige bzw. laufe mit knappen Hotpants oder so herum. Tja... damit kann ich gut leben.

 

Miami Downtown

 

Und nicht zu vergessen: nicht nur die Aussicht bei Bubba Gump ist gut. Der Service und das Essen stimmen auch. Das System ist witzig – will man bestellen, muss man das Schild „Stopp Forrest Stop“ aufklappen, will man nichts „Run Forrest Run“. Wir essen Fisch, Mahi Mahi mit Shrimps und mashed potatoes. Ich muss ja meine Allergie gegen Zitrusfrüchte erwähnen - und bekomme sicherheitshalber mein Essen trocken, ohne Soße oder Butter. Auf meine enttäuschte Reaktion geht der Waiter nochmal in die Küche und spricht dieses Mal wirklich mit dem Koch - mit dem Ergebnis, dass ich die Soße doch bekomme. Und das hat sich gelohnt - wirklich lecker. Wir sind geschafft - ein schöner Tag geht zu Ende.

 

Bubba Gump Miami Downtown Bubba Gump Miami Downtown Miami Downtown

 

 


 

 

Dienstag, 22.04.14

 

Nach einem Frühstück geht's los Richtung Key West. Die Fahrt von Miami bis Homestead  geht überraschend schnell. In Key Largo eine kurze Pause und dann geht's weiter. Ich muss sagen - die Strecke ist größtenteils genauso traumhaft, wie ich es gelesen habe. Die Aussicht auf die Natur, Buchten, das Wasser ist wunderbar, das Wasser leuchtet in allen Farben, blau, grün, smaragd... Aber... Und jetzt kommt das aber - es zieht sich bis Key West. Unglaublich, man hat das Gefühl, nie dort anzukommen. Ob sich das wirklich lohnt? Ich bin gespannt. Schade ist, dass man bei den Stellen, wo ein Foto oder den Anblick auf sich wirken lassen toll wäre, nicht anhalten kann.

 

Von Miami bis Key West brauchen wir insgesamt ca. 4,5 Stunden, allein die Fahrt ab Florida City dauert ca. 2,5 Stunden. Bei der Einfahrt nach Key West ist eine riesengroße Baustelle, es ist ziemlich laut. Also hier möchten wir aber nicht ins Hotel... An einer Ampel sehen wir auf einmal mitten auf dem Bürgersteig eine große Echse. Nein, ich übertreibe nicht. Keine kleine, sondern eine große Echse. Leider ist der Fotoapparat nicht griffbereit.

 

Wir fahren auf die Hauptstraße im Old District, die Duvalle Street. Wir haben Glück, bekommen im Duvalle House, ein Zimmer - genau hier wollten wir gern übernachten. Die Zimmer sind traumhaft schön eingerichtet, man hat das Gefühl, in eine andere Zeitzone zu kommen. Der Garten ist liebevoll angelegt, alles alter Baumbestand. Hier  kann man sich wohl fühlen. Und wir beschließen sofort: zwei Nächte Miami machen wir nicht mehr - dann schon eher zwei Nächte in Key West.

 

Duvalle House Key West Duvalle House Key West

 

Wir bummeln durch den Ort, lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Auf der Straße läuft uns immer wieder ein Hahn über den Weg. Am Hafen sehen wir Tarpons - das sind Knochenfische, die bis zu 2 Meter lang werden. Denen möchte ich beim schwimmen aber nicht begegnen... Wir setzen uns in einer Bar ans Wasser, trinken standesgemäß einen Cocktail und lassen es uns gut gehen. Die Anspannung fällt bei dieser Umgebung schnell von einem ab, das Leben ist einfach nur schön. Nach einem leckeren Abendessen gehen wir relativ früh schlafen, die Fahrt und die Hitze haben uns geschafft.

 

Key West Key West Tarpon

 

Key West Key West

 

 


 

 

Mittwoch, 23.04.14

 

Wir sind überrascht von dem für amerikanische Verhältnisse hervorragenden Frühstück im Duvalle House. Frisch aufgebrühter Kaffee, Fruchtsäfte, Waffeln, Bagels in etlichen Variationen, Toastbrot, Marmelade, Butter, Frischkäse, hart gekochte Eier, leckere kleine Kuchen, frisches Obst - das ist für ein bed and breakfast Hotel ungewöhnlich.

 

Wir checken aus, dürfen aber noch den Parkplatz nutzen und wollen uns das Hemingway Haus ansehen. Es kostet 10 $ Eintritt pro Person - aber unserer Meinung nach lohnt es sich. Wir bekommen Hemingways Geschichte sogar auf Deutsch ausgehändigt. Interessanter Lebenswandel.

 

Hemingway House - Key West Hemingway House - Key West Hemingway House - Key West

 

Danach gehen wir zum most southern point der USA. Eine lange Schlange steht schon dort, alle stellen sich brav an, um ein Foto direkt an dem Punkt zu machen. Das brauchen wir nicht, uns reicht ein allgemeines Foto.  Wir kommen zum Strand - für einen Ortsrand wider Erwarten sehr nett. Da es heute unglaublich heiß ist, trinken wir hier noch einen Eistee. Und wundern uns, was um diese Uhrzeit (10.30 h morgens) schon alles an Alkohol geordert und konsumiert wird. Nicht nur Bier und Sekt sondern auch Cocktails und harte Sachen. Und das bei der Hitze - es ist schon über 30 Grad.

 

Key West Key West Key West

 

Most southern point

 

 

Wir gehen zurück zum Auto und fahren los. Auch die Rückfahrt zieht sich wie Kaugummi und wir schwanken hin und her - lohnt sich der ganze Aufwand wirklich, nur um mal in Key West gewesen zu sein? Die Meinungen dazu sind unterschiedlich. Viele finden Key West überbewertet. Aber wir bleiben dabei: ja, es lohnt sich und wir würden es wieder tun. Es ist eine andere Welt dort und wir sind froh, dort gewesen zu sein.

 

Beim Honda State Park machen wir eine Pause. Vom Strand sind wir etwa enttäuscht. Sehr, sehr schmal, sehr voll und natürlich alles in der prallen Sonne. Das Wasser hat Badewannen-Temperatur. Aber schön ist es trotzdem. Allerdings halten wir es nicht lange in der Sonne aus und fahren weiter. In Florida City gehen wir wieder ins Travellodge Motel. Einfach, aber gut.

 

Nach unserem negativen Erlebnis vom letzten Besuch hier wollen wir nicht in Florida City selbst essen gehen und finden über Tripadvisor das Whistle Stop in Homestead. Und was sollen wir sagen - es lebe Tripadvisor. Wir entdecken ein kleines Juwel, mitten in dieser unwirtlichen Gegend, die eher wie ein großes Gewerbegebiet anmutet. Nett eingerichtet, sehr urig. Das zugehörige Redland Hotel soll auch sehr schön sein, jedes Zimmer anders gerichtet. Das Lokal selbst kommt einem eher vor, wie das Wohnzimmer der Inhaber. Witzig. Und das ist es wohl auch. Der Besitzer versucht, über den Laptop Basketball auf den großen Flachbildschirm zu bringen. Und immer, wenn das heimische Team einen Punkt holt, gibt es shots für die Runde - Wackelpudding mit Wodka drin. Das Essen selbst ist hervorragend. Also - eine absolute Empfehlung von unserer Seite!

 

Florida Keys Florida Keys Florida Keys

 

 


 

 

Donnerstag, 24.04.14

 

Wir sind früh wach, Frühstück gibt es auch schon. Amerika ist wirklich eine Wegwerf-Gesellschaft. Keine normalen Teller, Tassen, Gläser - sondern alles Plastik und Styropor. Eine Schande eigentlich, das zu unterstützen. Aber so ist es in den ganzen Motels.

 

Die Everglades stehen heute auf dem Programm. Die Fahrt herunter zur Flamingo Bay zieht sich auch. 39 Meilen ab Parkeinfahrt - das sind knapp 63 km. Gemäß Internetauftritt ist die nächste Bootstour ins Innere der Everglades um 10.30 h, also gemütlich und mäßig Zeit für uns. Schade. Ur, dass die Zeiten falsch angegeben sind - um 10 h geht's los, wir holen uns schnell die Tickets und schon geht's los. Die Rangerin ist etwas ungehalten. Den Hinweis bezüglich der Zeiten im Internet tut sie ab - die Tour ist IMMER zur vollen Stunde und basta, das weiß man doch! Überhaupt ist sie sehr rustikal, aber nett. Ein Paar im Kajak weist sie darauf hin, dass sie nicht so dicht am Ufer entlang paddeln sollten - dort gibt es nämlich Giftefeu. Die Tiere machen sich leider rar, wir sehen nur zwei Krokodile, ein paar Vögel - und Krokodileier. Aber es ist trotzdem beeindruckend. Wir hätten nicht gedacht, dass in den Everglades so viel Wasser ist - und wir sehen nur einen Bruchteil davon. Riesige Seen, eine ganze Wasserlandschaft ist in den Everglades. Die Fahrt von fast zwei Stunden vergeht wie im Flug.

 

Everglades Everglades Everglades

 

Ein paar Männer sind mit dem Boot zum Fischen da - professionell ausgestattet, damit auch keine Insekten ins Gesicht kommen:

 

Everglades

 

 

Danach fahren wir noch zum Anhinga Trail - für uns der schönste Broadwalk hier. Hier sehen wir auch wesentlich mehr Tiere - Vögel, Fische, Schildkröten - und natürlich Alligatoren. Aber auch den Tieren ist es zu heiß - es sind fast 40 Grad, die Sonne knallt unbarmherzig. Es sind viel weniger Tiere zu sehen als beim letzten Mal. Und wir merken, dass wir schnell aus der Sonne müssen. Gut, dass wir so schlau waren, Wasser mitzunehmen.  Die Everglades - für uns immer eine Reise wert.

 

Everglades Everglades

 

Everglades Everglades Everglades

 

Nach einem kurzen Lunch geht es weiter, Richtung Naples. Unser Lieblingshotel, das Cove Inn, ist leider voll belegt, wir bekommen kein Zimmer. Also ins Lemontree Tree Inn - das kennen wir ebenfalls gut und übernachten hier gern. Es hat einen Hauch von Key West, die Anlage ist wirklich schön angelegt. Abends gehen wir in Kellys Fishhouse und können nur sagen: die Qualität ist unverändert gut. Auch in USA kann man gut und gemütlich essen gehen.

 

Danach noch ein Bummel über die 5th Avenue... Leute und Geschäfte gucken, Eis essen... Unglaublich, besonders Leute Marke neureich fallen auf. Entweder man hat Stil - oder eben auch nicht. Auch hör sehen wir wieder einen Lamborghini. Es fällt auf, wie viele Luxusautos sowohl in Miami als auch hier auf der Straße sind.

 

 


 

 Freitag, 25.04.14

 

Endlich einmal an einen richtig schönen Strand - der Strand von Naples ist ein absoluter Traum. Von 5 Sternen bekommt er 4 Sterne. Aber auch nur deswegen 4 und keine 5, weil es keine sanitären Anlagen gibt. Das Wasser ist noch ziemlich frisch, tut aber gut. Wir denken gerade, dass es im Golf von Mexico Haie gibt, dieses Jahr mehr als sonst. Da sehen wir jenen großen Schatten im Wasser, der sich bewegt. Sieht bedrohlich aus. Auch die im Wasser stehenden Angler schauen erst alarmiert - und dann ganz entspannt. Es ist ein Manatee! Und ein ziemlich neugierigeres dazu. Erschreckt einen Vater mit seinen zwei Töchtern, steckt die Nase aus dem Wasser, schwimmt um sie herum und durch sie durch. Wenn man weiß, wie harmlos und ungefährlich Manatees sind - ein tolles Erlebnis! Die Anglerin bestätigt uns auch, dass sie hier noch keine Haie gesehen hat, die seien eher im Norden. Ansonsten wäre hier erhöhte Sicherheitsstufe. Also keine Sorge, sie angelt weiter im Wasser und wir können beruhigt schwimmen.

 

Naples  Naples

 

 

Gegen Mittag fahren wir zum Lunch ins Craighton Cove, dem Restaurant direkt beim Cove Inn mit Blick auf die Docks und die Yachten. Ein wunderbarer Ort. Tische für abends kann man leider nicht reservieren - first come, first in... Wir versuchen unser Glück abends und bekommen einen Paiger, Wartezeit zwischen 15-30 min. Interessant, was man in dieser Zeit so alles zu sehen bekommt. Diese Spitzenhosen scheinen hier gerade in Mode zu sein - wir sehen eine Frau mit schwarzem Slip, die darüber ihre durchsichtige weiße Spitzenhose angezogen hat. Wem's gefällt...

 

Wir bekommen einen schönen kleinen 2er Tisch direkt am Wasser - phantastisch. Essen leckere Pasta mit Meeresfrüchten, trinken einen guten Chardonnay - auch hier kann man nur sagen: es gibt sie in den USA, die netten Restaurants. Für nicht USA-erfahrende Mitleser muss ich allerdings hinzufügen: man muss hier in der Regel generell nachwürzen... Die Amerikaner essen sehr mild, für uns Europäer schmeckt es manchmal ziemlich fad. Aber mit Pfeffer und Salz ist das kein Problem und die Qualität ist das, worauf es ankommt. Noch ein Bummel über die Docks, hier liegen wirklich Luxusyachten - ein wunderschöner Tag geht zu Ende.

 

Naples 

 

 

 

 

 


 

Samstag, 26.04.24 - Montag, 28.04.14

 

Auf dem Weg nach Cape Coral stoppen wir in Estero beim Miramar Outlet - und stellen fest, dass es zum shoppen viel zu heiß ist. Ab 16 Uhr können wir in das gemietete Haus. Dank Navi finden wir es ohne Probleme. Wir sind überrascht - trotz Tageslicht hell erleuchtet, wir kommen hinein, es läuft gedämpfte Musik, als Willkommensgruß stehet eine Flasche Wein in der Küche, nett dekoriert mit zwei Gläsern. Wir sind erschlagen - das Haus machte schon im Internet einen tollen Eindruck, aber 'in echt' toppt es alles, einfach nur ein Traum, hier könnten wir umgehend einziehen. Selbst die Möbel gefallen uns. Müssen wir hier wirklich wieder weg? Wir nehmen das Haus in Besitz, fahren noch schnell bei Publix einkaufen und essen abends zu Hause, draußen auf der Terrasse.

 

Am Sonntag machen wir gar nichts... Pool, Liege, wieder Pool - zwischendurch mal nach drinnen, weil es draußen einfach zu heiß ist... was für ein Leben. Nachmittags dann die Irritation - auch drinnen wird es immer wärmer. Die Klimaanlage ist ausgefallen. Ein Anruf beim property management, Markus kommt sofort. Kann aber nicht viel machen, da muss ein Monteur her. Der kommt auch prompt 1,5 Stunden später. Braucht 5 min um ein Teil auszutauschen und schon läuft die Klimaanlage wieder. Sonntags hier - kein Problem. Die Geschäfte haben ganz normal geöffnet, nur eben nicht bis spät abends sondern 'nur' bis ca. 18 Uhr.

 

Cape Coral  Cape Coral

 

 

Montag wollen wir uns Fort Myers Beach ansehen - Strandtag. Denken wir. Aber zum einen ist es sehr stürmisch, am Strand liegen ist suboptimal. Und zum anderen ist der Strand einfach nicht unser Strand. Zu touristisch, irgendwie alles in die Jahre gekommen, wir fühlen uns nicht wohl, kommen uns vor wie in Lloret de Mar oder am Ballermann. Trotzdem essen wir etwas, Hunger hat man mittags ja immer. Und essen die besten spareribs überhaupt im Yucatan Grill. Aber wir sind froh, als wir wieder in unserem beschaulichen Heim sind.

 

Abends mal amerikanisches Fernsehen, CSI Miami, das passt doch. Ich verstehe erstmal kein einziges Wort - nicht nur, dass unglaublich schnell gesprochen wird. Nein, die meisten Silben werden auch noch verschluckt. Die Untertitel sind bei den schnellen Dialogen kaum zu lesen, weil man nicht mitkommt. Bei der zweiten Folge ist es besser - man hört sich so ein.

 


 

 

Dienstag, 29.04.14 – Freitag, 02.05.2014

 

Dienstag schauen wir uns Pine Island an - eine Plantage nach der nächsten soll hier sein. Wir fahren erstmal in den Norden, nach Bookelia. Der Ort ist klein? Nein, es ist eher eine Ansammlung von Häusern, einem fishing pier und natürlich einem Lokal und einer kleinen Marina. Und sind fassungslos, als wir einen geöffneten Telefonverteilerkasten sehen...

 

Schauen wir mal, was der Süden hergibt, hier soll es ein paar kleine Geschäfte und mehrere Lokale geben. Zumindest stehen hier mehr Häuser. Mag sein, dass es eine Art Geschäftsstraße gibt - aber wir finden sie nicht. Dafür sehen wir eine kleine unscheinbare Tiki-Bar in der Marina von St. James. Und hier fühlen wir uns auf Anhieb wohl. Viel Auswahl beim Essen gibt es nicht, aber es ist frisch zubereitet und lecker. Die Atmosphäre ist urig, nette Bedienung, gute Musik - was will man mehr. Strände gibt es auf Pine Island nicht, wir fahren nachmittags zurück zum Haus und nutzen den Pool.

 

Pine Island  Pine Island  Telefonverteilerkasten USA

 

 

Am Mittwoch fahren wir nach Sanibel. Man merkt schon bei der Fahrt über die Brücke, dass es hier etwas elitärer ist: 6 $ Mautgebühr... Happig. Auf Sanibel selbst kommen wir uns vor, wie auf einer Privatinsel oder einen kompletten gated community. Irre Häuser, die meisten Strandabschnitte sind privat, es gibt gar nicht soviele öffentlich zugängliche Strände. Die Parkgebühr kostet 2 $ die Stunde, man wird alle paar Meter darauf hingewiesen, ob man auch wirklich bezahlt hat... Bevor wir uns für einen Strand entscheiden, gehen wir erstmal in der Marina etwas essen. Einiges teurer als in der Tiki-Bar von Pine Island - und so viel anderes Essen gibt es hier auch nicht. Getränke gibt es aus nicht nochmal nutzbaren Plastikbechern, die nach Gebrauch den Müllberg bereichern, auch das Essen wird auf Plastiktellern serviert. Ganz im Ernst - muss das wirklich sein? Wir fragen uns nicht zum ersten Mal, was mit dem ganzen Plastikmüll passiert. Unglaublich.

 

Im Hafen liegen Yachten - Wahnsinn. Schon nett anzusehen. Wir wollen wenigstens ein Stündchen an den Strand. So schön es hier ist - wir finden Sanibel vollkommen überbewertet und auch der Strand von Naples gefällt ins wesentlich besser. Auf dem Heimweg muss natürlich wieder ein Stop bei Publix sein, abends gibt es sehr leckeren Lachs mit Salat.

 

Sanibel  Sanibel  Sanibel

 

Donnerstag fahren wir nochmal zum Miromar Outlet. Selbst ich werde dieses Mal fündig bei Tommy Hilfiger. Aufgrund Mothers Day gibt es für Damenbekleidung einen zusätzliche. Discount von 40 %. Aber selbst wenn man die normalen Ladenpreise anschaut, fragt man sich nicht zum ersten Mal, warum Kleidung in Deutschland so teuer ist. Die Kleidung hier liegt locker 20 % unter dem Preis in Deutschland - wohlgemerkt ohne Prozente und wir sprechen auch nicht vom Outlet-Preis sondern vom regulären Preis. Das kann man selbst mit den Steuern in Deutschland nicht begründen.

 

Abends probieren wir das Outback Steakhouse aus -  und sind positiv überrascht. Sehr nett eingerichtet für eine Kette, sehr freundliche Bedienung, es gibt guten Wein und die Fleischqualität ist hervorragend. Natürlich ist alles Geschmackssache - aber wir würden dieses Steakhouse jederzeit weiter empfehlen.

 

Freitag möchten wir nochmal an den Strand - aber das Wetter spielt nicht mit, es ist zugezogen und es sind Regen und Gewitter angesagt. Dafür 1 Stunde oder länger an einen Strand fahren? Nein... Da fahren wir doch lieber nochmal in die Tiki-Bar nach Pine Island. Hier könnte ich stundenlang sitzen.

 

Pine Island  Pine Island

 

Abends haben wir keine Lust, nochmal zu kochen und fragten stattdessen zu Applebees. Die Bedienung ist gut drauf und redet solange auf mich ein, dass ich den Hauswein nehmen soll, bis ich mich darauf einlasse. Sie versteht nicht, dass ich lieber einen guten Weißwein nehmen möchte, wenn ich doch beim Hauswein 2 für 1 bekomme... Also sprich 1/4 l anstatt 0,1 l. Der Hauswein ist akzeptabel und ich bereue es nicht. Wir nehmen beide das Menue - auch hier gilt 2 Menues für 20 $. Wir bekommen unglaublich viel Essen, hätten ein Menue auch teilen können. Die Qualität ist überraschend gut. Danach gehen wir noch in einen Liquor Store - irre, was für eine Auswahl an Wein und Spirituosen sowie Bier es hier gibt! Und hier bekommen wir auch Ingwer Bier sowie Rum für unseren neuen Lieblingscocktail, Dark n'stormy. Ein perfekter Ausklang am Pool...

 

 


 

 

Samstag, 03.05.14

 

Heute heißt es Abschied nehmen vom Haus in Cape Coral. Auch bei der Übergabe sehr freundlicher, professioneller Service, wir fühlten uns von Sue und Marcus wirklich gut und nett betreut und können sowohl die Vermittlungsagentur CCVS als auch die Betreuung durch die beiden wärmstens weiter empfehlen. Der verbrauchte Strom wird mit der hinterlegten Kaution verrechnet – und den verbleibenden Betrag haben wir innerhalb nichtmals einer Woche wieder auf unserem Konto.

 

Auf dem Weg zu unseren Freunden Richtung Norden regnet es in Strömen, es gibt einen Temperatursturz von über 15 Grad... Deswegen gibt es leider auch kein schönes Bild von der Sunshine Skyway Bridge. Absolute Empfehlung, wenn man von Sarasota nach St. Petersburgh fährt: unbedingt direkt nach der Toll Station (hier übrigens nur 1,25 $ anstatt der 6 $ von Sanibel...) auf den Parkplatz fahren - von dort hat man eine fantastische Sicht auf die Brücke.

 

Wir kommen ca. 16.30 h bei Todd und Sunny in Hernando Beach an. Die beiden sind diese Woche erst umgezogen, es ist alles noch ein wenig provisorisch - aber was für ein schönes Haus und was für eine schöne Ecke...hier kann man sich nur wohl fühlen.

 

Wir verbringen eine schöne Zeit miteinander, besuchen natürlich auch mal das Upper Deck. Treffen uns mit Bekannten zum Lunch, gehen mal in Weekie Wachee Gardens. Das ist quasi das Naherholungsgebiet hier in der Gegend. Ein aufgeschütteter Strand am Weekie Wachee River. Wenn man nur mal für 1-2 Stunden was machen möchte – ideal. Auch sehr schön ist der Linde Peterson Park. Ebenfalls eine Art Freibad. Wir sind etwas skeptisch – kann man hier wirklich schwimmen gehen? Schließlich gibt es hier Alligatoren… aber dafür sind Netze zur Abtrennung gespannt. Außerdem hat man hier wohl öfters die Chance, Manatees zu sehen.

 

Todd übertrifft sich an unserem letzten Abend selbst mit seinem Barbecue, Knoblauchbrot, grünem Spargel und Backofenkartoffeln. Als wir Dienstagmorgen fahren müssen, fällt nicht nur Dirk der Abschied schwer.

 

Weeki Wachee  Weeki Wachee

 

 

 

Weeki Wachee  Upper Deck Hernando Beach

 

 

 

 


 

Dienstag, 06.05.14

 

Die Fahrt nach Miami zieht sich... Für uns dieses Mal optimal als Startpunkt wegen der Everglades sowie Key West - aber ansonsten bevorzugen wir definitiv die Golfküste und die Mitte von Florida. Deswegen werden wir nach Möglichkeit nächstes Mal wieder anders fliegen.

 

Nach einer Fahrt von fast 7 Stunden (inkl. Pausen) kommen wir in Miami Beach an und checken im Dorchester ein. Ein kurzer Sprung in den beheizten (!!!) Pool - ja, beheizt… bei Temperaturen von Ende 30 Grad nicht wirklich eine Abkühlung...

Wir überlegen, wo wir hier etwas essbares und bezahlbares zu essen bekommen und schauen in Tripadvisor. Dort stoßen wir auf das Lokal Bella Cuba. Und sind mehr als zufrieden. Hervorragendes Essen, ein guter Wein, bezahlbare Preise - das sind Welten zum Oceans Drive. Absolut die richtige Entscheidung!

 

Danach bummeln wir Richtung Art Deco Viertel. Und stellen mal wieder fest: Miami als auch Miami Beach - hier gibt es nichts, was es nicht gibt... Jegliche Couleur der Geschmacksverirrungen, Drag Queens, Gay People (harter Tobak, ehrlich - und das von mir als Kölnerin... bekanntermaßen ist Köln ebenfalls eine Hochburg, aber das sieht man höchstens zum Christopher Street Day, ehrlich) So ziemlich alle Klischees werden bedient. Auch das Cruisen über den Oceans Drive, offene Fenster, Musik, Party - und auch Bordsteinschwalben, die offen potentielle Kunden ansprechen. Man sollte sowohl Miami als auch Miami Beach mal erlebt haben - aber unser Ding ist es nicht. Zu künstlich.

 

Morgens Frühstück im Hotel, dann nochmal an den zugegebenermaßen wunderschönen langen, breiten Sandstrand - und dann ist es Zeit, zurück zum Flughafen zu fahren. Ein wunderschöner, abwechslungsreicher Urlaub geht leider zu Ende - wir könnten locker noch 1 Woche länger bleiben.

 

Aber es hilft alles nichts - und nach dem Urlaub... ist vor dem Urlaub...

 

Miami Beach  Miami Beach

 

Miami Beach