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Start Reisen Kreta Kreta Juni 2013 - Kalamaki

Kreta Juni 2013 - Kalamaki

Beitragsseiten
Kreta Juni 2013 - Kalamaki
Kalamaki, Kamilari + Pitsidia
Agia Galini, Agios Georgios + Sivas
Pitsidia + Matala
Skinaria, Spili + Kamilari
Kalamaki - und ein Besuch
Timbaki
Matala-Festival
Auch der schönste Urlaub geht zu Ende...
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Eigentlich war Kreta dieses Jahr nicht mehr geplant Es gab jedoch günstige Flüge - und ich würde gerne nochmal mit meiner Mutter dorthin. Ihr hat es dort im September so gut gefallen. Also haben wir im Frühjahr gebucht und nun geht es los...

 

 

Samstag, 15.06.2013

Es geht schon gut los... Am Fahrkartenautomat eine Schlange - obwohl ich rechtzeitig in Deutz bin, schaffe ich es genau pünktlich zum Zug. In der Regionalbahn eine Gruppe Männer - Junggesellenabschied. Von Köln bis zum Flughafen Düsseldorf höre ich immer nur den Refrain "sie hatte nur noch Schuhe an" - und Gegröle. Was für ein Text...

Am Düsseldorfer Flughafen geben wir die Koffer auf, essen noch eine Kleinigkeit (wider Erwarten lecker) und gehen durch die Sicherheitskontrolle. Der Flug geht pünktlich - denken wir... Wir sitzen 1,5 Stunden im Flugzeug, bevor es losgehen kann. Die Flugsicherung gibt den Flug nicht vorher frei... wegen der schlechten Wetterlage in Deutschland. Na toll. Schauen wir mal, wie es weitergeht - kann ja nur besser werden.

Wir landen wider Erwarten mit nur 1 Std Verspätung... Übernehmen unser Auto, dieses Mal ist es ein Renault Clio mit ca. 44.000 km. Wir fahren im Dunkeln nach Kalamaki - im Gegensatz zu September letzten Jahres völlig unproblematisch für mich. 1 Std später sind wir bei Arsinoi, werden mit einem Linsengericht, Kartoffeln mit Wildkräutern und Salat erwartet... Aber... Wir wollen nur an den Strand. Essen bei Aristidis Tzatziki und Schafskäse aus dem Ofen, trinken einen Wein und sind glücklich.

Am nächsten Tag erfahren wir, dass es Samstag um ca. 19.30 h ein heftiges Erdbeben in der Stärke von 5,9 auf der Richterskala gab, und die Erde muss recht lange gebebt haben. Na - da war ich ja fast froh über unsere Verspätung....

 

 


 

Sonntag, 16.06.2013

Es ist heute unglaublich heiß... Über 30 Grad. Strand ist genau das Richtige. Vormittags ist das Meer noch ruhig und wir können etwas schwimmen. Herrlich, diese Abkühlung. Mittags reicht uns ein griechischer Salat - danach ist Siesta angesagt. Wir treffen uns um 15.30 h wieder und fahren nach Pitsidia, zur Traumfabrik - und trinken hervorragenden Cappuccino. Mama gefällt es auch gut.

Danach muss noch ein Abstecher nach Kamilari sein, zu Alex. Sie freut sich scheinbar genauso wie ich. Schön, sie wiederzusehen. Wir bestellen für Mittwoch Juvetsi mit Huhn - freu mich schon darauf.

Abends eine leckere Dorade, bitte ohne Zitrone. So ganz ohne Zitrone? Ja. Wirklich? Ja - ich bin allergisch gegen Zitrone. Ok... aber Olivenöl mit Zitrone geht doch? Nein... ich ernte Verwunderung, bekomme die Dorade aber ohne Zitrone. Mama nimmt Imam (gefüllte Auberginen) - eine riesige Portion.... Nicht zu schaffen. Definitiv nicht. Danach freuen wir uns auf einen Absacker bei Michali. Und bekommen Überraschungsbesuch von einer lieben Bekannten aus Österreich - einfach nur nett und unkompliziert. Und das Mittagessen für Freitag steht auch schnell fest... Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen - mal schauen, was uns morgen erwartet...

So ganz gemütlich geht es aber nicht in den nächsten Tag... Um 0.30 h wieder ein Erdbeben. Das Bett wackelt ganz schön. 5,8 auf der Richterskala.... Und ein paar kleinere Nachbeben. Das muss ich jetzt aber nicht nochmal haben. Seit Jahren komme ich her - soviel Erdbeben hintereinander (Sep 2012, Apr 2013 und jetzt) hatte ich noch nie und brauche ich auch nicht nächstes Mal...

 


 

Montag, 17.06.2013

Nachdem wir unser Studio bezahlt haben, fahren wir nach Agia Galini, bummeln durch die Gassen. Meine Mutter findet eine schöne Keramikschale, kein 08/15 Teil. Es ist unglaublich heiß, Ende 30 Grad, lange bummeln ist nicht. Ich hätte nicht mit so extremen Temperaturen um diese Zeit gerechnet. Erstmal eine kalte Cola am Hafen. Mama möchte schwimmen, am liebsten am Strand von Agia Galini. Ich mag den Strand nicht sooo gerne und schlage vor, noch etwas zu erkunden und später dorthin zu gehen. Wir fahren Richtung Melambes - die Aussicht ist atemberaubend schön. Ich halte immer wieder kurz an, damit auch ich die Eindrücke auf mich wirken lassen kann. Fantastisch.


Erst überlege ich, nach Triopetra weiterzufahren. Am Strand von Agios Georgios halte ich kurz an. Überlege, ob wir nicht hier bleiben sollen. Steile Schotterpiste mit Kurven. Meine Mutter bekommt die Krise, da kommen wir nie wieder hoch, lass das lieber. Fast traue ich mir das auch nicht zu - und beschließe dann, es wird schon gut gehen. Und wenn alle Stricke reißen... bitte ich eben jemand, mir zu helfen...

Ich glaube, Mama stirbt tausend Tode... Aber sie kommt mit. Unten ist eine kleine Snack Bar, urgemütlich. Es gibt nur ein paar kleine Gerichte. Wir entscheiden uns für einen griechischen Salat und ein Omelette mit Gemüse. Und sind positiv überrascht - lecker! Ich komme mir vor, wie in der Karibik – improvisiert, aber nett gemacht, sauber. Wir sitzen schön schattig unter einem Schilfdach mit Blick aufs Meer und die Paximadia-Insel.

Der Strand ist relativ leer, da weit und breit kein Schatten da ist, gönnen wir uns für 6€ zwei Liegen mit Sonnenschirm - ansonsten würde man es nicht aushalten können. Das Meer ist eisig kalt. Nein. Erfrischend. Wir sind zwar froh, dass wir unsere Wasserschuhe dabei haben, da der Strand etwas steinig ist. Zur Not ginge es aber auch ohne. Der Strand gefällt uns richtig gut. Es ist unglaublich ruhig und friedlich hier. Zum Abschluss noch in der Taverne eine Cola und irgendwann geht es wieder zurück. Unnötig zu erwähnen, dass ich ohne Probleme die steile Schotterpiste und Kurven hoch gekommen bin ohne Hilfe - oder?


 

In Agia Galini zeige ich meiner Mutter den Strand dort. Ok - zumindest der zweite Abschnitt ist ganz nett - aber sie sagt sofort, dass sie mich nun versteht. Auch sie würde jederzeit lieber an den anderen Strand fahren wollen.

Abends fahren wir nach Sivas zu Sofia. Erst war Mama etwas skeptisch. Warum denn fahren. Muss das denn jetzt noch sein. Ja, es muss... Zuerst gehen wir im den Töpferladen - er hat etwas vergrößert, vielleicht hole ich mir dort noch eine schöne Teetasse fürs Büro. Er meint, wir sollen mal nach oben gehen, da hat er noch mehr. Irre, wie viel Ware dort ist. Und die Holzdielen knarren und bei jedem Schritt klappert das ganze Geschirr unheilverkündend... Nein, hier laufe ich nicht weiter herum - was mache ich, wenn etwas zu Bruch geht? Der Töpfer lacht, als ich ihm das sage - das Haus ist so alt, hier passiert nichts. Na, ich weiß nicht so recht...

Sofia erkennt mich sofort wieder und sagt als erstes zur Begrüßung "hast es also wirklich wahr gemacht, dass Du mit deiner Mutter herkommst". Ja, habe ich... Das Essen ist gewohnt gut, mal etwas anderes als die sonst üblichen Gerichte hier. Ein wirklich schöner Abend. Und selbst Mama mag nochmal herkommen. Na, das machen wir doch glatt.

Später bei Michalis im Paradise noch ein Absacker – ich möchte auch gern noch einen Wein trinken, musste ja Auto fahren. Wir sind überrascht - sonntags war noch einiges los, heute sind wir die einzigen Gäste. Michalis sagt auch, dass die Geschäfte für diese Jahreszeit ungewöhnlich schlecht laufen. Ich hoffe für alle hier, dass es nicht so bleibt...

 


 

Dienstag, 18.06.2013

Ich lese im Internet von einer neuen Warnung vor einem heftigen Erdbeben für Kreta - ups... Das muss ich aber nicht haben ... Ich schiebe den Gedanken beiseite, Strandtag!!! Das Wasser ist zwar nicht ganz ruhig, aber zumindest so, dass auch meine Mutter sich vor dem Delfini hineintraut. Das mit den Festplatten im Meer ist wirklich nicht so einfach, besonders nicht für ältere Menschen. Faulenzen, schwimmen, lesen... Der Vormittag vergeht schnell. Nach einem kleinen Essen Siesta auf dem Zimmer, wir sind wieder für 16.30 h zum Kaffee trinken verabredet.

Aufgrund des leckeren Kaffees in der Traumfabrik zieht selbst meine Mutter diese dem Vrachos vor - schöne Aussicht gegen guten Kaffee, der Kaffee ist klarer Sieger. Übrigens ist auch der Filterkaffee hier sehr zu empfehlen - zubereitet mit einem Bodrum Kaffeebereiter. Ein richtig schöner Nachmittag.

 

Danach fahren wir noch spontan nach Matala. Finden sofort einen Parkplatz und ich bleibe direkt beim ersten Laden hängen und kaufe mir gegen jede Planung einen schönen Anhänger. Leider hatte ich vergessen, dass ich mittags gezahlt habe und gar nicht soviel Geld dabei habe, wie ich dachte.... Mama kann zum Glück aushelfen - jetzt haben wir gerade noch 6€ und laufen mit abgezähltem Geld herum... Und wie es so ist, sehen wir das ein oder andere, das wir uns verkneifen. Ich zeige ihr die kleine Kapelle im Berg und wir zünden für uns alle eine Kerze an. Bewundern die Bilder von den Strassenmalern. Es reicht dann noch für eine Cola zum Ausklang. Es ist ruhig und friedlich, die meisten machen sich wahrscheinlich gerade fertig für den Abend. Am Wochenende wird hier wegen des Matala-Festivals die Hölle los sein.

Abends sind wir lose verabredet bei Aristidis mit meinen österreichischen Bekannten. Nicht nur wir haben die Zeit vergessen - die beiden auch. Das passt doch wunderbar... Und so treffen wir uns erst um 20.30 h. Essen wie immer hervorragend und günstig und haben einen richtig schönen, netten Abend mit Ulrike und Ines. Die beiden wollen noch zu Michalis, aber wir nicht. So trennen sich unsere Wege - nicht ohne die Verabredung für Freitag zu bestätigen. Meine Mutter und ich gehen zu Frangisco ins Avra und trinken dort noch etwas. Inklusive eines kleinen 'Mitternachtsnacks' in Form von Oliven, Feta und Tzatziki... Unglaublich aber wahr. Ein richtig schöner Abend mit meiner Mutter und einem tollen Gespräch.

 


 

Mittwoch, 19.06.2013

Was machen wir heute... Wir möchten beide nochmal in die Bucht von Skinaria. Unterwegs ist es stürmisch, das Auto wackelt. Hoffentlich ist das am Strand nicht so... Wir fahren durch Spili und die immer wieder beeindruckende Kourtaliotis-Schlucht. Aussteigen können wir allerdings nicht – es ist dermaßen stürmisch…

In Levkogia geht es ab nach Skinaria - heute ist Mama keine gute Beifahrerin. Dabei ist die Straße halb so wild. Angekommen. Die Bucht ist wirklich wunderschön. Der Wind ist heftig - mal kommt er vom Meer, mal von der Landseite. Aber noch geht es. Das Meer ist eiskalt - mir kommt es so vor, als ob es genauso kalt wie im April ist. Aber es ist herrlich. Und man kann problemlos ohne Schuhe ins Wasser gehen. Der Wind wird leider immer heftiger. Wir können unsere Sachen nicht trocknen, sie würden wegfliegen. Bald ist auch kein ruhiges, entspanntes Sitzen mehr möglich, der Wind kommt von allen Seiten, fegt den Sand über alles, wir sind gesandstrahlt. Es hat einfach keinen Zweck. Hätten wir das geahnt, wären wir eher nach Lentas gefahren. Naja, zu spät.

 

Wir sind uns beide einig, dass wir hier nicht essen wollen. Stattdessen fahren wir zurück nach Levkogia und gehen zur Taverne Stelios. Denn dort kann man drinnen geschützt sitzen. Der Inhaber ist total freundlich, wir bestellen den üblichen griechischen Salat und Zucchinibällchen. Sehr lecker. Der Wind rappelt an den Fenstern, manchmal befürchten wir fast, dass er die Scheiben eindrückt oder zum bersten bringt. Wenn wir schon einmal hier sind, möchten ich mir wenigstens die beiden Buchten Damnoni und Ammoudi ansehen. Ammoudi ist etwas kleiner, vielleicht gemütlicher, nicht so überlaufen. Aber zu Taverne/ Hotel sind ein ganzes Stück zu laufen, also sollte man sich auf jeden Fall Wasser mitnehmen und evtl. eine Kleinigkeit zu essen. Damnoni ist größer, die Hotelanlage Hapimag ist zwar in die Bucht hinein gebaut worden, passt aber durchaus ins Bild. Hier gibt es einige Tavernen direkt am schönen Strand. Gefällt uns gut. Aber auch hier kein Liegen möglich - es stürmt, der Sand fegt über uns.


 

Da machen wir doch lieber noch einen Stop in Spili, gehen in 'unserem' Café noch etwas trinken und bummeln durch den Ort. Wir gehen zum ersten Mal in den Kräuterladen, das riecht vielleicht gut hier! Es gibt mit Lavendel, Zimt, Kaffee, Rosen, Limonen etc. versetzte Olivenseife. Diese wird in Blöcken verkauft. Ich habe das noch nie gesehen. Toll. Außerdem Gewürze, Honig, Raki, aromatisierte Öle und Essig, Badezusätze, ach - einfach tolle Sachen fürs Wohlbefinden. Allein dafür hat sich der Stop schon gelohnt.

 

Wieder in Kalamaki ist erstmal Siesta angesagt, die Fahrerei in der Hitze (wieder fast 40 Grad) hat mich trotz Klimaanlage geschafft. Mama will am Strand noch einen Kaffee trinken, kapituliert aber auch vor dem Wind.

Abends fahren wir nach Kamilari zu Alex und Kostas - das bestellte Juvetsi mit Huhn schmeckt wieder total lecker. Mama gefällt es erst nicht so gut. Ein Lokal auf einem kleinen Platz. Und dann noch so ein komischer kleiner Laden... Naja, egal wie nett Alex und Kostas sind, das ist hier erstmal nicht so ihr Ding. Aber so langsam entspannt sie sich und auch sie findet es gemütlich und familiär. Einfach mal was anderes. Es ist wirklich schön, hier zu sitzen. Wir bekommen auch eine kleine Kostprobe vom Stifado. Ebenfalls sehr gut. Und meine Mutter probiert das Wildgemüse aus, findet es klasse. Ich persönlich mag es nicht so gerne. Es schmeckt ein wenig wie Spinat, aber herber. Es wird abgekocht serviert, man würzt es dann mit Salz, Olivenöl und Zitrone. Wir kommen mit zwei Paaren nett ins Gespräch, es ist einfach nur gemütlich und schön. Als wir fahren meint Kostas, ich soll Mama nach Hause bringen und dann wiederkommen. Hahaha. Aber hier müssen wir wirklich nochmal hin. Meint Mama.

Zurück in Kalamaki gehen wir noch zu Aristidis und trinken dort einen Wein. Es ist nicht mehr soviel los, alle haben Zeit, ein bisschen mit uns zu quatschen. Den Strand in der Nähe von Agia Galini kennen sie, der Betreiber der Strandtaverne ist ein Freund von Nektario, der vorher ein Lokal in Agia Galini hatte. Und die Bucht von Skinaria kennen sie alle nicht. Nach einem Blick auf die Fotos erstmal Diskussion untereinander - da muss man aber unbedingt mal hin. Finden wir auch.

 


 

Donnerstag, 20.06.2013

Wir sind heute mit Nele verabredet - ich freu mich schon sehr auf sie. In Mires holen wir frisches Brot und als Mitbringsel und als Nachtisch diese unglaublich leckeren kleinen Kuchen. Meine Mutter ist von der Konditorei und den tollen Sachen dort ebenso beeindruckt wie ich. Bei Nele verbringen wir eine schöne Zeit. Ich würde gerne länger bleiben - aber gegen 15 h halte ich die Hitze nicht mehr aus, es geht kein Windhauch. Es sind wieder fast 40 Grad, selbst im Schatten ist es kaum auszuhalten. Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg zum Botano nach Kouses - aber wir sind uns einig, dass wir nur noch ans Meer wollen.

Das Meer ist heute wieder ruhig, selbst Mama kann ohne Probleme hinein. Wir bleiben bis 18.30 h am Strand. Abends bei Aristidis bestellt Mama sich eine kleine Portion Gyros. Klein? Haha. Wir groß ist dann erst die normale Portion? Ich bestelle mir das Tagesgericht, das schon den ganzen Tag so lecker geduftet hat: Schweinefleisch mit Zwiebeln und Paprika, geschmort in Wein. Unglaublich zart, kein Fett - und soooo lecker! Leider habe ich nicht daran gedacht, eine kleine Portion zu bestellen. Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass ich die inzwischen automatisch bekomme, weil ich immer eine kleine Portion nehme. Nein. Es kommt eine normale Portion - das kann doch keiner aufessen... Unfassbar. Aber wie gesagt - einfach nur lecker.

 

Wir haben zuviel gegessen, da hilft auch kein Raki. Können nicht mehr auf den Stühlen sitzen, gehen zum Strand, legen uns auf die Liegen und beobachten das Meer und die Sterne. Es ist noch zu früh zum schlafen gehen - und noch ein kleiner Raki schadet uns bestimmt nicht. Im Noti Ammos waren wir dieses Jahr noch nicht, also gehen wir dorthin. Bestellen einen normalen Raki - und sind fassungslos...

Es gibt wieder einen leckeren Obstteller dazu - und wir sind uns einig, dass wir hier nochmal hingehen.

 


 

Freitag, 21.06.2013

Markt in Timbaki... Mama will hin, ich wundere mich. Der Verkehr ist chaotisch wie immer, ich finde aber einen guten Parkplatz auf der Hauptstraße. Ich sauge die Atmosphäre auf, das Chaos, was ich gar nicht schlimm finde. Aber meine Mutter ist wie erschlagen. Geschrei hier, Geschrei dort - jeder Stand hat das tollste Obst und Gemüse, die schönsten Klamotten, die besten Schuhe... Und natürlich immer günstig… ich erstehe sogar ein paar schöne Sandalen mit Fußbett für sage und schreibe 15 €. Irgendwann haben wir alles gesehen, wir wollen einfach nur etwas Ruhe. Auf der Platia etwas trinken, ausruhen. Es ist wieder unglaublich warm. Und extrem windig. Bis zu unserer Einladung haben wir noch etwas Zeit, schauen uns den Strand von Kokkinos Pirgos an. Und ich gebe zu - man kann hier wirklich wunderbar ins Wasser gehen. Ohne Schuhe. Keine Felsplatten. Trotzdem gefällt es mir hier nicht so richtig. Aber durchaus eine Alternative.


 

Dann geht es zu Ulrike und Ines. Wow - haben die Beiden sich eine Mühe gemacht! Dorade, Tiropites, Kräuteröl und ein toller Salat. Danach noch etwas Kuchen, Melone, Kaffee. Mit soviel hatten wir nicht gerechnet. Danke schön - es war super lecker und richtig schön mit Euch! Und dazu noch der tolle Ausblick auf die Bucht von Timbaki, hier könnte ich stundenlang sitzen.

 

Ich fahre nachmittags noch kurz zu Alex und Kostas. Leider kein vernünftiger Parkplatz da, deswegen nur noch ein kurzer Besuch. Gerne würde ich nochmal kommen bevor wir abreisen - aber man kann nicht alles haben. Danke auch Euch nochmal für alles - ich hoffe wir sehen uns im nächsten Jahr wieder. Und ich kann nur empfehlen, die kleine Taverne „Loggia“ auszuprobieren - es lohnt sich.

Trotz des Sturms wage ich mich an den Strand, kann sogar ins Wasser. Aber danach... Keine Chance mehr, der Sturm nimmt zu, der Sand fliegt mir um die Ohren. Dann eben doch Siesta.

Abends fahren wir ein letztes Mal zu Sofia nach Sivas. Meine Mutter isst zum ersten Mal in ihrem Leben gefüllte Zucchiniblüten. Nach der anfänglichen Skepsis ist sie ganz begeistert. Briam und Suzukakia sind ebenfalls hervorragend. Der Laden ist voll. Freut uns für Sofia. Leider hat sie dadurch natürlich keine Zeit für uns, aber das ist völlig in Ordnung. Ich bin etwas sentimental beim Abschied... Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr wieder.... Beim Töpfer erstehe ich noch eine kleine Karaffe für Raki oder was auch immer inkl. kleiner Mini-Tassen. Witzig.

Zurück in Kalamaki gehen wir natürlich zu Michalis. Und sind absolut geplättet - ich wollte einen kleinen Raki, weil ich in Sivas ja nicht viel trinken konnte wegen Auto fahren. Bestelle auch ausdrücklich einen kleinen. Und bekomme ein großes Wasserglas voll... Ne, also das geht heute nicht mehr. Nachdem ich mich strikt verweigere - nimmt Michali es selbst und trinkt es in einem Zug leer. Unglaublich. Bei Niko teilen meine Mutter und ich uns dann doch noch einen Raki und ein Wasser und bekommen wieder einen tollen Obstteller dazu. Wir zahlen ganze 2 €... Dafür bekomme ich in Deutschland gerade mal ein Glas Wasser, wenn ich Glück habe... Ein schöner Tag geht zu Ende. Für morgen verabreden wir uns zum Frühstück, wollen ein letztes Mal in die Traumfabrik in Pitsidia. Hoffentlich ist es morgen nicht so windig, damit wir nochmal an den Strand können... Ich weiß jetzt schon - morgen wird nicht leicht für mich...

 


 

Samstag, 22.06.2013

Wir fahren nach Pitsidia – ein letztes Mal Frühstück in der Traumfabrik. Mama hat eine Extra-Bestellung. Professionell und freundlich – gar kein Thema. Ich entscheide mich für das Omelette mit Zucchini, Schafskäse und Minze – lecker! Und natürlich der fantastische Kaffee… irgendwie komisch. Morgen geht es nach Hause. Wir wollen uns das aber gar nicht vorstellen und verdrängen das, machen uns noch einen richtig schönen Tag.


 

Obwohl wir ursprünglich sagten, dass wir auf keine Fall während des Festivals nach Matala fahren wollen – tun wir es trotzdem. Und sind froh. Wir bekommen noch einen kostenfreien Parkplatz – keiner hat sich getraut dort zu parken, weil der Müllcontainer dort steht. Wir versetzen ihn einfach ein wenig und schon haben wir den perfekten Parkplatz. Es ist trotz vieler Menschen noch ruhig und beschaulich. Wir schauen uns in Ruhe die Marktstände an, ich entdecke einen Stand mit Mandalas. Die habe ich hier in Köln nicht finden können, nur über das Internet. Mama sieht das zum ersten Mal. Wir probieren es beide aus – und schon wechseln 2 Stück ihren Besitzer.

Die Geschäfte sind noch relativ leer, ich finde die Tassen wieder, welche mir letztes Mal so gut gefallen hatten. Und kaufe für unsere Tee-Zeit im Büro für meine Kollegin direkt eine mit. Am Strand ist eine Beachbar aufgebaut, dort ist schon jede Menge los. Außerdem klingen Reggae-Klänge durch den Ort. Wir sind froh, dass doch noch hier waren – ansonsten hätten wir wirklich etwas verpasst! Es ist allerdings schon jetzt sehr heiß – und wir wollen nur noch zurück nach Kalamaki, ans Meer.



 

Wir fahren noch nach Koueses, zum Botano, und erledigen unsere Einkäufe. Zurück in Kalamaki gehe ich an den Strand. Das Wetter ist uns wohl gesonnen, kein Wind, ich kann sogar etwas schnorcheln. Nachmittags trinken Mama und ich bei Michalis noch einen leckeren Frappé – und müssen versprechen, dass wir abends noch „good bye“ sagen kommen. Er hätte etwas für Mama. Aha…

 

Bevor wir zu Aristidis zum essen gehen, gehen wir noch im Laden „Crete Nature“ von Noi’s Mann, Georgios, vorbei. Auf den ersten Blick nicht ganz so anheimelnd, zumindest nicht für deutsche Urlauber. Aber Georgios weiß, was er verkauft. Der größte Teil ist hausgemacht von der eigenen Farm. Das Olivenöl und der Raki sind total lecker – und der Joghurt…am besten mit dem hauseigenen Honig… ein absoluter Traum. Ganz cremig.

Danach erstmal etwas essen, wir sitzen dort gemütlich, lassen nochmal alles auf uns wirken. Zum Glück bestellen wir wieder nur kleine Portionen... Und wir sind schon ein wenig wehmütig. Wir verabschieden uns von allen und haben wieder einmal das Gefühl, nicht nur als Gast sondern auch als Freund zu gehen. Michalis hat tatsächlich etwas für meine Mutter – wir sind ganz überrascht. Sie freut sich riesig und ich finde es klasse, dass er das macht. Auch hier verabschieden wir uns. Drehen noch eine Runde. Kurz bei Fangisco vorbei. Dort lernen wir die Malerin Helga Maria Mikosch kennen und unterhalten uns eine Weile mit ihr. Das Studio in Kamilari werde ich mir beim nächsten Mal vielleicht mal ansehen. Ein paar Arbeiten gefallen mir sehr gut.

Und natürlich können wir auch nicht an Nicos vorbei und setzen uns dort noch einen letzten Drink inklusive leckerem Obstteller hin.



 

Sonntag, 23.06.2013

Frühmorgens treffen wir uns zum Frühstück bei Noi, wir sind eingeladen. Doch so richtig können wir das gar nicht genießen, sind gedanklich noch beim Koffer packen und bereits auf dem Heimweg. Wir fahren früh los, viel zu früh für unseren Flieger. Kommen besser durch, als von Noi und Leftheri befürchtet und warten darauf, dass wir unsere Koffer abgeben können. Mit meinem elektronischen Ticket auf dem Handy kommen die Griechen nicht so ganz klar – aber alles ist gut…

Wir sind überrascht, dass wir im Selbstbedienungs-Restaurant auf der 1. Etage einen wirklich leckeren, ganz frischen griechischen Salat bekommen. Auch die Pommes Fittes werden frisch gemacht uns sind lecker. Also wieder eine Premiere und ein positives Erlebnis am Flughafen von Heraklion. Der Flug ist ruhig, wir landen etwas früher als geplant in Düsseldorf. Und warten ungelogen 45 min auf unsere Koffer…

Ein schöner Urlaub ist zu Ende. Wir sind knapp 600 km gefahren, haben zwar viel gesehen, aber uns auch gut erholt und alles etwas langsam angehen lassen. Kreta und und die Menschen dort sind gastfreundlich wie immer. Und ich weiß: Kreta, ich komme wieder… wenn auch nicht mehr dieses Jahr.

Und überhaupt – nach dem Urlaub… ist vor dem Urlaub…