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Kreta 2013 - Osterferien

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Kamilari Wir möchten nochmal gemeinsam Urlaub mit Annika, Dirk's Tochter, machen... Es stehen einige Ziele zur Auswahl - Kreta kommt eigentlich nicht in Frage, weil die Flüge so unverschämt teuer in den Osterferien sind. Wir recherchieren und suchen - und das einzige Haus, welches meiner Familie gefällt... ist auf Kreta, in Kamilari. Tja - da kann man nichts machen, oder?

Samstag, 23.03.13
Um 3.40 h morgens klingelt der Wecker - das ist früh... Aber wissen ja, wofür. Stehen sofort auf, alles klappt reibungslos, auch das bestellte Taxi ist pünktlich. Wir denken, dass wir viel zu früh am Flughafen sind - von wegen... Es ist brechend voll! Damit haben wir nicht gerechnet - aber eigentlich hätten wir uns das denken können, am ersten Ferientag. Wir wollen dann schnell durch die Sicherheitskontrolle - wer weiß, wie lang das heute dauert. Und sind überrascht. Wenige andere Passagiere, wir sind schnell durch. Der Flug ist angenehm ruhig und nach knapp 3 Stunden kommt Kreta in Sicht. Annika ist schon gespannt. Die Landung ist butterweich - der Pilot sagt beim aussteigen irgendwann "bitte den Co-Piloten nicht mehr zu sehr loben, sonst dreht der irgendwann durch und wird größenwahnsinnig". Und lacht, genau wie wir. Beim Ausstieg stelle ich fest, dass es ganz anders riecht als im September. Und es ist schön und angenehm warm. In Köln hatten wir beim Abflug -2 Grad - und hier sind es 18 Grad. Ist das angenehm nach dem langen Winter in Deutschland! Nach nur 10 min haben wir unsere Koffer und verlassen das Gebäude. Unsere Maschine war die einzige, der ganzen Flughafen wirkt total verschlafen. was für ein Unterschied zur Hauptsaison. Draussen stehen keine Unmengen von Bussen sondern nur einige, die vereinzelt Gäste abholen.

Wir holen unseren Wagen bei unserer Autovermietung ab, übernehmen ihn mit 27.800 km, bekommen wieder Olivenöl geschenkt und los geht es, Richtung Kamilari. Während der Fahrt sind wir fasziniert, wie grün die Insel ist. Und dass etwas höher die Berge noch Schnee-bedeckt sind. Ich war mal im Juni da, aber so wie jetzt habe ich die Insel noch nie gesehen. Wunderschön, frisches Grün überall und Blumen. Kurz vor Mires halten wir bei Lidl und erledigen einen ersten Einkauf für das Nötigste wie Getränke, Zutaten für einen griechischen Salat und das Frühstück. Fetakäse gibt es hier ab 400 g - und bis zu 5 kg.

In Kamilari werden wir abgeholt und fahren zu unserem Ferienhaus. Klein und einfach, aber schön. Und soooo ruhig! Wohl fühle ich mich erst, nachdem ich Küchenschränke ausgewaschen und die Küche etwas sauber gemacht habe. Typisch deutsch - aber so ist es nunmal. Dann einen griechischen Salat machen - und... draußen sitzen und essen! Die Aussicht ist atemberaubend, die Vögel zwitschern und es tut einfach nur gut, die frühlingshafte Wärme zu genießen. Koffer auspacken, das Haus langsam in Besitz nehmen - wir fühlen uns sofort wohl. Den Nachmittag nehme ich mir eine Decke und lege mich draußen in dien Sonne. Kommen uns vor, wie im Sanatorium - und genießen es.

Gegen 17.45 h fahren wir nach Kalamaki zu Noi. Das Haus wird gerade etwas umgebaut, auch unten im Souterrain wird es dieses Jahr Zimmer geben. Leftheri freut sich, uns zu sehen. Und Noi erst - wir drücken uns erstmal ganz feste. Komisch, das Haus vor der Saison während der Renovierungs- und Aufräumphase zu sehen. Natürlich kommen wir nicht weg ohne einen Kaffee und etwas zu essen. Da lässt sie nicht mit sich reden. Wir fügen uns und bleiben. Leckere Auberginen mit Kartoffeln, Linsen, eine Art Tortilla, Chorta, Käse... Ich kann sie gerade davon abhalten, noch Nachschub zu holen.

Wir verabschieden uns und fahren zum Strand. Und sind schockiert: beim Avra ist kein Strand mehr! Alles Felsbrocken, der komplette Sand ist weg... armer Frangisco, nicht gut für ihn. Überhaupt wurde viel Sand weggespült, der Strand ist steiler als letztes Jahr. Und vorm Aristidis kann nun eine Reihe Liegen weniger aufgestellt werden. Frangisco sagte ja mal, dass es mal mehr, mal weniger Sand gibt. Aber dass es so krass sein könnte - das hätten wir nicht gedacht. Aristidis hat zum Glück schon geöffnet - erst den 2. Tag. Gutes timing, würde ich sagen. Auch hier werden wir herzlich empfangen. Das Essen ist hervorragend wie immer, der Raki hinterher ebenfalls...

Ansonsten hat nur das Delfini auf, hier sieht es auch gemütlich und voll aus. Alle anderen haben noch geschlossen, viele machen erst nächste Woche oder später auf. Auch der Supermarkt hat noch zu. Komisch - und schön durch einen verschlafenen Ferienort zu gehen. Es wird noch fleißig renoviert und vorbereitet für die Saison. Bin gespannt, wie es sich die nächsten 14 Tage entwickelt. Um 21 h liegen wir alle todmüde im Bett - war ein langer und schöner erster Tag.

Aussicht Kamilari


 

Sonntag, 24.03.13
Um 6 h werde ich das erste Mal wach, schlafe nochmal ein und stehe um 7.15 h auf. Die Betten sind bequem, ich habe super geschlafen. Aber jetzt kann und mag ich nicht mehr liegen. Ich möchte einen Kaffee und aufs Sofa. Draußen scheint die Sonne, noch ist es frisch. Aber es ist absehbar, dass es wieder ein schöner Frühlingstag wird. Noi und auch Nektario sagten gestern, dass der ganze Winter im großen und ganzen schön war. Natürlich hat es auch geregnet - aber man hat hier sowohl Temperaturen von 7 Grad - als auch von 20 Grad tagsüber.  Nach und nach wird auch die restliche Familie wach, wir frühstücken und fahren dann über Pitsidia zur Taverne Vrachos, wo wir einen fantastischen Blick über unsere ganze Bucht haben. Das Meer ist so unglaublich blau - und diese Stille, nur unterbrochen durch die Wellen von unten und Vogelgezwitscher! Ich könnte hier stundenlang sitzen.

Danach fahren wir weiter nach Matala. Der Parkplatz ist leer, der Strand ebenso. Keine Liegen und Sonnenschirme sondern nur ein paar Angler - und Griechen, die in einem der wenigen offenen Cafés ihren Kaffee trinken. Total verschlafen, kaum zu glauben, dass hier bald halligalli sein wird. Wir nutzen die Gelegenheit und schauen uns die Höhlen an. Früher war dies eine Grabstätte der Römer, irgendwann Versteck für Kretas Widerstandskämpfer und in den 70ern Wohnstätte der Hippies. Man hat einen schönen Blick auf die Bucht, die Höhlen sind klein und sehr niedrig - und in der ein oder anderen riecht es nicht wirklich gut... Schön, das einmal gesehen zu haben. Aber Eintritt im Sommer hierfür zahlen? Never ever.Wir schlendern weiter durch den Ort, der ein oder andere Laden hat schon geöffnet, einige rüsten sich für die Saison, sind fleißig am putzen und aufräumen. Die kleine alte, in den Fels gebaute Kirche sehen wir auch zum ersten Mal. Noch ein paar Einkäufe im Supermarkt für heute Mittag. Ich würde gerne noch die öffentliche Toilette nutzen - gehe aber sofort rückwärts wieder heraus. So nötig ist es zum Glück nicht. Und wenn - würde ich diese Toilette auf gar keinen fall benutzen. Kot und Papier - ich lasse mich besser nicht näher dazu aus...

Wieder zu Hause kochen wir Spaghetti mit frischen Tomaten und Knoblauch - danach macht jeder, was er will und gammelt vor sich hin - schlafen, Fernseh schauen, lesen, was auch immer. Abends wollen wir mal in Kamilari essen gehen. Das Akropolis soll sehr gut sein. Etwas versteckt, nicht direkt am Dorfplatz, finden wir es schließlich - noch geschlossen. Aber direkt daneben, in einem ehemaligen Minimarkt, ist eine kleine Taverne. Sie wird von Kostas und seiner deutschen Frau Alexandra seit November geführt. Wenige Tische, keine Karte. Es gibt das übliche vom Grill - Souflaki, Koteletts, Lamm - und immer ein Tagesgericht. Hört sich lecker an: Schweinefleisch mit Kartoffeln und Artischocken in Zitronensosse - leider nichts für mich wegen meiner Allergie. Aber Dirk entscheidet sich dafür. Sehr, sehr gut! Das kleine Stückchen, das ich trotzdem probiere, schmeckt super, das Fleisch ist butterweich. Wir nehmen vorab einen Vorspeisenteller und einen griechischen Salat, dazu für mich auch noch ein Souflaki. Später bringt ein Gast Schnecken mit, die Kostas wohl sehr lecker zubereitet. Probieren mögen wir aber nicht. Jedoch esse ich zum ersten Mal in meinem Leben frische Artischocke. Ich wusste gar nicht, dass man die auch roh essen kann, eigentlich mit Zitrone, für mich natürlich ohne. Schmeckt ein bisschen wie Kohlrabi - und man bekommt pelzige Zähne davon. Der Raki ist selbstgebrannt und ist hervorragend. Wir verleben einen sehr netten Abend und werden auf jeden Fall wiederkommen.Zu Hause nur noch ein Glas Wasser und dann ab ins Bett.

Taverna Vrachos Matala Matala Matala Matala


 

Montag, 25.03.13
Es ist windig und bedeckt - wollen wir wirklich nach Lentas fahren? Naja - Lentas ist ebenso gut wie ein anderes Ziel. Insbesondere nachdem wir erfahren, dass heute Nationalfeiertag ist und somit keine Geschäfte geöffnet sind. Wir fahren los, Mires ist fast wie ausgestorben. Aufgrund des starken Windes fahren wir nicht wie geplant über Kali Limenes und die Küstenstraße sondern lieber den direkten Weg über die Hauptstraße. Das Navi will uns wieder in die Irre führen und weist uns an, rechts abzubiegen - nein, darauf höre ich in diesem Fall nicht mehr... Und das ist auch gut so, etwas später erreichen wir die richtige und ausgeschilderte Straße. Wir fahren höher und höher in die Berge. Es ist irgendwie surreal - die düsteren Wolken, der starke Wind, ein wenig gespenstisch. Und alles ist so grün. Die Berge wirken nicht so schroff wie sonst sondern sanfter. Wir könnten auch in Österreich oder Schottland sein. Aufgrund des starken Windes können wir leider nicht aussteigen - seit Paleochora haben wir irgendwie eine kleine Phobie als der starke Wind die Fahrertür des Fiat Panda verbogen hat.

Als Lentas von oben im Sicht kommt sind wir überrascht - das Meer hat Schaumkronen und wir sehen die Brandung. Annika ist beeindruckt von der Steilküste und den Serpentinen. In Lentas ist wie erwartet noch nicht viel los. Alle Tavernen direkt am Strand sind geschlossen. Dort könnte man aber auch nicht sitzen. Die Wellen sind total hoch und kommen gewaltig an. Der Strand steht quasi unter Wasser, die Gischt liegt in der Luft. Ein tolles Schauspiel, wenn die Wellen gegen die Felsen klatschen. Und seltsam für uns, wo wir Lentas nur windstill und mit spiegelglattem Wasser kennen.

Wir essen in einer Taverne eine Kleinigkeit und bekommen auch hier etwas geboten: ein Paar kommt mit einem Käfer Cabrio - und die Dame hat ein Wollkostümchen an, keine Strümpfe, aber Stiefeletten, die ganz merkwürdig aussehen. Grosses "Hallo" mit den anderen Griechen hier, man kennt sich. Sie spielt die grande dame, ruft theatralisch aus, dass sie nicht friert - und irgendwie.... passt die Kombination und alles so gar nicht zusammen. Kurz danach kommt eine weitere griechische Familie - und die Mutter hat Stilettos an. Mindestens 10 oder 12 cm hoch. Sieht auch seltsam aus, da sie klein und etwas pummelig ist. Also in Lentas erwarte ich einiges, insbesondere Aussteiger-Look. Aber das nicht. Nach einer kleinen Stärkung fahren wir wieder.

Unterwegs müssen wir immer wieder anhalten wegen Schafen auf der Straße. Wir schleichen hinter ihnen her, sie laufen, werden immer schneller, fühlen sich von uns scheinbar getrieben - und versperren einfach den Weg. Irgendwann kapieren sie es, gehen links zur Seite, machen uns Platz. Und als wir das letzte Schaf passieren, dreht es sich zu uns um und blöckt uns böse an - nach dem Motto "jetzt haut doch endlich ab und stört uns nicht weiter"! Wir brechen in schallendes Gelächter aus.

Zu Hause sind wir verblüfft - an der Nordküste muss ein heftiger Sturm gewesen sein. So heftig, dass ein Funktmast umgeknickt ist und einige Autos demoliert hat. Wir können die Bilder kaum glauben. Abends gehen wir wieder zu Aristidis - und wundern uns, da auf dem Meer mehrere große Schiffe beleuchtet liegen. Nektario sagt uns, dass es Tankschiffe sind, die bei dem Sturm bei uns in der Bucht geankert haben und dann in Kali Limenes zu den Öltanks weiterfahren werden.

Lentas Lentas Lentas


 

Dienstag, 26.03.13
Ich bin früh wach - viel zu früh: 6.20 h!!! Aber es hilft nichts, schlafen kann ich nicht mehr. Draußen ist wieder blauer Himmel, in der Nacht scheint es geregnet zu haben. Nach dem Frühstück sieht die Welt aber völlig anders aus: dunkle Wolken. Die Berge sind kaum noch zu erkennen, es ist sehr windig. Wir beschließen, nach Rethymnon zu fahren, wollen etwas bummeln gehen.

Während der Fahrt sind wir wieder fassungslos, wie grün alles ist. Saftige Wiesen, Laubbäume - mir kommt immer wieder die Farbe maigrün aus meinem Aquarellfarbkasten in den Sinn. Unterwegs regnet es mal heftig, hoffentlich nicht auch an der Nordküste.... Aber als wir in Rethymnon ankommen ist strahlender Sonnenschein. Wir finden direkt einen Parkplatz unterhalb der Festung und bummeln durch den Hafen und die Altstadt. Wahnsinn - so gut wie keine Touristen, fast nur Einheimische, im Hafen selbst haben nur 4 Lokale geöffnet. Ich kann an einer Kette nicht vorbeigehen - und stolpere noch über ein schönes Armband... dessen glückliche Besitzerin ich kurz danach bin. Jetzt erstmal einen Frappé mit Eiscreme... Schön. Dirk bleibt im Café sitzen während Annika und ich durch die Gassen bummeln und uns treiben lassen.

Wir gehen in eine Kirche - wunderschön noch alles geschmückt, auch hier gab es Kommunion. Weiße Blumenkränze und Schals. Wir schlendern weiter, kaufen mögen wir nichts, lassen einfach alles auf uns wirken. Wir holen Dirk im Café ab und gehen zur Festung. Ein wenig Kultur muss sein. Es ist ganz schön warm, aber wesentlich angenehmer als im Sommer. Und so wenig Leute - im Sommer wimmelt es hier nur so von Touristen. Wir können uns alles in Ruhe ansehen. Besonders die Moschee ist toll restauriert worden. So langsam bekommen wir Hunger, es ist schon 14.30 h.

Im Hafen setzen wir uns draußen hin, essen einen leckeren griechischen Salat, Tzatziki und Knoblauchbrot. Die Inhaber vom Knossos sind nett und überhaupt nicht aufdringlich - was man vom Lokal nebenan nicht gerade sagen kann.

Zurück in Kamilari lassen wir den Tag Revue passieren - und erfahren abends von Alex, dass es hier geregnet hat... Wir hatten kaum zu hoffen gewagt, dass es trocken ist - und so ein Glück mit dem Wetter... Und wieder einmal die richtige Entscheidung getroffen mit unserem Ausflug. Nur ein Wermutstropfen ist dabei: das neue Armband - ist spurlos verschwunden... Wir essen wieder hervorragend im Loggia - Kostas hat leckeren Schwertfisch im Backofen gemacht, ohne Zitrone. Außerdem gibt es Spinatreis und Briam - ein Gemüseeintopf mit Kartoffeln, Bohnen, Zucchini und Tomaten.

Dann kommen wir wieder in den Genuss griechischer Gastfreundschaft - wilder Ruccola, wir essen zum ersten Mal rohen Blumenkohl. Und da wir den Schwertfisch so lecker fanden, bekommen wir eine Kostprobe davon gegrillt... Mit Raki, damit der Fisch auch schwimmt. Kostas beginnt, Knoblauch zu schneiden, gibt einen geheimnisvollen Topf in den Ofen, mischt Olivenöl mit Essig, Petersilie, Knofi, Meersalz und erzählt uns etwas von Fantasia und kochen. Wir fragen uns, was er da wohl gerade macht. Kurz darauf wissen wir es: einen leckeren Oktopus-Salat! Der leckerste, den ich je gegessen habe. Zwischendurch fährt er kurz nach Hause, Eiswürfel holen - denn Ouzo schmeckt nur mit Eis und Wasser aufgefüllt. Ich will erst nicht - aber deswegen hat er ja den Oktopus- Salat gemacht, als gute Grundlage.... Und gibt uns noch eine Portion. Was für eine Logik. Aber irgendwie hat er Recht... Nur beim selbstgemachten Ziegenkäse, der 2 Jahre Lang eingeschlagen in Olivenöl Reifen konnte - da streikt selbst Dirk. Der ist einfach zu streng. Inzwischen ist das kleine Lokal voll, wir sind die einzigen Touristen. Beim Zahlen gibt es nochmal Raki - und wir bedanken uns für einen tollen Abend mit hervorragenden Kleinigkeiten. Und Annika rettet den gesamten Abend und findet mein Armband auf dem Schotterparkplatz vor unserem Haus - die Glieder sind nicht richtig befestigt gewesen und das Armband ist in zwei Hälften gefallen - gut, dass mir das nicht woanders passiert ist. Aber das wird auf jeden Fall reklamiert!

Rethymnon Rethymnon Rethymnon Rethymnon Rethymnon


 

Mittwoch, 27.03.13
Das Wetter hat sich beruhigt, die Sonne scheint wieder. Meine Pannenserie setzt sich fort: ich schließe die Balkontür - und sie ist verzogen, kann weder auf noch zu gemacht werden. Oh je... Wir sehen schon eine Handwerkerrechnung auf uns zukommen. Zum Glück ist Dirk handwerklich begabt und kann das wieder in Ordnung bringen!

Gegen Mittag fahren wir nach Agia Galini - auch hier kaum etwas los, viele Geschäfte haben noch geschlossen. Der Berg sieht brüchig aus, die Erde hat hier ganz schön gearbeitet. Man kann mit offenen Schuhen und T-Shirt herumlaufen, wir setzen uns im Hafen in ein Café und lassen die ganze Atmosphäre auf uns wirken. Annika und ich laufen dann zum Strand - auch hier: wo ist der ganze Sand geblieben? Wir laufen bis zu Brücke und ich sehe zum ersten Mal, dass hier ein richtiger Fluss ins Meer fließt und im Hinterland Schilf wächst. Faszinierend. Auf dem Rückweg zum Café beschließen wir: wir lassen Schule Schule sein, Arbeit Arbeit, Geld - ganz egal... Hauptsache wir bleiben hier im Süden und müssen nicht zurück ins kalte Deutschland, wo es teils immer noch schneit!

Zu Hause machen wir uns einen griechischen Salat und stellen fest: auch wenn es vielen Griechen inzwischen nicht mehr gut geht - solange man nicht in der Großstadt wohnt, wird man nicht verhungern. Jeder hat etwas beizutragen - Obst, Gemüse, Wein, Käse...

Der Klempner war auch da und hat die Toilette mit Silikon abgedichtet - vergeblich - was Tom auch schon gemacht und gar nichts gebracht hat... Wir informieren unsere Vermieter und bekommen als Antwort "ok, he has to come again - he was hoping it was the easy Job"... Nö, da muss er nochmal schauen...

Annika und ich sind abenteuerlustig und laufen zu Fuß in den Ort. Ziemlich steil - aber man hat eine tolle Aussicht von dort. Im Ort treffen wir Alex - schön, jemand zu treffen, den man kennt. En kleines Schwätzchen und weiter geht es. Also hier so ein kleines Häuschen - das würde uns auch gut gefallen. Abends fahren wir wieder nach Kalamaki und gehen im Aristidis essen. Annika und Dirk nehmen Spaghetti Carbonara - und nein, bitte eine normale Portion, nicht die kleine. Und schaffen gerade mal die Hälfte... Das pikante Hühnchen kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen. Den Tag lassen wir zu Hause mit dem Kartenspiel SkipBo ausklingen.

Agia Galini Agia Galini


 

Donnerstag, 28.03.13
Strahlend blauer Himmel - der perfekte Strandtag. Wir fahren nach Triopetra - der Weg zieht sich ganz schön hin... Aber die Fahrt ist lohnenswert. Wir kommen zu einem einsamen, verlassenen Strand. Tavernen haben noch nicht geöffnet. Wir legen uns an den Strand, es beginnt zu nieseln - ne, oder? Aber kurz danach gewinnt die Sonne und wir haben wieder strahlend blauen Himmel.

Wir beschließen, die Küstenstraße auszuprobieren - für mich immer wieder eines der letzten Abenteuer dieser Erde... Die Straße ist gut ausgebaut - bis auf einmal Schotterpiste kommt. Allerdings geebnet, vorbereitet für den Weiterbau der Straße. Wir treffen auf Bauarbeiter, Dirk fährt sich fest - und der Baggerführer kommt und ebnet uns eine Schneise, damit wir weiterfahren können. Mir ist ein wenig komisch, weiß ich doch, dass Schotter ganz schön rutschig sein kann. Und es geht steil herab ins Meer. Aber die Aussicht ist atemberaubend schön. Der Weg lohnt sich auf alle Fälle! Ob ich mich im Juni mit meiner Mutter traue, hier entlang zu fahren? Mal sehen...

Wir kommen in Agia Galini heraus und essen einen kleinen Salat im Hafen. Wieder zu Hause gammelt jeder ein wenig herum, bevor wir abends nach Sivas zum essen fahren. Wir probieren Sofias Taverne aus - und sind vom essen so begeistert, dass wir spontan beschließen, Sonntag Abend hier zu unserem Hochzeitstag essen zu gehen. Wir kommen mit einer Frau ins Gespräch, die mit ihrem kleinen Sohn allein hier ist - der Rest ihrer Familie hat sich fürs Skifahren entschieden. Ein sehr netter Abend.

Triopetra Triopetra Triopetra Küstenstraße Küstenstraße Küstenstraße - Blick auf Agia Galini

 


 

Freitag, 29.03.13
Stromausfall - wir brauchen einen heißen Kaffee! Nach ca. 1 Stunde haben wir wieder Strom - gut, so ein Kaffee. Annika und ich fahren nach dem Frühstück erstmal nach Festos. Ich soll pP 8 € Eintritt zahlen. Da Annika noch unter 18 Jahre alt ist, kommt sie dann aber kostenlos hinein. Die Sonne brennt ganz schön - fast schon wie im Sommer. Wir haben heute 24 Grad, während es in Köln wieder geschneit hat. Wir lassen die Geschichte auf uns wirken. Kann mich wieder kaum an der Gegend satt sehen, alles ist so grün.

Danach fahren wir weiter zum Botano nach Kouses - Pflichtprogramm auf Kreta. Wir kaufen unsere Gewürze ein und unterhalten uns ein wenig mit Giannis. Er erzählt uns, dass letztes Jahr sein 16jähriger Sohn mit im Laden geholfen und seine erste eigene Gewürzmischung zusammengestellt hat. Er war entsetzt ob der Namenswahl seines Sohnes: Alien-Salz... Er gibt uns wieder eine Teeprobe mit. Für diesem Tee hat er auch keinen Namen - bis eine Familie mit ihren Kindern im Laden war. Und der eine Junge spontan sagte, das sei Prinzessinnen-Tee. Farbe und Geruch - das sei doch ganz klar. Und so bekam dieser Tee seinen Namen.

Den Markt in Timbaki schauen wir uns auch noch an. Annika ist ein wenig entsetzt: ein Wagen voller lebender Hühner - und kurz darauf kommt uns auf dem Markt ein Mann mit 2 toten Hühnern entgegen, noch voller Federn. Das gibt es in Deutschland natürlich nicht. Aber dort gibt es jetzt auch noch keine frischen Erdbeeren. Auf meine Nachfrage bekomme ich die Info das die Erdbeeren hier aus der Messara-Ebene, aus der Nähe von Gortys kommen. Die ersten frischen Erdbeeren dieses Jahres - und schon ganz süß und lecker.

Abends bei Alex und Kostas werden wir wieder verwöhnt. Ich bekomme getrockneten Oregano geschenkt - und für meine Mama getrocknete Feigen. Sie wird sich bestimmt freuen. Es wird ein längerer Abend, die beiden haben etwas Zeit und wir erzählen viel. Lernen etwas über die griechische Geschichte aber auch, wie die Feigen getrocknet werden: frische Feigen werden mit der Hand platt gedrückt, dann kommt ein Fliegenschutz darüber und sie werden in der Sonne getrocknet. Danach werden sie mit Raki abgespritzt und mit Sesam vermischt - und sind eine sehr gute Beilage zum Raki. Die Kinder sprechen sowohl griechisch als auch deutsch fließend - die beiden legen großen Wert darauf, dass sie beide Muttersprachen sprechen, Englisch kommt in der Schule dazu. Von einem anderen Deutschen erfahren wir etwas mehr über das Schulsystem hier. Und dass die übliche Nachhilfe auch deswegen erforderlich ist, weil die Kinder hier so lange Ferien haben und der erforderliche Stoff deswegen rein zeitlich gesehen gar nicht komplett vermittelt werden kann. Um nach der Schule studieren zu können, sind pro Fach bestimmte Punkte erforderlich - man kann nicht alles studieren mit dem Abitur sondern nur das, wo man eine ausreichende Punktzahl erreicht hat. Viele wohlhabende Griechen schicken ihre Kinder in den Ostblock, wie z.b. Rumänien, zum Studium. Warum? Das Leben ist dort auch günstig - und man kann die Professoren mit Fakelaki bestechen... Und so kann man einen guten Studienabschluss erkaufen selbst dann, wenn man nichts gelernt hat...

Samstag, 30.03.13
Heute lassen wir es ruhig angehen. Ein fauler Strandtag, eine Kleinigkeit essen und heute Abend werden wir von Annika lecker mit Spaghetti Bolognese bekocht.

Festos Festos


 

Sonntag, 31.03.13
Unser 1. Hochzeitstag - und wunderschönes Wetter. Wir bekommen von Annika ein leckeres Frühstück inkl. Omelette serviert - und fahren dann Richtung Skinaria. Bei dem Sonnenschein der perfekte Strandtag. Unterwegs müssen wir öfters anhalten bzw. langsam fahren wegen der Schafherden. Hinter Spili fahren wir links Richtung Plakias - und sind wieder beeindruckt von der Kotsifou-Schlucht. Zum ersten mal seit ich nach Kreta fahre, ist Wasser unten im Bach. In Levkogia geht es ab nach Skinaria - inzwischen sind es ca. 25 Grad. Dirk wundert sich, dass ich die Straße auch gefahren bin...

Unterwegs haben wir tolle Blicke auf die anderen Buchten hier - und sehen jede Menge blühenden Mohn. Dirk und Annika gefällt der Strand auch sehr gut - wir ziehen uns um und Annika und ich testen das Wasser an. Ganz schön kalt - aber wir gehen trotzdem kurz schwimmen. Herrlich! Und die Haut prickelt danach so schön durch die Kälte. Wir sonnen uns ein wenig - und müssen uns tatsächlich nochmal abkühlen gehen, weil die Sonne so brennt. Und in Deutschland sind es ca. 2 Grad unter Null, unfassbar, dass wir hier mit Badesachen liegen.

Auf der Rückfahrt halten wir in Spili. Die Bedienung in unserem Café versteht kein griechisch, bei der Bestellung eines Frappé mit Eiscreme verzieht sie das Gesicht nach dem Motto 'igitt, wie kann man nur'. Aber uns ist das alles egal, nach einem kleinen griechischen Salat geht es weiter nach Hause.

Abends gehen wir wie angekündigt zu Sophia in Sivas. Und können es kaum fassen - es ist warm genug, dass wir tatsächlich draußen sitzen können. Nach dem Essen kommt auch noch eine Überraschung: wir bekommen zum Hochzeitstag einen Kuchen, ganz leckeren Schokoladenkuchen. Das ist ja lieb. Und wir erzählen ihr, wie wir letztes Jahr gefeiert haben und alles wieder genauso machen würden - bis auf eine Sache: wir hatten nicht an einen Hochzeitskuchen gedacht, der fehlte irgendwie. Deswegen ist es eine doppelte Freude, jetzt einen geschenkt zu bekommen.

Kotsifou-Schlucht Skinaria


 

Montag, 01.04.13
Wieder strahlend blauer Himmel - das wird ein ruhiger Strandtag in Kalamaki werden. Dirk hat sich den Magen verdorben, will nur hier bleiben und seine Ruhe haben, Annika mag auch nichts machen. Also fahre ich allein nach Kalamaki. Es ist zwar etwas frisch, aber man kann trotzdem gut am Strand liegen. Einfach nur den Wellen zuhören, nichts tun... Leider nur für ca. 1,5 Stunden, dann frischt der Wind auf und es wird zu kühl. Nachmittags fahre ich mit Annika zum Kloster Kaliviani, diese Ruhe dort... Irgendwie ein ganz besonderer Ort. Wir fahren weiter nach Pitsidia, schauen uns das Oneira - die Traumfabrik - an. Ein sehr nettes, gemütliches Café mit einem kleinen Laden, wo schöne kleine Dinge verkauft werden. Eigentlich wollten wir hier etwas trinken, aber es zieht uns weiter, zum mystical view, wo wir im Vrachos etwas trinken und dem Meeresrauschen zuhören. Die Brandung ist heftig, ich könnte hier den ganzen Tag sitzen und das Meer beobachten, nichts tun, lesen... Annika möchte gern noch nach Matala. Man merkt, dass die Saison langsam beginnt. Mehr Touristen (aber immer noch nur wenige), mehr Shops geöffnet... Wir laufen den Strand entlang, die Brandung ist auch hier heftig. Annika meint, dass hier wohl nur Schwimmer mit sehr viel Erfahrung ins Wasser können, wenn überhaupt. Ein schöner Nachmittag. Den Abend lassen wir im Aristidis ausklingen und hoffen, dass es Dirk morgen besser geht.

Kloster Kaliviani Kloster Kaliviani Bucht von Kalamaki


 

Dienstag, 02.04.13
Dirk ist wieder fit, strahlender Sonnenschein, extra früh aufgestanden, weil wir nach Chania wollen. Wir machen einen Abstecher nach Rethymnon, um mein kaputtes Armband reparieren zu lassen. Ist der Verkäuferin sichtlich unangenehm, sie kümmert sich, wir lassen das Armband da und wollen es nachmittags wieder abholen. Auf der Fahrt nach Chania ist es ganz schön stürmisch. Wir haben Glück, finden sofort einen kostenlosen Parkplatz und schlendern durch den Hafen, zielstrebig Richtung Starbucks. Endlich ein richtiger Kaffee, kein Nescafé oder Cappuccino mit Zimt. Das würde uns hier auf Kreta echt fehlen, wir hätten auf jeden fall einen Kaffee-Vollautomaten zu Hause stehen! Tut gut. Anscheinend machen Soldaten vom US-Militär einen Tagesausflug nach Chania - wir sehen unglaublich viele kleine Grüppchen meist junger Männer mit sehr kurzen Haaren und ziemlich vielen Muskeln. Sie sind sofort erkennbar. Unangenehm fällt uns auf, dass einige Bettler herumlaufen und sehr aufdringlich sind. Unserer Einschätzung nach keine Griechen. Außerdem versucht alle 5 min. jemand, seine schwarz gebrannten CD's oder Filme an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Wir schlendern weiter zur Kirche, erstmals ist sie offen und wir können sie einmal von innen sehen. Annika bringt den Spruch des Tages: der Jesus ist aber dick geworden... Wir können uns kaum halten vor lachen. Natürlich zeigen wir ihr die Markthalle - kaum wieder zu erkennen, so wenig Menschen sondern einfach nur Einheimische, die hier auch einkaufen. Annika ist ein wenig entsetzt, als sie die Metzgerei-Stände sieht. Die Tiere sind komplett hier in der Kühltheke, man kann ohne Probleme die Lämmer oder Kaninchen erkennen - letztere wie üblich noch mit etwas Fell an den Hinterpfoten damit klar ist, dass es sich im ein Kaninchen und nicht um eine Katze handelt... Ein Schafskopf guckt uns an - das braucht man nicht wirklich. Der Fischgang fasziniert wieder auf angenehme Weise. Es riecht frisch und nicht unangenehm, Oktopus in allen Größen zwischen 5-10 EUR das Kilo, Fische in allen Größen und Variationen. Also - hier würde ich wieder bedenkenlos meinen Fisch kaufen.

Danach geht es durch die Ledergasse - leider werde ich dieses Mal nicht fündig, unterhalte mich aber sehr nett mit der Verkäuferin in meinem Stamm-Laden. Und bin überrascht, wie gut das noch mit meinem Griechisch klappt. Es beginnt zu regnen, zum Glück nur leicht, und ich muss doch tatsächlich den Regenschirm auspacken. Zum Glück aber nicht für lange. Wir schlendern durch die Gassen der Altstadt, bewundern die schönen Läden. Man merkt, dass noch nicht viel an Tourismus los ist - kaum Menschen, wir werden natürlich sofort als Touristen identifiziert und erwartungsvoll angesehen. In unserem Lieblingscafe neben dem Nautischen Museum trinken wir etwas und lassen die ruhige Atmosphäre auf uns wirken. Unglaublich viele der US-Soldaten gehen ins Museum - Pflichtprogramm? Gegen 14.30 h gehen wir zurück Richtung Wagen - nicht, ohne noch ein Keramikbild für unsere Küche zu kaufen. Auch Annika nimmt sich ein schönes Bild auf Leinwand als Andenken mit. Auf dem Rückweg nach Rethymnon ist es noch stürmischer, es kommen richtig heftige Böen, das Meer ist voller Schaumkronen. Wir holen mein Armband ab und gehen noch ein paar Meze essen - ein sehr leckerer milder Käse, fast wie Butter, Saganaki und mit Feta gefüllte Auberginen in Tomatensauce. Sehr gut. Gegen 18.30 h kommen wir wieder zu Hause an. Etwas trinken, gammeln - und dann nach Sivas zu Sofia, Dirk hat Stifado vom Wildhasen bestellt...

Eigentlich sind wir noch satt von nachmittags. Aber bestellt ist bestellt. Und wir essen alles auf, weil es so lecker ist. Ich esse zum ersten mal Barrakuda, einen Raubfisch mit sehr festem, weißen Fleisch und Annika möchte 'nur' einen Salat - und bekommt eine riesengroße Schüssel. Ein schöner Abend.

Chania Chania


 

Mittwoch, 03.04.13
Eigentlich wollen wir heute nach Vathi fahren - aber es ist bewölkt, man sieht kaum etwas. Wohl eher nicht geeignet als Strandtag. Also probieren wir die Traumfabrik in Pitsidia aus, surfen im Internet, essen Omelette, Kuchen - und trinken einen richtig leckeren Latte macciato. Selten hier. Ansonsten gammeln wir, lesen... Und gehen abends zu Kostas und Alex. Bekommen wieder sehr gute Hausmannskost - Pasticcio sowie Schweinefleisch mit Lauch und Kartoffeln. Unterhalten uns mit den Beiden, erfahren, dass sie auch Zimmer vermieten. Ist bestimmt auch nett und familiär dort. Irgendwann kommt dann ein Raki, ein ebenfalls anwesender holländischer Gast sieht unser Spiel SkipBo - und schon haben wir eine gesellige Runde. Ich erkläre ein paar Griechen das Spiel auf griechisch und Kostas traut sich, spielt mit. Und gewinnt fast. Irgendwann schauen wir irritiert auf die Uhr - 2.30 h morgens, wo ist die Zeit geblieben?

Dienstag, 04.04.13
Wir schlafen lange, bis nach 12 h... Kein Wunder, nach dem netten, langen Abend. Nachmittags treffe ich mich mit Annika bei einer lieben Bekannten, die sich hier niedergelassen hat. Ein wirklich schönes Anwesen. Leckeren Kuchen aus der Konditorei in Mires gibt es auch. Annika spielt mit den Hunden, und wir haben einen superschönen, entspannten Nachmittag. Gerne würde ich länger bleiben und freue mich schon auf das nächste Treffen. Auf dem Rückweg fahren wir eine Seitenstraße die schlimmer ist, als der Schotterweg zum Haus... Annika und ich haben viel Spaß unterwegs. Abends Abschied in Sivas nehmen - und dann noch kurz zu Kostas. Das Berliner Paar ist auch wieder da und wir haben ein angeregtes, interessantes Gespräch während Annika mit anderen Gästen SkipBo spielt. Hut ab vor den Beiden - sie sind Ende 60 und gehen jeden Tag wandern - morgen soll es nach Kamares gehen.


 

Freitag, 05.04.13
Bevor wir nach Tripiti losfahren schauen wir wie versprochen bei Alex und Kostas auf einen Kaffee vorbei - leider wird das nichts mit der gemeinsamen Fahrt, verständlich bei den Pflichten der beiden. Irgendwie verquatschen wir uns wieder mit Alex und kommen erst nach 10 h los. Aber es war herrlich, vor dem Kafenion gemeinsam zu sitzen und Kaffee zu trinken. Und wir dürfen uns zum Abschied sogar was zum Abendessen wünschen.

Danach fahren wir weiter über Mires nach Tripiti. In Mires wollen wir einen Traktor überholen, der auch brav an die Seite fährt, um uns vorbei zu lassen. Und wir fragen uns, was ist das für ein Geräusch? Naja... Er hat keine Bremse, bremst mit den Pfluggabeln, die er wie einen Anker auf die Straße fallen lässt...

Nach Vassilki war es das mit Asphalt und wir fahren Schotterpiste. Lässt sich aber gut fahren - bis kurz vor der Schlucht. Spektakuläre Ansichten sehen wir, halten immer wieder an für ein paar Fotos, sehen sogar Wildziegen. Und dann kommt die Attraktion - wir fahren durch eine enge Schlucht oder vielmehr Dirk. Annika und ich laufen. Unglaublich, dass hier ein Auto problemlos durchpasst.

Wir fahren auf den Strand zu, sehen die Schilder Camping forbidden - und... Wohnwagen... Die Bucht ist wirklich schön, noch ganz leer bis auf eine bereits geöffnete Taverne. Das Ehepaar ist auch erst seit 1 Woche hier, bis zum Oktober. Fein, dass man die Toilette benutzen darf. Wir liegen unter de Tamarisken im Schatten, die Sonne ist uns zu heiß. Essen mögen wir nichts außer unseren mitgebrachten Keksen.

Am frühen Nachmittag fahren wir dann zurück, dieses mal die Küstenstraße, bis nach Krotos. Die Strecke ist grenzwertig für unser kleines Auto - ICH würde das nicht fahren... Aber wunderschön ist es. Zwischendurch steige ich aus, räume ein paar Steine aus dem Weg. Wir denken ernsthaft darüber nach, nächstes Mal einen Jeep/ Wagen mit Allrad zu mieten. Es gibt bestimmt noch mehr tolle Strecken dieser Art... Natürlich müssen wir uns in Mires in der Konditorei eindecken - Dank sei Nele für diese Entdeckung, lecker! Da sagt sogar Dirk, dass er unter diesen Umständen glatt noch ein paar Tage anhängen könnte.

Tripiti Tripiti Tripiti Tripiti Küstenstraße da müssen wir hoch...


 

Samstag, 06.04.13
Wir fahren auf einen Abschiedskaffee zu Alex und Kostas. Heute ist der wärmste Tag bisher - ca. 23 Grad. Wir sitzen in T-Shirt und Shorts da, die Kreter noch mit Wollpullover. Nun heisst es Koffer packen, aufräumen und das Haus übergeben. Wir fahren noch nach Kalamaki, Abschiedsessen bei Aristidis. Inzwischen sind es 29 Grad. Wahnsinn - in Deutschland gerade mal um die 4-6 Grad, das wird frisch, wenn wir zurückkommen. Dieses Mal fällt mir der Abschied gar nicht so schwer wie sonst - vielleicht, weil ich im Sommer nochmal mit meiner Mutter hierher komme?

Auf dem Weg nach Heraklion wird es immer stürmischer, am Flughafen ist es so windig, dass wir nicht gefahrlos die Türen des Autos offen lassen können. Wir laden unser Gepäck aus, unser Flugschalter ist bereits geöffnet. Kurz bevor wir an der Reihe sind, drängelt sich eine Familie vor - was für ein "Sympathiträger"... Unverschämt. Bei der Kofferabgabe nochmal das gleiche Spiel. Beim Sicherheitscheck regt sich ein Mitreisender auf, warum das alles so lange dauert - das muss doch zügiger gehen! Scheint sich nicht gut erholt zu haben. Ein wirklich schöner, erholsamer und interessanter Urlaub mit neuen Eindrücken geht zu Ende...

Fazit:

Wir haben viel gesehen und erlebt - sind insgesamt ca. 1.300 km gefahren. Die Kreter haben wir gastfreundlich wie immer erlebt. Was uns sehr beeindruckt hat war, wie grün die Insel um diese Jahreszeit ist. Vielleicht fahren wir künftig nicht mehr im Herbst sondern im Frühling/ Frühsommer... mal schauen. Besonders gut gefallen hat es uns in Kamilari - das Haus, die Aussicht, der schöne kleine Platz im Dorf... das hatte etwas. Wir freuen uns aufs nächste Mal - vielleicht mit einem Jeep als Mietwagen? Wer weiss... Was uns besonders freut ist, dass es auch Annika gut gefallen hat - war sehr schön, wieder einmal gemeinsam Urlaub zu machen!

Und wie immer heisst es nun: nach dem Urlaub - ist vor dem Urlaub!

Die Fotos müssen noch gesichtet werden und werden erst später eingestellt...

Rückweg von Tripiti