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Start Reisen Asien Sri Lanka - Nachtrag zu World Vision

Sri Lanka - Nachtrag zu World Vision

 

Noch ein kleiner Nachtrag zu Sri Lanka und World Vision: Während unseres Besuchs fragten wir die World Vision Mitarbeiter, was wir unserem Patenkind noch Gutes tun könnten. Unsere Betreuerin meinte daraufhin, dass sie unglaublich gerne ein Fenster für den Wohnraum der Familie anbringen würde. Der Raum ist nämlich recht dunkel. Dann könnte Midhuluksha auch in der Regenzeit bei Tageslicht lernen und ihre Hausaufgaben machen. Ein Fenster kostet wohl ca. 30 EUR. Wir wollten daraufhin das Geld direkt dort lassen, damit das Fenster schnellstmöglich eingebaut werden kann. Das wurde uns jedoch verwehrt - wir sollten doch bitte den offiziellen, formellen Weg über eine Sonderspende gehen. Uns war das gar nicht bewusst - man kann für sein Patenkind und die Familie Sonderspenden machen, max. 1-2 mal im Jahr, zwischen 50 - 100 EUR. Mehr sollte es nicht sein, damit die Familie nicht übervorteilt wird im Gegensatz zu den anderen Dorfbewohnern.

Nun gut...

 

... sehr löblich also, alles soll seinen formellen, dokumentierten Weg gehen.  Wir entschieden uns nach unserer Rückkehr für den offiziellen Weg. Und haben direkt noch ein paar Dinge hinterfragt. Uns war das gar nicht so bewusst was es bedeutet, mit Feuerholz zu kochen. Die Kochstelle haben wir nicht wirklich wahrgenommen, da die anderen Eindrücke uns so überwältigt hatten. Und irgendwie hatten wir unterstellt, dass fliessendes Wasser gleichbedeutend mit fliessendem Wasser in Deutschland ist. Wie naiv - denn bewusst ein Waschbecken hatten wir nicht wahrgenommen.

Fliessend Wasser bedeutet dort, dass man nicht extra zu einem Brunnen laufen und Wasser holen muss - das Wasser ist bis zum Grundstück gelegt worden. Ähnlich wie hier eine Dusche für Kinder im Garten. Und sowohl zum Kochen, zum Waschen als auch für die sanitären Anlagen wird dort ein Eimer mit Wasser geholt und zum Haus gebracht. Die Toilette hatte keine ordentliche Tür, durch die Nutzung eines Bretts wurde die Privatsphäre gewahrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Eingang einer Sonderspende entscheidet nicht World Vision, was mit dem Geld passiert. Nein, man setzt sich mit der Familie zusammen und überlegt, was am sinnvollsten und nötigsten ist. So wurde auch über unsere Spende diskutiert - und dann gemeinschaftlich entschieden, dass ein Fenster in der Tat sinnvoll und wichtig ist, ebenso wie eine richtige Tür für die "sanitären Anlagen". Vom geringen Restbetrag hätte man sicherlich noch etwas anschaffen können - doch die Familie hat entschieden, dass der Betrag zurückgelegt werden soll für Midhulukshas weitere Ausbildung.

Inzwischen gibt es also sowohl ein schönes Holzfenster für den Wohnraum als auch eine Tür für die Toilette. Alles wurde genauestens dokumentiert und belegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum dieser Nachtrag überhaupt online geht? Eigentich nur um zu zeigen, dass Dinge, die für uns selbstverständlich sind - woanders der pure Luxus sind... und auch wir uns das nicht vorstellen konnten, bis wir die Bilder sahen.